Gibt es heute noch Philosophen?

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17 Antworten

Ja, an fast jeder Uni! Dann gibt es noch einige frei schaffende, wie David Precht oder Wilhelm Schmid oder Safranski. Das ist wie in der Literatur: Da wird auch vorwiegend Goethe und Schiller zitiert. Selten, dass mal Max Frisch oder Umberto Eco vorkommen, der nicht nur Schriftsteller ist, sondern auch hauptsächlich Philosoph - das weiß aber kaum jemand. Ich empfehle z.Zt. als Einstieg in die Philosophie den amerikanischen Philosophen Thomas Nagel. Schon mal von dem gehört?"Was bedeutet das alles? Eine kurze Einführung in die Philosophie" bei Reclam für 2.8o€,

Neben den klassischen und den öffentlich bekannten gibt es viele Philosophen (im positiven Sinne!!) die sich unerkannt irgendwo aufhalten. Schriftsteller und Künstler haben z.B. als treibende Kraft auch eine starke philosophische Ader.

Auch früher mussten sich die Philosophen erst durchsetzten, bevor sie gehört wurden. Manche sogar erst hunderte Jahre später. Zudem ist der Begriff zunehmend in der Neuzeit verwendet worden. In der Antike waren Philosophen in der Regel einfach weise Mensche. Und die gibt es auch heute noch und sie werden auch gerne gehört. Im Übrigen haben früher die einfachen Leute selten etwas von den großen Denkern vernommen, wenn Sie nicht unmittelbar in der Nachbarschft gewohnt haben. Oft fehlte auch einfach die Bildung. Heute hat jeder den Zugang zu großartigem Wissen und großartiger Intelligenz und auch weithorizontalen Betrachtungsweisen. Man muss sie nur richtig recherchieren. Hier noch ein paar Namen heutiger Philosophen: Habermas, Luhmann, Adorno, Horckheimer, Hannah Arendt, Ernst Bloch, um nur ein paar Deutsche Philosophen zu nennen

In jeder dritten Talkshow in Deutschlands Fernsehen tritt ein gewisser Richard David Precht auf, der als Beruf "Philosoph" angibt. Er ist aber eher ein Vielschwätzer als eine wirklicher Philosoph.

Selbstverständlich gibt es noch echte Philosophen an den Universitäten (Lehrstuhl für Philosophie).

Dre Begriff "Philosophie" ist in den letzten Jahren etwas verkommen, weil jede Firma ein paar Grundsätze, die sie hat, großspurig als "Philosophie" bezeichnet.

Philosophen wurden meist erst nach ihrem Tod so richtig bekannt. Man muss aber auch bedenken das Philosophen immer ein teil der Propaganda einer Ideologie genutzt werden, so verwendet man in der Demokratischen Welt gerne die alten Griechischen Philosophen, und stellt sie als Fortschrittliche Denker hin. während in Asien, eine andrere literatur verwendet wird um zu zeigen wie "intelligent" ihre vorfahren waren... und in religiösem Sinne sind die Propheten die philosophen waren, weshalb man auch ständig versucht irgendwelche intepretationen herauszulesen ;)..

Einer der letzen Philosohen ist meiner meinung nach Jim Morrison, der wird in die Geschichte eingehen wie Mozart, seine Songtexte sind für die heutige Gesellschaft noch zu aggressiv und zu ehrlich, doch auch unsere Kultur wird sich weiter entwickeln. (Ich meine aber nicht nur die musik von ihm, auch seine gedichte!

Heute gibt es noch eine Menge Philosophen, die selbst sehr interessante Ideen haben, um zum Beispiel den Umgang der Menschen miteinander zu verbessern. Ein Vertreter ist zum Jürgen Habermas

= Aus wissenschaftlichen Theorien folgt technisch verwertbares, aber kein normatives, kein handlungsorientierendes Wissen. Jürgen Habermas, Erkenntnis und Interesse

= Ein Akt der Selbstreflexion, der «ein Leben ändert», ist eine Bewegung der Emanzipation. Jürgen Habermas, Erkenntnis und Interesse

Aber gerade heute in einer Zeit der Diskussionen um Gentechnik, der immer weiter fortschreitenden Wissenschaft, Kultur und Politik und des gesellschaftlichen Chaos wird Philosophie gebraucht und in vielen Projekten genutzt.

Wenn man heutzutage die Welt verbessern will, kommt man ums Philosophieren nicht herum, Philosophen ändern ja auch nichts an der Zeit in der sie leben, sondern geben nur die Voraussetzungen für bessere Lebensumstände der nachfolgenden Generationen.......... aber den klassischen Definitionen eines Philosophen kann man heute leider kaum gerecht werden.

Aber sei es wie es sei....sie gibt es auch in unsere Zeit ein Beispiel = Jürgen Habermas

= Aus wissenschaftlichen Theorien folgt technisch verwertbares, aber kein normatives, kein handlungsorientierendes Wissen. Jürgen Habermas, Erkenntnis und Interesse

= Ein Akt der Selbstreflexion, der «ein Leben ändert», ist eine Bewegung der Emanzipation.

Philosophen gibt es immer. Und die bereits berühmten und vielzitierten gab es un gibt es in so ziemlich unserer Zeit. Jean-Paul Sartre ist z.B. 1980 vestorben. Bertrand Russell 1970. Heidegger 1976, Karl Popper 1994. Die, die heute nioch aktiv sind werden wohl etwas später offiziell in die Reihe der grossen denker aufgenommen.

Natürlich gibt es sie noch immer - und es sind sicherlich welche darunter, die man auch in 200 'Jahren noch zitieren wird.....

Die globale Vernetzung ist allerdings in meinen Augen eher hinderlich, die Gedanken geistiger Grössen zu verbreiten. Für sie gilt immer noch der persönliche Vortrag und das Buch.

Einer meiner Lieblingsphilosophen ist unser früherer Bürgermeister, Massimo Cacciari, ich bin mir sicher, sein "Notwendiger Engel" oder die "Zeit ohne Kronos" werden auch dann noch gelesen werden!

http://www.giornaledelcilento.it/upload/cacciari.jpg

Ja. Aus dem Stegreif fallen mir u. a. Peter Singer, Rüdiger Safranski, Peter Sloterdijk, Margaret Gilbert, Jürgen Habermas und John Searle ein. Ich schätze außerdem, dass Philosophen heute bekannter sind als früher, da früher hohe Bildung das Privileg einer sehr kleinen Bevölkerungsgruppe war. Die Beispiele Nietzsche und Schopenhauer zeigen, dass der Nachruhm mancher Philsophen heute nicht deren Ruhm zu Lebzeiten entsprechen muss.

Auch heute gibt es noch Philosophen. Nur damals wie heute werden sie von einem Großteil der Bevölkerung nicht wahrgenommen oder beachtet.

Klar.

Die Philosophie ist ja die Liebe zur Weisheit. Wikipedia und andere Seiten sagen ja auch was dazu.

Sie ist die Theoretische Grundlage vieler guter und schlechter Erfindungen und des Fortschritts. Der praktische Gegenpart wäre die Physis (wobei man dabei alle Naturwissenschaften versteht).

Beide zusammen sind für den technischen Fortschritt verantwortlich. Die Philosophie kann zusätzlich noch den Charakter und den Geist fördern.

Ich verstehe mich auch als Philosoph :)

mfg

Ja, auch heute gibt es noch Philosophen. Doch das Interesse der allgemeinen Bevölkerung an solchen liegt heutzutage praktisch bei Null, es gibt nur noch wenige, die darin interessiert sind. Darum erfährt man von den heutigen Philosophen auch nur sehr wenig.

Phliosophen und auch Theologen hatten ja alle einen richtigen Beruf, zum Geldverdienen, genau wie Schriftsteller, und nebenher haben sie Bücher geschrieben. Goethe z.B. war "Geheimrat", also ein hoher Beamter, und hat viel Geld verdient. Also sie waren eigentlich Philosophen und Schriftsteller "im Nebenjob", in ihrer Freizeit. Und das gibt es heute auch.

Ja, gibt es. Blos heute interessiert sich der größte Teil der Bevölkerung eher dafür welcher Honk gerade als Superstar in irgendeiner Castingshow präsentiert wird, und nicht für Philosophie.

z.zt. häufig im tv: richard david precht und peter sloterdijk

klar, viele fahren nach ihrem studium taxi ;)

gottesanbeterin 07.03.2012, 10:19

Jemand, der Philosophie studiert hat, ist noch lange kein Philosoph

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dhilbert 07.03.2012, 10:41
@gottesanbeterin

ja, und jemand, der einen scherz nicht versteht, ist noch lange keine spassbremse ;)

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abibremer 07.03.2012, 11:52

wie man an einem ehemaligen außenminister sehen kann, ist der einstieg ins berufsleben als taxifahrer nicht der schlechteste....

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dhilbert 07.03.2012, 16:48
@abibremer

stimmt, und wie man am aktuellen aussenminister sehen kann ist taxifahrer besser als ein jurastudium ;)

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