Frage zu Alevite und Sunnite

11 Antworten

Du kannst dich doch nicht "freiwillig opfern", aber dein Freund sollte es für dich tun? Und was macht dich denn so besonders, dass er Kompromisse eingehen muss und du nicht? Wenn du Alevitin bist (die nicht betet und praktiziert - es gibt ja auch praktizierende Aleviten), dann wirst du wohl auch z.b. nicht die Waschung nach dem Geschlechtsverkehr vollziehen und ständig in dem rituell unreinen Zustand essen kochen, Kind stillen etc. Und dann evtl. sauer sein, wenn er für 15minuten ins andere Zimmer geht und betet. Oder genervt sein, wenn der Fastenmonat kommt und dein Mann tagsüber nichts isst. Oder aber wenn er mal in die Moschee geht... denn einige (nicht alle) Aleviten betreten ja keine Moschee. Aus deinem Beitrag heraus kann ich mir schwer vorstellen, dass du da nicht sauer wirst...

Ansonsten hier eine andere Antwort. Zwar eine zu einer anderen Frage, aber einige Punkte stimmen bez. deines Anliegens überein.

Eine Partnerschaft kann man sich oberflächlich und metaphorisch gesehen wie das Ying und Yang vorstellen. Jeder tritt aus seiner Grenze heraus, um mit der anderen Seite zu verschmelzen und Eins zu werden. Wenn man gewisse Standpunkte hat, die für einen ein Lebensinhalt sind, ist es schwierig Kompromisse einzugehen. Der Mann verdient in der Regel das Geld. Da er kein Muslim ist, wird er nicht darauf achten (müssen), ob sein Geld wohl (helal) verdient ist. Geld, das nicht wohl verdient ist, steht im Widerspruch der islam. Richtlinien. Dann geht es beim Essen weiter (Speisevorschriften - koscher/halal Fleisch, Zutaten etc.), über partnerschaftliche Beziehungen und die dazugehörige Reinheit. Weiter geht es mit dem Gebet (welcher nichtmuslimische Mann wird Verständnis dafür haben, dass seine Frau 5mal am Tag "abhaut" um beten zu gehen und nicht bei ihm sitzt?). Wieder geht es weiter mit Kindererziehung und deren Essen, Bildung, Religion, Gebet etc. Ich habe bisher keinen einzigen nicht-muslimischen Mann gesehen, der seiner Frau diese Dinge wohlwollend gewährt und dass dabei keine Streitereien entstehen! Eher haben bisher ALLE Frauen ihren Glauben immer weiter abgelegt, da sich nunmal ein Partner dem anderen "nähern" muss, damit es nicht kriselt.


Aber auch muslimischen Männern ist das heiraten nicht so einfach gewährt (bevor hier einige aufschreien :-) ):

Wichtig ist hier der Ein-Gott-Glaube der Frau, der existieren muss, damit eine Ehe geschlossen werden kann. EINER der Gründe warum ein muslimischer Mann keine ungläubige Frau heiraten darf ist z.B., dass in einer Beziehung von zwei unterschiedlichen Partnern Kompromisse geschlossen werden müssen. Dabei wird meist einer zurückstecken müssen. Steckt der Gläubige seine Bedürfnisse/Wünsche zurück, kann er seinen Glauben nicht ausleben - muss die ungläubige Frau zurückstecken, birgt das auf Zeit Probleme in der Ehe, da die ungläubigen Frau manche religiösen Handlungen im Alltag (wie Beten, auf Zusätze im Essen achten, Fasten etc.)nicht verstehen kann/mag, mit solch religiösen Handlungen im Alltag nicht einverstanden sein und somit frustriert sein kann. Sie glaubt eben nicht an Gott und kann oder möchte in ihrer Situation nicht immer Verständnis zeigen, da religiöse Handlungen für sie als ungläubige i.d.R. als befremdlich oder sinnlos empfunden werden.

Und Frustration und Unzufriedenheit ist nicht die Prise Salz, die eine glückliche Beziehung braucht.

Wenn dein Freund von Anfang an so viele Forderungen an dich stellt, dann würde das in einer Ehe nur noch schlimmer werden. Er würde ständig Punkte an dir finden, die ihm nicht passen und die du ändern müsstest. Lass dich nicht auf sowas ein, dafür bist du zu wertvoll. Ich bin mir sicher, dass du einen besseren Mann findest, der nicht versucht, dich zu verbiegen, sondern der dich so liebt, wie du bist.

Viel Glück!

Danke für deine Antwort! Das sage ich auch, liebe mich doch so wie ich bin. Als Antwort kommt immer, Ja tu ich doch, dann folgt ein langes Aaabberrr, das musst du machen dies musst du machen. ich weiß echt nicht.....

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@bebeque

Ich kenne ein mädchen die alevitin ist und geheiratet hat mit einem sunniten. Die familie des mannes hatte nichts gegen die ehe. Aber die familie des mädchens schon. Nach der zeit haben sie es akzeptiert. Bis jetzt sind die beiden glücklich und zufrieden verheiratet.

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mamiej eins solltest du wissen das sind nicht die Anforderung von ihre Freund sondern das wird uns von Gott aus vorgeschrieben wie wir leben müssen und wir als Moslems sollten uns daran halten ich finde der Freund hat das richtige gemacht er hat von Anfang an gesagt wie sie als Moslem leben musst

bebeque wenn du meinst du opferst dich in dem du betest und fastest dann hat das kein sinn das alles zu machen aber leider musst ich dir auch sagen das es niemals mit deine Freund klappen würde solange du deine Einstellung nicht änders

danke für deine Antwort aber ich versteh nicht, warum Aleviten gleich als "Atheisten" oder glaubenslose abgestempelt werden. So wie aus deinen Zeilen herauszuziehen. Die gleichen Sätze was ich auch Azareli oben geschrieben habe, gelten auch für dich. Ich hab nichts dagegen, zu beten usw. Ich mach das doch auch, aber eben nicht auf die Art wie es Sunniten machen. Ich trenne diese Menschen nicht. Ich bete für mich, wenn ich sitze, wenn ich liege, wenn ich laufe, Gott ist immer in meinen Gedanken.

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@bebeque

Ich denke du bringst da was durcheinander : Wir reden hier vom Islam ! ! ! Nicht du wählst die Position, den Ort oder die Zeit zum Gebet sondern Allah hat uns diese vorgegeben ! ! ! In der Art wie du Allah gedenkst besteht kein Unterschied im Gedenken an deinen Freund oder etwas anderes, was dir lieb und teuer ist ! ! !

Ich würde dir aus Erfahrung im Bekanntenkreis empfehlen von deinem Freund Abstand zu nehmen (oder er zu dir), da diese "Konstelation" niemals einen guten Verlauf nehmen kann ! ! ! Was machst wenn es mit der "Liebe" nicht mehr so gut läuft ? Worauf gründet dann euer Zusammensein ??? Lass es lieber ! Besser er sucht sich eine Frau, die eher zu Ihm passt und du jemanden, der eher zu dir passt! ! !

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Ihr Freund stellt Forderungen an sie. Er will sie ändern. Da ist es erst mal völlig egal, ob er das religiös begründet oder nicht. Gott selbst sagt im Koran: Es gibt keinen Zwang im Glauben. Wenn es ihm so wichtig ist, dass er eine 100% praktizierende Muslima heiratet, dann soll er sich eine solche suchen und nicht seine Freundin so hinbiegen, wie er sie haben will.

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@mamiej

Danke!!! Eine/r die/der mich versteht!

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Konfessionen, Gruppierungen und Sekten gibt es in jeder Religion. So weit ich weiss, sind die Aleviten so eine Art Freidenker, etwas mystisch veranlagt und nicht so fanatisch. Daher sind sie oft toleranter. - Liebe sollte nicht blind machen, du solltest wissen, wie viele strenggläubige Moslems mit Frauen umgehen.

Aleviten werden vom sunnitischen Islam nicht als Muslime angesehen, aufgrund ihrer Glaubensüberzeugung, die dem Koran und der Sunna widersprechen. Der Islam klassifizert Aleviten nicht als Abtrünnlinge, da nur ein jemand Abtrünling sein kann, der zuvor Muslim war. Dies erklärt warum aufrichtige Muslime sich in bezug auf die Ehe mit Aleviten kalt verhalten. Da ein aufrichtiger Muslim sich im Rahmen des Helal Haram Maßstabs verhaltet, welches nur nach gründlicher Untersuchung eines Wissenschaftlers erfolgen kann, darf ein Muslim auch kein Kompromiss eingehen.

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