Fließt der Strom in der Batterie vom Minus- zum Pluspol oder vom Plus- zum Minuspol?

7 Antworten

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Technisch hat man sich auf Plus zu Minus geeinig. In Wahrheit fliessen die Elektronen von Minus zu Plus.

Ähmmm - das kapier ich nicht ganz, wieso... Weißt du da mehr dazu?

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@Michel76

*Das Bewegen der Elektronen vom Minuspol (Elektronenüberschuss) zum Pluspol (Elektronenmagel) bezeichnet man als Elektronenflussrichtung oder physikalische Stromrichtung.

Die früher angenommene Stromrichtung vom Plus- zum Minuspol wird heute als technische Stromrichtung bezeichnet.*

.

Es gibt da auch irgend so eine Eselsbrücke mit Hand und Daumen. Ich habe die aber nie ganz verstanden. ;) Aber wenn du die verstehst, kannst du das den Kindern ganz gut erklären. Einfach mal mit Daumen und elektronenflussrichtung* googlen..

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@Michel76

Aaah, o.k. - danke für´s Recherchieren! Hätte auch selber auf googeln kommen können... ;-)

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@tidlidl

Ich hoffe, euch allen hier ist schon klar, dass es um die Stromrichtung im Inneren der Batterie geht, oder? Daher sind mal alle Argumente hier falsch.

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@lks72

Hmmm - das kapier ich wieder nicht ganz. Fließt denn auch Strom, OHNE dass eine Batterie angeschlossen ist??? Bisher dachte ich, der Strom (bzw. die Ladungsträger) fließt raus zum einen Pol, durch die Drähte + Geräte und dann beim anderen Pol wieder rein...

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Korrekt !

Klingt zwar komisch, ist aber so.

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Es ist vom Plus zum Minus (wird auf jeden Fall in der Elektrotechnik so angewandt) ist aber in Wirklichkeit (physikalisch gesehen) genau umgekehrt. Aus welchen Gründen auch immer ;-)

Grundsätzlich fließt der Strom im Verbraucher in Richtung des elektrischen Feldes, also von +Q in Richtung -Q. Bei dieser Definition ist vorausgesetzt, dass positive Ladungsträger für den Strom verantwortlich sind. Diese gibt es in Flüssigkeiten als pos. geladenen Ionen. Die negativen Ionen fließen dagegen von -Q nach +Q, also entgegengesetzt zum elektrischen Feld. Da die Ladung negativ und ihre Bewegungsrichtung ebenfalls negativ ist (die Richtung hat sich ja umgekehrt), ist der Strom wegen (-1)*(-1)=1 aber positiv. Das und nur das ist die Definition des elektrischen Stroms!!! In leitfähigen metallenen Materialien z.B. in einem Draht, kommen nur Elektronen vor, die negativ geladen sind. Sie wandern daher entgegengesetzt zum elektrischen Feld vom -Pol zum +Pol, ihr Strom ist aber positiv. Es gibt daher im Prinzip keinen Sinn, eine Stromrichtung technisch oder physikalisch festzulegen. Man muss fragen, welche Polarität haben die bewegungsfähigen Teilchen, um so ihre Fließrichtung zu bestimmen.

Von einer Batterie oder einem Generator wird elektrische Energie an den Verbraucher geliefert. In ihnen werden durch äußere Kräfte (z.B. chem. Kräfte) die Elektronen vom Pluspol zum Minuspol und die pos. Ladungsträgter vom Minuspol zum Pluspol bewegt. In der Quelle ist also der Strom negativ.

Gibt man dem Strom im Verbraucher einen Strompfeil in Bewegungsrichtung der Teilchen, gilt die Bewegungsrichtung auch in der Quelle. Das bedeutet: Der Stromkreis ist immer geschlossen!

Betrachtet man die Leistung P=UI, gilt für den Verbraucher IVerb=I und für die Quelle IQuelle=-I. Daher ist die Leistung des Verbrauchers PVerb=UI und für die Quelle PQuelle = U(-I)=-UI

Die Quelle liefert also Leistung, die vom Verbraucher aufgenommen wird.

dieterge

Hmmm - vielen Dank für die Mühe, so viel hier zu antworten! So viel Zeit nimmt sich nicht jeder...!

Aber ich arbeite im Kindergarten - wie erkläre ich das jetzt meinen Vorschul-Kids, wie das ist mit dem Strom??? (= Kann man´s irgendwie ganz einfach, und trotzdem richtig sagen??? Denn das, was man als erstes hört, prägt sich ziemlich ein - da möchte ich keine Verwirrung für später "säen"...) ;-)

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@tidlidl

Kindern und allen anderen Nicht-Elektrikern sollte man als erstes einen Strom ganz allgemein als eine Vielzahl fließender Teilchen erklären. Das trifft auf jeden Strom zu. Beim elektrischen Strom muss man sich die Mühe machen, zunächst zu erklären, dass positive, bewegliche Teilchen von einem positiven Pol abgestoßen und von einem negativen Pol angezogen werden. Dann kommt man auf den Draht zu sprechen, der als Metall eben nur negative Telchen, die Elektronen, als bewegliche Teilchen zur Verfügung stellt. Die werden vom +Pol angezogen und vom -Pol abestoßen. Daher wandern sie im Draht und bilden den elektrischen Strom. Sind die Kids alt genug, kann man das auf Wasser ausdehnen, in dem sich pos. und neg. Ionen als bewegliche Ladungsträger befinden, die entsprechend von den Polen abgestoßen und angezogen werden. Auf keinen, aber auch auf gar keinen Fall, sollte man von technischer und/oder physikalischer Stromrichtung reden. Das ist Blödsinn! Die Stromrichtung habe ich soeben erklärt. Der Strom ist per Definition die Bewegung von pos. geladenen beweglichen Teilchen (sie bewegen sich im elektrischen Feld in Richtung des Feldes) und neg. geladenen Teilchen (sie bewegen sich entgegtegesetzt zum Feld). Beide Teilchenarten zusammen bilden den elektrischen Strom. Das verstehen aber die Kids sicher noch nicht. Viel Spaß und Glück beim Erziehen. Gruß dieterge

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Man kann es sehen wie man wie Technisch fließen sie von Plus zu Minus. Physikalisch genau umgekehrt

Bei einer Elektronenröhre wird die Kathode geheizt, damit sie Elektronen emittieren kann und die werden dann von der Anode, die positives Potential hat aufgefangen, also fließen die Elektronen, der Strom von minus nach plus. Minus ist, wie schon erwähnt, Elektronenüberangebot!