falscher Fünfziger

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Glaubt man den Österreichern, soll diese Redewendung, die auch einen unaufrichtigen Menschen bezeichnet, ihren Ursprung im Jahr 1934 haben, als in Österreich ein 50-Groschen-Stück geprägt wurde, dessen Adlerseite exakt dem Schillingstück entsprach. Auch die Größe war von so frappierender Ähnlichkeit, dass es, besonders im schummrigen Licht der Wirtshäuser, häufig zu Verwechslungen zwischen Schilling und dem Groschen (Spitzname "Nachtschilling") kam.

Falscher Fuffziger...nennen wir landläufig einen Blender, dem wir nicht über den Weg trauen, einen scheinheiligen, unaufrichtigen Lügner. Viele meinen zu wissen, daß der Begriff darauf zurückginge, daß der Fünfzigmarkschein einst der am häufigsten gefälschte gewesen sei - dem ist mitnichten so. Vielmehr ging es ursprünglich um den »Nachtschilling«, eine österreichische 50-Groschen-Münze aus dem Jahre 1934, deren Adlerseite exakt dem Schillingstück entsprach und die deshalb bei schummrigem Licht leicht verwechselt wurde - statt dem Schilling bekam man nur einen »falschen Fuffziger«. Aber auch diverse andere Münzen, die noch zur Kaiserzeit aus Silber oder anderen Edelmetallen bestanden hatten, wurden später aus billigen Legierungen geprägt und bald so massiv gefälscht, daß viele Händler sie erst gar nicht zur Bezahlung annahmen.

http://etymologie.tantalosz.de/f.php

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