Emanzipiert oder einfach nur vulgär?

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10 Antworten

Emanzipation beinhaltet "Gleichberechtigung" - also bezogen auf Mann und Frau die Vergabe gleicher Rechte für alle, z.B. bezüglich gleicher Bezahlung für gleiche Arbeit, gleiche Chancen in allen Bereichen für Mann und Frau etc.

Man könnte den Begriff Emanzipation nun auch auf schlechtes Benehmen, Indiskretion oder öffentliche Zurschaustellung primitiver Bedürfnisse von Männern erweitern - das würde dann bedeuten: "Wenn ein Mann das "darf", darf eine Frau das auch."

Aber ist Emanzipation so gemeint, das sich also ALLE daneben benehmen dürfen, wenn dies bei einigen geduldet wird? Ich denke, bei Emanzipation geht es doch eher um gleiche Rechte und Chancen im positiven Sinn - als um das gleiche Recht, sich peinlich und daneben zu benehmen, sich zum Kasper zu machen. Dies ist ja auch bei Männern schon keinesfalls erwünscht, sie tun es einfach.

Mit Emanzipation hat Das Verhalten Deiner Freundin nichts zu tun. Auch Männer, die sich so benehmen, haben gesellschaftlich keine Vorteile, im Gegenteil, sie fallen negativ und unangenehm auf und müssen mit Konsequenzen rechnen.

Es gibt bei manchen Menschen heute eine Tendenz, altbewährte "Tabus", allgemein verinnerlichte Benimm-Regeln zu brechen und sich öffentlich gegen diese "gesellschaftlichen Gebote" zu richten, indem man sich hier demonstrativ gegenteilig verhält.

Oft findet hier aber unterbewusst eine "Verschiebung des Kampfschauplatzes" statt - denn die eigentliche Unzufriedenheit liegt oft ganz woanders... und wird nur an gesellschaftlichen Normen ausgetobt, weil womöglich an die eigentlichen Knackpunkte, die im eigenen Innern liegen, viel schwerer heranzukommen ist bzw. einem hier die Eigenarbeit nicht angenehm wäre.

Es ist oft leichter, in der Öffentlichkeit die Sau rauszulassen und grob gegen Verhaltenscodexe zu verstoßen, als sich mit den wahren persönlichen Problemen auseinander zu setzen. Insbesondere junge Männer nutzen dieses Ventil verhältnismäßig oft und wundern sich dann, wenn sie mit ihrem Verhalten auf das andere Geschlecht abstoßend wirken.

Dass eine Frau dieses Verhalten ebenfalls zeigt, ist sicher nicht die Lösung für ihre inneren Konflikte - und beschert ihr womöglich noch neue mit der Umgebung dazu. Mit Emanzipation hat das nichts zu tun.

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Erstmal, wie redet deine Freundin denn sonst so? Ist sie allgemein vulgärer oder nur bei diesem Thema? Es kommt glaube ich immer darauf an, wie in der Familie über das Thema gesprochen wird, frei und offen, oder gar nicht, und mit welchen Worten. Vielleicht kennt sie bei dem Thema halt keine andere Wortwahl, vielleicht wollte sie es so etwas lustiger gestalten. Am besten redest du da mit ihr mal drüber, und sagst ihr, dass du das Thema nicht so spannend findest, und wenn sie mit dir trotzdem darüber reden will, dass sie sich anders ausdrücken könnte. Wahrscheinlich wird sie dann sowieso erschrecken und gar nicht mehr mit dir darüber reden :). Ich glaub das hat eigentlich gar nichts mit emanzipiert oder vulgär zu tun...

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Kommentar von Schneebeere
02.04.2012, 13:41

Würde ich ein solches Verhalten von ihr kennen, hätte es mich weniger schockiert. Ihre Familie habe ich eigentlich als freundlich und verhalten kennengelernt. Und ein Mangel an Begriffen kann ich bei ihr ausschließen - eigentlich. Wenn sie (was ich nicht hoffe) das Thema wieder aufgreift, werde ich daran denken. Danke

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Kommentar von rosehip
02.04.2012, 13:53

Doch. "vulgär" scheint da schon zu treffen...

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Liebe Schneebeere,

die erste Frage, die ich mir an Deiner Stelle stellen würde ist: Habe ich ein Problem mir ihrer Ausdrucksweise oder meiner Reaktion/ meinen Empfindungen darauf?

Wenn es um die "gesellschaftliche Etikette" geht - ein fließender Begriff, der sich sowieso immer wandelt (man male sich mal aus, ein 14-Jähriger hätte in den 50ern in Anweisenheit Erwachsener laut "Geil!!" gerufen) - dann wäre meine Frage: Würde Deine Freundin sich auch in der "Öffentlichkeit" so äußern? Gelten diese Etiketteregeln auch unter besten Freund(in)en? Oder darf man da legerer sein?

Grundsätzlich ist meine Meinung, dass man alles sagen darf, so lange man den/die Andere(n) nicht verletzt oder beschämt. Allerdings ist es auch am Anderen, deutlich zu machen, wo die persönliche Schamgrenze liegt.

Insofern - wie im richtigen Leben - alles eine Frage der vertrauensvollen Kommunikation.

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emanzipation hat wohl rein gar nicht mit vulgär sein zu tun. deine ansicht zum thema sittenverfall teile ich.. ich mein: irgendwo ist die grenze und die ist normal da wo die ordinär-vulgäre wortwahl eines menschen einfach ekelerregend und eine beleidigung für die ohren von halbwegs anständigen leuten ist..(auch wenn es die beste freundin ist, sry)

ich meine, es ist ja ok über solche themen zu reden, aber man sollte seine worte zumindest so wählen, dass andere sie wiederholen können ohne sich zu schämen. und für gewöhnlich tut man das ja auch.. aber manchmal ist es einfach "befreiend" zu reden ohne sich ein blatt vor den mund zu halten^^

klingt vllt komisch ist aber meine meinung, vlg Jiska

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Hallo Schneebeere, leider hast du nicht geschrieben, was sie gesagt hat und wo. wart ihr unter euch? Hat sie es im Cafe herumgeschrieen?

Über seine verdauung mit seiner besten freundin zu sprechen ist ok, denn dafür muss man sich nicht genieren. Auch über seine Se xualität kann man sich unterhalten.

Aber wenn es für dich in einem Wortlaut ist, den du nicht gut findest, solltest du dich nicht genieren und ihr das sagen.

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Kommentar von Schneebeere
02.04.2012, 13:37

Ich muss zugeben, dass ich in dem Moment einfach nur zu perplex war, um ihr überhaupt was zu sagen. Geschehen ist das alles in einer Bibliothek. Naja, soviel Privatsphäre hat man da auch nun wieder nicht.

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Emanzipiert zu sein, heißt ja nicht gleichzeitig vulgär zu sein. Über seine Toilettengewohnheiten zu berichten, noch dazu in Vulgärsprache ist in meinen Augen absolut unterste Schublade und hat mit Emanzipation rein gar nichts zu tun. Das ist einfach nur primitiv! Diese Frau hat keinen Anstand!

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Die Emanzipation ist eine Lüge ...................

Es gibt so viele Beispiel wo das nicht stimmt. Und das schlimme ist heute das Männer noch schlechter dran sind als Frauen. Und die folgen sind das es immer weniger Kinder in Deutschland gibt. Dank der tollen Emanzipation Frauen sollten einen Lehrgang bekommen was Emanzipation ist. Manche verstehen Emanzipation so der Mann soll arbeiten sie sitzt faul rum und wenn sie sich trennen und Kinder da sind kassiert man Unterhalt und sucht sich den nächsten mit dem man das ab zieht ..................

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Hinter der menschlichen Fasade sieht eben alles anders aus, sogar bei den Weiblichen. Dir ist eben so ein Blick hinter die Fasade deiner Freundin gelungen und jetzt bist du geschockt.

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Das hat mit Emanzipation nichts zu tun. das ist einfach nur vulgär. Männer mit guter Kinderstube machen das übrigens auch nicht.

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stil kann man nicht kaufen.ist alles erziehung und hat NICHTS mit emanzipation zu tun.

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