Elektroproblem mit dem FI-Schalter

6 Antworten

Hallo,

kurz und bündig und zum Dick hinter die Ohren schreiben: KLEMME NIE DEN SCHUTZLEITER EINES GERÄTS AB, WENN DER FI SOWIESO SCHON AUSLÖST!

Der FI ist nicht zum Spaß da sondern schützt vor gefährlichen Berührungsspannungen bei Körperschlüssen. So wie Du hier an der Elektrik rumfummelst gebe ich Dir, zum Wohle Deiner und der Gesundheit anderer Mitbewohner den guten Rat, einen Fachmann hinzuzuziehen!

Der FI löst aus, wenn:

  1. Ein Gerät, welches ein Metallgehäuse hat oder über seine Medien Spannung nach aussen führen kann (z.B. Wasserkocher, Kaffeemaschine, Boiler, Dunstabzugshaube, E-Herd, Toaster...), eine gefährliche Berührungsspannung auf einem Metallteil hat (z..B. defekte Heizung)

oder

  1. Wenn in einem durchgeschleiften Stromkreis (Phase / N / PE), der beispielsweise von Steckdose zu Steckdose geht, eine lockere Neutralleiterklemme sitzt. Dann baut sich eine Spannung an der defekten Kontaktstelle auf, die zu einer Spannungserhöhung des N- Potentials führt und Dir, quasi in umgekehrter Richtung, den FI rausschmeist! Das Problem tritt ab einem bestimmten Strom hinter der defekten Klemmstelle auf; unabhängig davon, ob er von schutzisolierten oder geerdeten Geräten gezogen wird.

oder

  1. Ein Gerät, welches einen PE hat, hat eine elektrisch leitende Verbindung zwischen N und PE. Das könnte theoretisch auch bei einer nassen Steckdose der Fall sein.

Klemme alles wieder so an wie es war und wie es gehört und dann stecke erst mal alle Geräte mit Schutzleiter aus. Dann Stück für Stück wieder einstecken und beobachten, wann der FI rausfliegt. Solltest Du Boiler haben kann aber hier auch der Aufheizstrom über den N dafür sorgen, dass der FI fliegt. Das findet man aber durch systematisches Stecken der Stecker raus. War es kein FI- Problem dann kann es an einem schadhaften N liegen. Hier kannst Du mit einem Gerät, welches idealerweise etwas mehr Leistung zieht (z.B. Staubsauger) relativ einfach die Stelle finden, ab wo der FI fliegt... vorausgesetzt, Du kennst den Leitungsweg. Ansonsten kannst Du nur Steckdosen / Verteilerdosen aufmachen und suchen...

Viel Erfolg!

FALSCH

die zu einer Spannungserhöhung des N- Potentials führt 

Dadurch wird kein Fehlerstrom verursacht! Einem Fehlerstromschutzschalter sind die Potentiale im überwachten Stromkreis völlig egal.

Von Bedeutung ist einzig, dass der Strom der über die Außenleiter in die Anlage fließt dem Strom im Neutralleiter (unter berücksichtung der Phasenlagen) genau entspricht.

Dem RCD ist es völlig egal ob Strom durch Fehlerstrom fehlt oder aus einem fremden Neutralleiter (durch Schaltfehler) Strom eingespeist wird, wenn die Summe nicht stimmt löst er aus.

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1.Wenn in einem durchgeschleiften Stromkreis (Phase / N / PE), der beispielsweise von Steckdose zu Steckdose geht, eine lockere Neutralleiterklemme sitzt. Dann baut sich eine Spannung an der defekten Kontaktstelle auf, die zu einer Spannungserhöhung des N- Potentials führt

bis dahin noch richtig, aber der FI merkt davon nichts... Der vergleicht über den Summenstromwandler den Stromfluß in die Anlage und den zurückfliessenden. Wenn hier die Differenz nciht stimmt, löst er aus. Das hat nichts mit einer Spannungserhöhung des N zu tun. Dann wird eben der Widerstand der "Leitung" höher und das wars, wenn es nicht brennt...

und Dir, quasi in umgekehrter Richtung, den FI rausschmeist! Das Problem tritt ab einem bestimmten Strom hinter der defekten Klemmstelle auf; unabhängig davon, ob er von schutzisolierten oder geerdeten Geräten gezogen wird.

Da der FI nur über die Stromdifferenz arbeitet, also quasi indirekt den Ableitstrom und nichts anders überwacht, eine schöne Theorie, die aber falsch ist. siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstromschutzschalter#Funktionsprinzip

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Mögliche Ursache ist eine Kombination aus bereits bestehenden Ableitströmen und ein zusätzliches Problem beim Dunstabzug (z. B. durch fehlerhafte Störschutzkondensatoren)

Dem Fehlerstromschutzschalter ist es völlig egal, wo es zum Fehlerstrom in den überwachten Stromkreisen kommt, dass kann sowohl der Außenleiter (im Volksmund Phase) als auch der Neutralleiter sein.

Sehr oft ist es auch nicht ein einzelnes Gerät alleine, das allen Fehlerstrom verursacht, es kann durchaus sein, dass in den jetzt als Fehlerquelle ausgeschlossenen Stromkreisen ein fehlerhaftes Gerät versteckt ist (in ganz seltenen Fällen kann die Installation als solche auch Verursacher sein) und damit eine Vorbelastung am Schutzschalter verursacht, die aber noch nicht zur Auslösung führt.

Aus meiner Sicht die vernünftigste Lösung: Einen Elektriker beauftragen, der die Anlage prüft und den offensichtlichen Haupverursacher (die Dunstabzughaube) repariert.

für mich klingt das nach einer potenziellen verbindung zwischen PE und n. das muss nicht mal in der Küche liegen. was ich dir empfehlen würde, wäre die dunsthaube mal komplett aus der steckdose zu ziehen, wenn es dann besser wird, war die verbindung dort. wenn nicht, war sie wo anders.

lg, Anna

PS: das abklemmen des PE an der Dunsthaube war was für lebensmüde. mach so was bitte nie wieder.... wenn nämlich die haube wirklich verantworltlich ist, für das auslösen des FI, dann ist davon auszugehen, dass sie unter strom steht, wenn der PE ab ist.

Du solltest hier einen Elektriker kommen lassen. Vermutlich ist in irgendeiner Steckdose ein kabel defekt oder unsauber angeklemmt. Aber auch ein Kabelbruch kann die Ursache sein.

Mögliche Spätfolgen bei nicht beheben des Fehlers kann ein Schmorbrand sein. Dieser kann sich unter Umständen zu einem Großbrand ausbreiten. Also bitte nicht auf die Lange bank schieben. Noch ist der Schaden gering und leicht zu beheben.

wenn ich den Schutzleiter abtrenne funktioniert alles

Du weist, was Du da getan hast!! Aus meiner Sicht bist Du lebensmüde

Klemme ich bei abgeschalteter Sicherung und genulltem Stromkreis den Schutzleiter der Haube wieder an, löst trotzdem der FI-Schalter aus

Der Klassiker, eine Verbindung zwischen N und PE...

Mein Rat: Gehe zum Fachmann

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