Einstellen des Abstands zwischen Saiten und Gitarrenhals?

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5 Antworten

Hmmm. Der Aufwand, die Gitarre in eine spieltauglichen Zustand zu bringen, dürfte den Neupreis übersteigen. Unter anderem die Einstellarbeiten sind das, was eine ordentliche Gitarre von einer Billig-Gitarre unterscheidet. Das kostet Zeit (damit Geld) und braucht vor allem Know-How, also Fachpersonal mit Erfahrung. Das ist typischerweise in den Werken, in denen diese Instrumente hergestellt werden, Mangelware.

Sei's drum. Ohne genauere Kenntnis Deine Instruments ist es sehr schlecht zu sagen, was eigentlich los ist.

Das kann beginnen mit falsch angebautem Hals. Das vergessen wir gleich wieder, da irreparabel (nein, natürlich ist das meist reparabel, kostet aber mittlere dreistellige Beträge).

Fangen wir oben an: Sattelkerben. Das wurde ja schon gemutmaßt. Die wirken sich aber auch schon beim ersten Bund aus. Barrées werden oben so ziemlich mühsam. Mit Fschwissen selbst zu regeln. Aber man braucht dazu das richtige Werkzeug. Und as ist auch wieder teurer als die ganze Gitarre. Der Gitarrenbauer braucht allerdings für kleine Erste-Hilfe Maßnahmen an dieser Stelle nur ein paar Minuten.

Dann kann es die Halskrümmung sein.Du kannst mal drüber peilen. Ist er zu krumm, kann man durch den Halsstab etwas einstellen. Westerngitarren haben eigentlich alle einen. Manchmal durch den Korpus zugänglich, bei manchen ist oben am Kopf eine Abdeckung aufgeschraubt. Bei der Axmann müsste der Stab durch den Korpus zugänglich sein, da keine Abdeckung vorhanden scheint. Werkzeug gehört bei jeder Westerngitarre eigentlich zum Lieferumfang. Eigene Versuche sind mit viel Vorsicht möglich. Ein guter Halsstab lässt sich ohne fürchterlich viel Kraft einstellen. Die Halseinstellung ersetzt aber NICHT die korrekte Sattelkerbung und die korrekte Steghöhe (nächster Absatz). Immer nur max. 1/4 Umdrehung des Werkzeugs, dann abwarten. eine Stunde, besser etwas länger. Wenn der Hals zu stark nach vorne gekrümmt ist, resultiert das natürlich auch in zu hoher Saitenlage, etwa ab dem 4./5. Bund.

Drittens kann natürlich der Steg zu hoch sein. Dann alle Seiten 'runter, Stegeinlage 'raus und plan abschleifen. Das geht von Hand mit feinem Schmirgelpaphier, das auf einem Brett aufgebracht ist. Dabei darf aber die Unterseite der Stegeinlage nicht verkanten, sonst leidet die Übertragung der Schwingungen auf den Korpus und auf den Tonabnehmer, sofern vorhanden).

Insgesamt wird aber nur jemand mit viel Erfahrung das Zusammenwirken der verschiedenen möglichen Gründe für die schlechte Bespielbarkeit erkennen können.

Und letztlich: Besser hättest Du ein ein paar Euros mehr ausgegeben. Du hättest dann ein Instrument, das diesen Begriff verdient, Dich motiviert und keinen Ärger macht.

Hier gibt es Infos vom Profi, z. B. auch, wie man die Halskrümmung prüft.: http://www.lakewood.de/de/tip3.php

Du wilderst! ;-)

Dem ganzen ist kaum etwas hinzuzufügen DH

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@peterprunken

Nein, ich wildere nicht. Ich bediene mich natürlich vorkommender Ressourcen. Und wo der Martin Seeliger Recht hat, hat er halt Recht :-) .

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@Mediachaos

Es ist wirklich furchtbar, aber immer wenn ich Deine Beiträge lese bin ich deprimiert :)))

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Vielen Dank euch Allen, die Ihr die Zeit investiert habt mein Problem durchzuanalysieren. Ich dachte mir schon, dass es da keine einfachen Lösungen gibt. Ich glaube, ich werde den Steg etwas abschleifen. Der Hals sieht eigentlich ganz gut aus.

Mir ist natürlich klar, dass eine bessere Gitarre mehr Möglichkeiten zur Einstellung gibt und das man Gitarren im Fachhandel kaufen sollte. Meine nächste Gitarre wird auf jeden Fall dort gekauft, wo ich sie ausprobieren kann.

Generell würde ich diesen 80 Euro Einsteigermodelle aber durchaus eine Existenzberechtigung zusprechen - wenn jemand Interesse an Gitarren entwickelt wird einfach nur mal ausprobieren will, ob Ihm das Spielen liegt wird wohl eher mit so einem Modell zum musizieren kommen als wenn ein paar Hundert Euro investiert werden müssten. Keiner wird wohl ein Spitzenprodukt für den Preis erwarten.

So war es bei mir zumindest. Und letztendlich wollen wir doch alle, dass möglichst viele Menschen zum spielen kommen...

Übrigens hat mir die Epiphone EJ-200 und eine Taylor gut gefallen. Gibt zu diesen Alternativen irgendwelche Tipps/Meinungen?

Gruss,

Du kannst einen Sattel benutzen der nicht so dick ist. Dass sollte schon ein wenig helfen. Anders sehe ich da aber nicht so gute Chancen, wegen so etwas probiert man die Gitarre vorher aus und vermeidet solche Ärgernisse. Ich hoffe trotzdem das mit dem Sattel ein wenig Abhilfe getan ist,

LG

Natürlich gibt's da diverse Möglichkeiten. Fast alle Gitarren, die man im Laden kauft, müssen erst mal richtig eingestellt werden. Regelmäßig ist z.B. der Sattel zu wenig eingekerbt, so daß die Saiten schon im ersten Bund zu hoch sind, was dann mit zunehmenden Bünden nicht besser wird.

Die Frage ist auch, was Du genau für eine Gitarre hast. Bei einer E-Gitarre läßt sich die Saitenhöhe auch an der Brücke regulieren. Wichtig ist zudem, daß der der Halsspannstab korrekt eingestellt ist.

Ich mache solche Einstellungen inzwischen lieber selber, als daß ich da einen Gitarrenbauer ranlasse. Aber in Deinem Fall ist es wohl sinnvoll, einen Gitarrenbauer zu beauftragen.

Tja, meine Gitarre ist eine Western-Akkustic Gitarre von Axman (bei Lidl gekauft....). Einen Halspannstab habe ich noch nicht gefunden; ich Google das aber gerade... Wie gesagt: Einsteigerstück.

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@jwehmeyer

Axmann [...] Lidl

Oh. Na dann hoffe ich mal, daß sie wenigstens einen guten Heizwert erzielt. ;-))

(Sorry, konnt ich mir nicht verkneifen.)

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Wo zugelegt. Vermutlich im Versandhandel, Ebay, Thomann und Konsorten. Genau deswegen kauft man eine Gitarre im Musikladen. Dort hättest Du sie vorher angespielt und Dir genau die Probleme erspart, weil gleich gemerkt, das die für Dich nicht die Richtige ist. Jetzt mußt Du trotzdem in den Laden um den Sattel richten zu lassen, warum also nicht gleich dorthin. Also, draus lernen und vorher in die Hand nehmen.

"bei Lidl gekauft....)" Habe ich's nicht geahnt :(

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