Eine mir nahestehende Person wurde in meinem Traum erschossen (Bedeutung)?

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3 Antworten

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Nachts verarbeitet das Gehirn Informationen, Wahrnehmungen und Eindrücke, die es tagsüber gesammelt hat, indem es sie neu verknüpft, ordnet, sortiert, löscht etc., damit das Gehirn am nächsten Tag gut arbeiten kann. Nimmt die Wahrnehmung an dieser Aufräumaktion (nach innen) teil, sieht sie diese Verarbeitung in Form von Traumbildern. Damit sind Träume nur vergangenheits- und verarbeitungsbezogen interpretierbar.

Häufig spielt auch die Phantasie mit, weil auch das entsprechendes Areal im Gehirn auch nachts im Traum aktiv sein kann. Daneben können sich aufgrund der zufälligen Verknüpfungen der Informationen "komische" Dinge im Traumbild ergeben, z.B. wenn zwei Eindrücke, die nicht zusammen erlebt sind, in der nächtlichen Aufräumaktion gemeinsam aufgeräumt werden.

Du hast schlicht die Informationen und Eindrücke Mann, Frau, Waffe, Haus, Auto, Blut, Kugel etc. verarbeitet, die Verknüpfung zu dieser Story in Deinem Traum sind zufällig und durch die Phantasie bestimmt.

Ich wurde im Traum auch schon einmal erschossen, nachdem ich vor einem Mörder weggerannt bin, der ist mir aber gefolgt, ich wollt ihn mit einem Trick überwältigen, Trick ging im Traum richtig schief, er stand vor mir, drückte zweimal ab, ich spürte (!) beide Einschüsse, bin dann aufgewacht. Bedeutet hat der Traum gar nichts, der Traum ist Jahre her.

Die Träume sind pure Darstellung der Verarbeitung und bedeuten rein gar nichts.

Da hilft nur Erkenntnis

---Wer Erkenntnisse auf diesem Gebiete hat, der weiß, daß typische unterbewußte Seelenvorgänge bei den verschiedensten Menschen sich in die verschiedensten Lebensreminiszenzen einkleiden und daß es nicht auf den Inhalt des Traumes ankommt.

---Man kommt nur darauf, was da eigentlich zugrunde liegt, wenn man sich darin schult, von dem Inhalt des Traumes ganz abzusehen, wenn man sich darin schult, ich möchte sagen, die innere Dramatik des Traumes ins Auge zu fassen: ob der Traum davon ausgeht, in einer gewissen Traumvorstellung zuerst eine Grundlage zu legen, dann eine Spannung zu schaffen und einen Ablauf, oder ob eine andere Folge da ist, ob zuerst eine Spannung und dann eine Auflösung da ist.

---Es bedarf einer großen Vorbereitung, den Ablauf des Traumes in seiner Dramatik, ganz abgesehen von dem Inhalt der Bilder, ins Auge zu fassen. Wer Träume verstehen will, muß in der Lage sein, etwas auszuführen gegenüber dem Traume, das gleich käme dem, wenn man ein Drama vor sich hat und sich für die Bilder nur insoferne interessiert, als man dahinter den Dichter ins Auge faßt, in dem, was er auf- und abwogend erlebt.

---Erst wenn man aufhört, den Traum durch eine abstrakte symbolische Ausdeutung der Bilderwelt ergreifen zu wollen, erst wenn man in die Lage kommt, sich einzuleben in die innere Dramatik des Traumes, in den inneren Zusammenhang, abgesehen von der Symbolik, von dem Inhalte der Bilder, erst dann merkt man, in welchem Verhältnisse die Seele zu dem steht, was geistige Umwelt ist. Denn diese kann nicht durch die Traumbilder gesehen werden, in die derjenige, der kein imaginatives Schauen hat, durch die abnormen Verhältnisse des Schlafes das Wirkliche kleidet, sondern nur durch das imaginative Bewußtsein.

---Was sich abspielt jenseits der Traumbilder als Traumdramatik, das ist nur durch das imaginative Bewußtsein zu erkennen.
(Steiner: GA 73 Seite 187f)

Gar keine. Träume haben für die Realität keine Bedeutung, lediglich für dein Gehirn. Es verarbeitet Informationen. Ein Schlafforscher, dem ich mal zugehört habe, sagte Träume sind fürs Gehirn in etwas dasselbe wie die Defragmentierung für die Computerfestplatte.

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