Eigenschaften von Salzen (Chemie GFS)?

3 Antworten

Moin,

wie wär's mit:

»Kältemischung oder Taschenwärmer!? - Das unterschiedliche Lösungsverhalten von verschiedenen Salzen«

und dann kannst du dich in deiner Arbeit mit Gitterenergien, Hydratationsenergien, Solvatationsenergien und Entropie beschäftigen und dies anhand geeigneter Beispiel erläutern...
Nebenbei kannst du auch noch auf die generelle Löslichkeit von Salzen eingehen und - wenn noch Zeit ist - Fällungsreaktionen und Ionennachweise einbauen.

Wenn das zu kompliziert ist, wie wäre es dann mit:

»Fest, spröde und hohe Schmelz- und Siedetemperaturen - Warum haben Salze diese Kombination von Eigenschaften?«

LG von der Waterkant

Salze sind Verbindungen, welche aus Anionen und Kationen bestehen.

Hierbei gibt meistens ein Metall Elektronen ab und ein Nichtmetall nimmt dieses auf, weswegen der Elektronendonator, das Metall, als Kation vorliegt, also positiv geladen, da dieses im Gegensatz zu seiner anfänglichen Ladung ein negativ geladenes Elektron abgibt, weswegen die Ladung der Protonen im Kern überwiegt und der positive Charakter durchdringt.

Der Elektronenakzeptor, das Nichtmetall, liegt hierbei als Anion vor, da es ein Elektron, welches negativ geladen ist, aufnimmt und daher hat es im Gegensatz zum vorherigen Zustand ein Elektron mehr, weswegen der negative Charakter überwiegt und somit ist das Ion negativ geladen.

Da hierbei Elektronen übertragen werden, haben wir hier eine Redoxreaktion, wobei das Nichtmetall reduziert und das Metall oxidiert wird.

Das Ganze kann man hierbei folgendermaßen in einer Reaktionsgleichung darstellen, wobei ich Magnesiumchlorid als Beispiel genommen habe:

Falls du noch etwas mehr über die Redoxreaktion und die hochgestellten Zahlen wir 2+ oder - wissen möchtest, hätte ich noch einen Beitrag von mir, den ich dazu mal verfasst habe: https://www.gutefrage.net/frage/periodensystem-zahlen#answer-305947953

Ionen bilden zudem Gitterstrukturen aus, wobei unter anderem aufgrund der Coulombkräfte ein starker zusammehalt vorliegt.

Kationen sind im Gitter immer von Anionen umgeben und Anionen sind auch immer von Kationen umgeben, wobei die Gitterstruktur von beispielsweise Natriumchlorid, auch genannt Kochsalz, folgendermaßen aussieht:

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:NaCl-Ionengitter2.png)

Diese Gitterstruktur ist auch verantwortlich für das kristalline Aussehen und die kristallinen Bruchstücke, falls man ein Salz zerschlägt.

Die kristalline Bruchstücke kann man damit erklären, dass durch einen schlag die Anionen und Kationen nebeneinander geschoben werden und sich aufgrund unterschiedlicher Ladungen abstoßen, weswegen ein größeres Bruchstück abgespalten wird.

(Quelle: https://15punkte.com/eigenschaften-von-ionenbindungen-salzen/)

Durch den extrem starken zusammenhalt im Ionengitter, haben Salze auch extrem hohe Siede- und Schmelztemperaturen, da die Ionen stark zusammenhalten und nur schwer durch Wärme zum ändern des Aggregatzustandes gebracht werden können, weswegen auch extrem hohe Temperaturen erforderlich sind.

Sie sind also in der Regel bei Raumtemperatur (25°C = 298,15K) fest.

Salzschmelzen und -lösungen (zum Beispiel in Wasser) leiten den elektrischen Strom.

Der elektrische Strom wird geleitet, da die Anionen zur Anode und die Kationen zur Kathode wandern und dort Elektronen aufnehmen beziehungsweise abgeben, wodurch der Stromfluss aufrechterhalten wird.

Und als Leitfrage kannst du auf Taschenwärmer zurückgreifen, die sollte jeder kennen, da in diesen auch Salze vorkommen (Natriumacetat).

~Johannes

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Metalle und Nichtmetalle

Ionen

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