Die Stimme schlug mir in den Nacken wie ein nasses Handtuch. Was bedeutet diese Metapher?

5 Antworten

Du verstehst es nicht, weil dein Anspruch an gute Literatur höher ist als der Autor dieses sehr bescheidenen Satzes liefern kann.
Aus welchem literarischen Machwerk stammt denn dieser Satz?

Wenn dir jemand ein nasses Handtuch um die Ohren oder in den Nacken haut, ist das sicher unangenehm. Genau so unangenehm klingt dem Schreiber dieses Satzes die Stimme der Person, die ihn anspricht, in den Ohren.

Der Autor benutzt aber einen sehr schlechten Vergleich. Eine Stimme "schlägt" nicht in den Nacken, sondern auf die Ohren. Der Begriff Metapher passt hier nicht.

Naja - ein gekonnter Vergleich sieht für mich anders aus. Das ist schon recht unelegant und eher umgangssprachlich formuliert. (Niveau von Heftchen-Romanen).

Gemeint ist, dass derjenige sehr unangenehm berührt reagiert hat, als er diese Stimme zu hören bekam. Für ihn fühlte es sich ähnlich an, wie ein Schlag, den einem jemand mit einem nassen Handtuch verpasst.

Das ist doch eigentlich sehr gekonnt! Der Vergleich ist doch ganz handgreiflich und auf Anhieb klar verständlich! Und worin siehst Du darin die "Umgangssprache"?

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@schmidtmechau

Eine Stimme "schlägt" nicht, das klingt (in meinen Ohren) einfach unpassend.
Der Autor hat ungekonnt einen körperlichen Eindruck, den er hatte (man kann sich ein 'Zusammenzucken' vorstellen, so als habe er einen Schlag abbekommen) sprachlich unreflektiert wortwörtlich umgesetzt.
"Ihre Stimme durchfuhr mich, als hätte mir jemand mit einem nassen Handtuch in den Nacken geschlagen." - Das würde ich stilistisch gelten lassen.

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-------> Gerade via Google gefunden: Friedrich Ani "Wie Licht schmeckt"! Ani klingt mir wie der Genitiv von anus.

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Die Stimme (also vermutlich irgendeine Aussage) war so stark/ verletzend/ impulsiv, dass die Person extrem erschüttert wurde.

LG

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