Den Aufbau einer elektronischen Schaltung in einer Blackbox analysieren

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4 Antworten

Eine kleine wahre Geschichte:

Ich war im Großrechnerbereich tätig und dabei mal auf ein Jahr im Werk. Das sind so 2 Meter hohe Apparate aus mehreren Rahmen von 1,5m mal 75cm zusammengeschraubt. In den Rahmen befinden sich viele Boards mit bis zu 25 gesteckten Karten pro Board. (Ersatzteilset vwaren 23 große Koffer voller Elektronik, im Kundenbereich kamen immer 3 Taxis mit den Ersatzteilen). So 20 dieser Großrechner standen am Testflor und wurden zum laufen gebracht. So an die 500 Fehler waren in der Seriennummer 005 Maschine an der ich arbeitete. Eines Tages geht eion Mann von Maschine zu Maschine und entnimmt eine Karte die vollgepackt mit Elektronik war. Ich wollte mich wehren, ich sollte ja das Ding zum laufen bringen. Da erklärte er mir: irgend jemand ist darauf gekommen dass alles was diese Karte macht schon von anderen erledigt wird.

Tja wie sollte diese Blackbox nachgebaut werden? Wer weiß was da noch alles unnötige drinnen ist obwohl das Richtige raus kommt.

Das Verhalten nach außen hin kannst du exakt feststellen, wie das intern aber aufgebaut ist nicht. Die meisten Schaltungen kann man in mehreren Aufbauweisen realisieren, z.B. Filter.

Filter ist ein interessantes Stichwort, danke dir!

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jein.. natürlich kannst du die physikalischen eigenschaften der blackbox vollständig bestimmen ....

du kannst aber nicht sagen ob dort nun 1 kondensator oder 100 parrallelgeschaltet drin sind ...

Ok, das klingt plausibel. Aber man könnte es doch so analysieren, dass man eine zweite Blackbox bastelt die sich genauso wie die erste verhält und man keinen Unterschied zwischen den beiden erkennt?!

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@Semno

das geht ja, kann aber sehr sehr zeitaufwändig sein

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Für kleine und einfache Schaltungen mag das gehen. Das nennt man Reverse Engineering.

Aber stell dir vor, man wollte das für einen Microprozessor machen. Die Millionen von Bauteilen wird man wohl nicht durch ausprobieren nachvollziehen können.

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