Definition Religion, was ist das den überhaupt?

18 Antworten

Religion ist vergebliche Mühe! Der Begriff sagt aus, daß es sich um eine ''Rückführung'' handelt. Der religiöse Mensch versucht also durch allerlei vorgegebene Verhaltensweisen, Vorschriften, Taten, Traditionen und Satzungen zurück zu Gott zu kommen. Fühlen sie sich denn verlassen? Die geistliche Realität macht dem einen dicken Strich durch die Rechnung. Die besagt nämlich, daß kein Mensch vor Gott etwas Gutes tut (Römer 3,12). Auch nichts religiöses wenn man das als ''gut'' bezeichnen wollte. Viele Religionen legen besonderen Wert darauf durch ihr Mitwirken ihrer Kirche, ihrer Religion und ihrem Gott nahe zu sein. Doch wie weit werden sie kommen?

Das Evangelium ist kein Geschäft. Wer vor Gott nicht vollständig kapituliert, wird religiös werden! Der Gedanke und der Versuch an und durch ein Mitwirken an der ewigen Erlösung macht sie letztlich zunichte. Die gute Nachricht lautet: Gott kommt zu mir! Wir sind elend und jämmerlich sowie arm, blind und bloß (Offenbarung 3,17) - und Gott kommt zu mir. Das Evangelium Jesu Christi ist genau für solche Menschen. Gott versöhnt sich durch Jesus Christus mit sich selbst (2. Korinther 5,19) und nicht wir versöhnen Gott mit unserer Religiosität! Es gibt nur einen Weg, eine Wahrheit und ein wahres Leben (Johannes 14,6). Eine große Frage habe ich kürzlich gelesen: ''Welche Religion hat Gott''?

Die Antwort lautet: ''Keine Religion hat Gott''! Auf die religiösen Gefühle anderer Menschen Rücksicht zu nehmen mag ein netter Zug sein und eine humanitäre, tolerante und überaus beklatschte ''Selbstverständlichkeit''. Aber es zählt nichts und es ist nicht der Weg in den Himmel. Gott ist nicht tolerant, er ist heilig, ewig und überaus unreligiös. Nicht alle die Gott anrufen und als ihren HERRN bezeichnen, werden in das Himmelreich kommen. Sondern nur diejenigen, die den Willen Gottes tun (Matthäus 7,21). Gottes Wille ist sein Gesetz (Römer 2,13).

Durch das Gesetz wiederum kommt die Erkenntnis der Sünde (Römer 3,21) und Christus ist das Ende und somit die Erfüllung jedes Gesetzes vor Gott (Römer 10,4). Wer nun an Jesus Christus glaubt ist gerechtfertigt - ohne zuschanden zu werden, ohne eigene Leistungen und daher auch ganz ohne Religion (Jesaja 28,16). Das ist Gottes Wille!

Religion kommt vom lateinischen religio und leitet sich laut Cicero vom Verb relegere = wieder lesen, ab. Religio selbst bedeutet Rücksicht (im Sinne von zurück schauen, reflektieren), das Bedenken, Skrupel, frommes Bedenken, religiöser Skrupel, aber auch Gottesdienst, Verehrung, religiöse Handlung, Zeremonie, Religionswesen, Kultus, Heiligtum, Gegenstand frommer Verehrung, Heiligkeit, das Heilige, heilige Verpflichtung, Eid, heiliges Versprechen, Religionsverletzung, Frevel, Fluch, Sünde (Josef M. Stowasser, Der kleine Stowasser, lateinisch-deutsches Schulwörterbuch, München 1980, S. 390, relego II., religio) Du siehst also, das Wort Religion bezieht sich auf den gesamten Bereich des religiösen Denken und Handelns. Es bezieht sich dabei nicht nur auf das Christentum sondern auch auf alle anderen Bekenntnisse, die unter dem Begriff "Religion" zusammengefasst werden. Daher, weil in der Schule nicht nur das Grundwissen über das Christentum sondern auch über andere Glaubensrichtungen (Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus etc) und über Sekten und sektiererische Gruppen vermittelt wird, heißt das Unterrichtsfach Religion und nicht Theologie. Diese beschäftigt sich fast ausschließlich mit dem Christentum und seinen Anfängen, dem Judentum.

Das Wesentliche von Religion ist die Beziehung des Menschen über sich hinaus zu dem Unbekannten, das der Glaube Gott nennt und die Fähigkeit des Menschen, aus allem Greifbaren, Messbaren heraus in diese Urbeziehung hineinzutreten.

Diese persönliche Beziehung des Menschen zu Gott ist eigentlich Inhalt von Religion.

In der Religion geht es nicht zunächst um den Menschen, sondern um Gott. Religion ist die bewusste und freie Hinwendung des Menschen auf Gott. Wo dies geschieht, wird der Mensch das in seinem Leben auch zum Ausdruck bringen.

Das ist mir zu einseitig. Ein Religionsbegriff muss auf alle Religionen anwendbar sein und nicht nur auf die drei monotheistischen.

0
@Dummie42

Wenn man statt "Gott" "Höchstes Absolutes" verwendet, passt es für alle Religionen.

0
@gottesanbeterin

nein, auch mit "höchstes Absolutes" schließt du bestimmte Systeme aus, die wir herkömmlich als Religion bezeichnen würden, bspw. bestimmte Richtungen des Buddhismus.

0

Nur, durch Religion ist noch kein irdischer Mensch, DEM oder DAS näher gekommen, was uns irdischen Menschen, dieses einmalige, irdische Leben schenkte. OYena

0

Was möchtest Du wissen?