Defibrillator bei Reanimation?

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8 Antworten

Zuallererst, ist der Einsatz eines Defibrillators nur im Zusammenspiel mit einer fachgerechten Herz- Lungen Wiederbelebung wirksam. Ist man alleine, sollte man einen Defibrillator nur anwenden, wenn dieser in unmittelbarer Umgebung (in Sichtweite) zur Verfügung steht, ansonsten müsste man die Wiederbelebungsmaßnahmen zu lange unterbrechen. 

Dazu gilt, ist bei einem bewusstlosen Patienten keine oder keine normale Atmung feststellbar, wird unverzüglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen (30 Herzdruckmassagen : 2 Beatmungen in Wechsel) angefangen. Eine Pulskontrolle erfolgt im Rahmen der ersten- Hilfe nicht mehr und wird deswegen auch in den erste- Hilfe Lehrgängen nicht mehr gelehrt, da der Puls durch Laien oftmals falsch beurteilt wurde. Die Pulskontrolle ist daher medizinischem Fachpersonal und Ärzten vorbehalten. 

Die öffentlich zugänglichen Defibrillatoren sind alle automatisierte externe Defibrillatoren (AEDs), eine Fehldefibrillation mit diesen Geräten ist nicht möglich, das Gerät entscheidet eigenständig, ob eine Schockabgabe erfolgt, bei einer nicht defibrillierbaren Pulslosigkeit lässt sich überhaupt kein Schock auslösen. Der Schock lässt sich nur auslösen, wenn ein defibrillierbares Herzkammerflimmern vorliegt. Der Laie wird während der gesamten Reanimation über Sprachanweisungen des Gerätes angeleitet. 

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Wann verwendet man den Defibrillator der automatisch und rhythmisch Stromschläge abgibt?

Das ist ein externer Herzschrittmacher. Man benutzt ihn im Prinzip genau wie einen Implantierbaren. Stichwort: Pacing

Wann reanimiert man mit Defibrillator?

Immer wenn man einen zur Vergfügung hat. (Wir reden von einen AED!)

Als Profi: Bei Kammerflimmern.

Wenn man es nur bei Herzrythmusstörungen macht, wie erkenn ich eine wenn die Person z.B. im Wald liegt?

Als Laie gar nicht! Das macht der Automatische Externe Defibrillator (AED).

Wenn man keinen hat, ist die Frage obsolet, weil man dann eh nicht schocken kann.

Der Profi kann ein Kammerflimmern am EKG erkennen.

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Kommentar von freddchen1231
10.05.2016, 17:41

👍🏻
pVT's sind auch schockbar 😃 Nur so als Ergänzung.

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Kommentar von Adrian593
10.05.2016, 18:04

Hyperdyname sind pVT, Kammerflattern und natürlich Kammerflimmern

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Ich habe noch nie von einem Defibrillator gehört, der kontinuierlich rhythmisch Stromschläge abgibt. 

Ein Defibrillator, wie er in öffentlichen Gebäuden etc auffindbar sein muss, gibt nur einen Stromschlag aufs Mal ab, der das Herz zu rhythmischen Schlägen animieren soll. Wenns nicht funktioniert hat, muss er ein zweites Mal versuchen. 

Wenn du auf eine bewusstlose Person triffst, kontrollierst du die Atmung. Atmet die Person, schlägt auch das Herz noch. Ist die Atmung ausgefallen, schliesst du den Defibrillator an. Die Maschine testet automatisch, ob ein Stromschlag nötig / nützlich ist oder nicht, da musst du gar nichts mehr machen, nur die Anweisungen befolgen.

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Kommentar von Knappi1998
10.05.2016, 17:11

Wenn man zu zweit ist, sollte einer 30mal drücken und 2 beatmen, während dessen der andere den Defibrilator aufklebt. Sollte man  diesen nich machen ist die überlebens chance schlechter für den Patienten. DIes muss man bis zum eintreffen der einsatz kräfte machen.

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Das Gerät erkennt die Störung und leitet Dich durch den Prozess, vom Aufkleben der Elektroden, bis zur Abgabe des Schocks. Wo Du im Wald so einen findest, ist mir zwar ein Rätsel, aber gut. Du selbst kannst eigentlich nicht erkennen ohne Hilfsgeräte ob eine Störung vorliegt, Puls kann man ertasten, Blutdruck nicht.

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Der Ablauf ist immer wie folgt:
-Auffinden des Patienten
- nicht ansprechbar/weckbar -> Puls und Atemkontrolle ( nicht länger als 10sek)
- die 112 verständigen ( Call first Prinzip! )
- Beginnen mit der CPR (cardiopulmonalen Reanimation) = 30 Herzdruckmassage, 2 mal beatmen
- falls vorhanden, AED verwenden

Diese automatisch externen Defibrillatoren sind für Laien konzipiert und lösen erst nach einer Analyse den Stromstoss aus. Die Indikation hierfür defibrillierbare ( hyperdyname) Formen des Herz- Kreislauf-Stillstands. Dazu zählen unter anderem die pulslose ventikuläre Tachykardie, Kammerflattern und Kammerflimmern. Da allerdings gut 80% der reanimationspflichtigen unter Kammerflimmern leiden, löst der AED nur im flimmernden Zustand des Herzens aus. Dabei handelt es sich um eine unregelmäßige Kammererregung, was dafür sorgt, dass Herz > 300/min schlägt. Es ist zwar eine Aktivität vorhanden, allerdings pumpt das Herz kein Blut mehr effizient. Nach 10 min versagen die neuronalen Membranpumpen, was zu irreversiblen (nicht rückgängigen) neurologische Schäden führt, weshalb die CPR oberste Priorität hat! Jedenfalls gibt der AED einen Schock, was dazu führt, dass zum einen der Sinusknoten, der den elektronischen Impuls für das Herz erzeugt und somit für den Herzschlag verantwortlich ist, "resettet" wird und durch die Herzdruckmassage einen neuen Rhythmus findet und zum wird aus der unregelmäßigen Kammererregung eine Regelmäßige, da alles praktisch "resettet" wird.
Beste Grüße, Adrian13J:)

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Kommentar von Adrian593
10.05.2016, 17:59

elektischen*, regelmäßige* Was genau bei einem Stromstoß alles "resettet" wird ist relativ kompliziert, das ist nur ein grober Überblick:)

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Kommentar von Adrian593
10.05.2016, 18:09

Ich bin selber Schulsani und wir haben auch 2 AED's. Die Dinger sind so Laienfreundlich, dass das sogar meine Cousine mit 9 hinbekommen würde. Im Ernstfall kann man sich auf das Gerät verlassen!

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Kommentar von Adrian593
10.05.2016, 18:10

Im Übrigen sinken die Überlebenschancen pro Minute, in der nicht reanimiert wird, um 10% :)

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Ein Defibrillator wird nur bei Herzrhythmusstörungen  verwenden. Als Laie wird man das garnicht erkennen. Würde einem auch nichts brigen da man eh keinen Zugang  mal einfach so zu einem Defibrillator hat. Wenn überhaupt zu einem AED (automatisierter externe Defibrillator) und dieser erkennt das von selbst.

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Kommentar von Gamer1402
10.05.2016, 17:16

Ich bin ja an der Schule Sanitäter und da haben wir zu Gang zu defis

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Ich denke im wald hat man keinen defi dabei ..weil naja der kostet ja paar tasende..
Im allg kommt er zum Einsatz beim wiederbeleben wenn der Betroffene nicht selbstständig atmet und kein puls zu fühlen ist um das herz wieder zum schlagen zu bringen.

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Kommentar von Nemesis900
10.05.2016, 17:06

Auch wenn es in Filmen immer gerne so dargestellt wird, nein dafür wird ein Defibrillator nicht verwendet. Er macht sogar genau das Gegenteil, er sorgt dafür  das das Herz stehnbleibt und nicht mehr unkontrolliert schlägt.

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Kommentar von Mila123456
10.05.2016, 17:10

👍

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Kommentar von freddchen1231
10.05.2016, 17:38

Nicht zwingend bleibt das Herz stehen. Es kann auch wieder in einen Sinusrhythmus umspringen.

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der Difibrilator wird nur bei Herzkammerflimmern benutzt

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