Dativ/Akkusativ. Unterschied einem Spanier erklären?

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3 Antworten

Beim femininen Personalpronomen in der 3. Person Singular hat sich der Dativ im Spanischen noch "gerettet" (d.h. bei der Entwicklung vom Latein aus):

Er verkauft IHR ein Buch >> LE vende un libro.

Er sieht SIE. >>> LA ve.

Dein Freund kann also alles anhand der femininen 3. Person im Spanischen kontrollieren:

Ich gebe "ihn" oder "ihm" das Buch? --> Er sagt sich dann: "le doy el libro" oder "la doy el libro"? Wenn "le", dann Dativ, wenn "la", dann Akkusativ. In 99% der Fälle klappt das (es gibt aber auch ein paar Unterschiede wie z.B. bei "helfen": im Deutschen mit Dativ (= objeto indirecto), im Spanischen mit "objeto directo" (= Akkusativ)).

Dein Freund sollte aber nicht am regionalen "Sprachfehler" "laísmo" leiden... Das ist, wenn Leute "la" statt "le" sagen und würde aufs Deutsche übertragen bedeuten, dass jemand "ich gebe den Bäcker das Buch" sagt statt "dem".

Dativ wird im Deutschen entweder durch eine Präposition (z.B. mit, zu ...) oder ein Verb (z.B. jmd. gefallen) erzwungen. Im Spanischen ist dies nicht der Fall.

Deshalb müsstest du eben die ca. 40 deutschen Verben (davon ggf. 15 wichtige) auflisten und die Dativ-Präpositionen.

Zudem gibt es auch noch Wechselpräpositionen. Das sind eigentlich diejenigen, welche die Lage direkt an einem Objekt beschreiben: in, an, auf, neben, zwischen, vor, hinter ... Hier ist es so, dass es Akusativ wäre, wenn eine Bewegung zum Objekt stattfindet oder Dativ, wenn nicht (auf die/der Wiese, in die/der Hütte, an das / am Haus ...)

Wie im Spanischen gibt es bei 2 Objekten Dativ + Akkusativ. Das nennt sich im spanischen complemento indirecto und complemento directo.

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