Das philosophische staunen?

8 Antworten

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Ein kleines Kind kommt morgens zum Frühstück und der Vater fliegt plötzlich aus dem Fenster raus zur Arbeit. Warum sollte es sich darüber wundern?

Ein Kind, ohne jegliche empirische Erfahrung, weiß nicht wie die Welt funktioniert. Warum sollte ein Mensch also nicht einfach so fliegen können, wenn es Vögel doch auch können?

Wenn man älter wird dann kennt man die Welt besser und weiß, dass Menschen nicht (ohne Hilfsmittel) fliegen können und wäre sehr viel erstaunter.

Die Antwort lautet also: Das ältere Kind hat durch sein Alter schon mehr empirische Erfahrungen sammeln können, wodurch die Vorführung der Artisten zu Abweichungen mit den bekannten Erfahrungen führt (normale Menschen im Alltag können dies eben nicht tun). Das kleine Kind hat keinerlei oder wenig Vorerfahrungen, weswegen sich diese neue Erfahrung problemlos in die eigene Vorstellung über die Welt einfügen lässt => kein/weniger Staunen.

"Wenn man älter wird dann kennt man die Welt besser und hat sich mittlerweile einreden lassen, dass Menschen nicht (ohne Hilfsmittel) fliegen können und wäre sehr viel erstaunter."

Ich hab das mal modifiziert.

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@KoprosTheGreat

Wer hat dir eingeredet, dass Menschen nicht fliegen können? Wenn ich keine Menschen fliegen sehe und auch selbst nicht fliegen kann, dann gelangt man eben zu dieser Vorstellung. Mit dem nötigen Wissen kann man auch direkt erkennen, dass ein Mensch nicht fliegen kann.

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Die Überschrift passt nicht zum Inhalt der Frage. Der Gegenstand philosophischen Staunens ist nicht die besondere Leistung eines Menschen (z. B. akrobatisches Kunststück), sondern typischer Weise eher dasjenige, was dem nicht-philosophischen Geist eher als normal und selbstverständlich erscheint.

Neugier und Staunen wird Kindern leider oft durch Erwachsene abgewöhnt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Autodidaktisches Studium, Lehrbeauftragter VHS München

Im Gegensatz zu 8 jaehrigen, sind fuer einen 4 jaehrigen Wunder an der Tagesordnung, weil er noch nicht so viele Tatsachen und Zusammenhaenge versteht, und weil ihm klar ist, dass Erwachsene Sachen koennen, die Kinder nicht koennen.

Vermutlich, weil das 8-Jährige Kind die schwierigkeiten der Balance-Akte besser einzuschätzen weiss, während der 4-Jährige glauben könnte, es sei normal sich so bewegen zu können, wenn "man gross ist" ?

Nur geraten, aber denke mal,d as wird eine Rolle spielen.

Kennste das aus Asterix und die Trabantenstadt? Ich zitiere sinngemäß:

Miraculix hat Zaubersamen gesät, um den durch die Römer gerodeten Wald in Windeseile wieder aufzuforsten;
Asterix: "Mensch Obelix, bist du denn gar nicht beeindruckt?"
Obelix: "Wovon?"
Asterix: "Hast du jemals Bäume so schnell wachsen sehen?"
Obelix: "Ich habe noch nie Bäume wachsen sehen, woher soll ich wissen, wie schnell es gehen sollte?"

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@KoprosTheGreat

dann muss ich mal meinen Opa anhauen der sammelt die Comics, wird wohl zeit sich damit mal etwas auseinander zu setzen :D

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Die Zauberwörter heißen "Bewusstsein" und "Erwartungen". Die sind zwischen 4- und 8-jährigen bereits sehr verschieden.

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