Dachstuhl dämmen?

6 Antworten

Ohne Querlattung würde ich nicht arbeiten. Alleine um mehr Hinterlüftung zu haben. Die Sparren mit Holzschutzfarbe neu zu versehen ist nie verkehrt.

Nur was möchtest du mit 4 cm Aufdopplung??? Wenn dann mache es gleich richtig und packe da mal 8 oder 10 cm drauf damit du eine anständige Wärmedämmung da reinbekommst. Öl und Gas wird nicht mehr billiger! Wie gesagt und an die Hinterlüftung muss gedacht werden!

Und falls das Dach nach innen nicht absolut winddicht sein sollte - dann besser nach einer anderen Wärmedämmung umsehen!

Alles klar, Hinterlüftung habe ich ja bereits nach außen hin, zwischen Dachpappe und den Schindeln, das reicht doch?

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nun irgendwie habe ich bei Dämmwolle ungutes Gefühl. Sicher gibt es fertige Rollen die unter den Sparren befestigt werden und quasi in Zwischenraum der Sparren liegen. Wenn der Zwischenraum also zwischen Dachschalung und Dämmwolle aber nicht hinterlüftet ist sprich unten und oben Verbindung am Besten ins Freie kann es passieren dass sich dazwischen Feuchte und Schimmel bildet.

Sicher müsste bei dieser Dämmung darunter Dampfsperre aber wird nicht viel daran ändern was dazwischen geschieht

Ok, es gibt bereits eine Hinterlüftung, zwischen der Dachpappe (aangebracht auf der Sparren- Außen Lattung) und den Dachschindeln.

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@Mlampe99

 auf diesen OSB Platten nun Gipskarton Platten zu montieren.
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würde nur etwas schönere Platten anbringen denn gerade Gipskarton könnte hinter ihm Feuchte sammeln so dass die OSB Platten dann faulen
Eventuell Nut-Federbretter oder sowas fürs Auge

Ansonsten hätte ich gutes Gefühl dabei

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Richtig. Die Dampfsperre hat eine andere Aufgabe: Sie sorgt dafür, daß feuchte und warme Innenluft nicht durch Ritzen durch die Dämmung nach außen dringt und dabei bei kalten Außentemperaturen Wasser in der Dämmung auskondensiert.

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Sieht gut aus. Ich bin zwar kein Profi, nur Heimwerker, aber in der Art hab ichs (nach Beratung) auch gemacht, und es funktioniert (Bis jetzt, rund 15 Jahre). 18 cm Dämmung entspricht wohl nicht mehr heutigen Standards, aber es reicht, und man muß ja auch Aufwand/Nutzen betrachten.

Mineralwolle hat Vorteile (Kosten, Dämmleistung, Brandschutz) aber auch ein Risiko: Sofern Dir irgendwo Feuchtigkeit eindringt, saugt sie sich voll wie ein Schwamm. Daher muß das Dach von außen absolut Wasserdicht sein. Ist von außen eine dampfdurchlässige Membran-Folie angebracht? Falls nicht, kann die behelfsmäßig auch von innen (über die Sparren drüber) angebracht werden. Ist zwar suboptimal, aber besser als nichts.

Nachtrag: Mit lediglich Dachpappe (wie Du unten schreibst) als Außenabdichtung wäre ich vorsichtig. Wenn die nicht 100%ig sauber angebracht ist (Falte) oder irgendwo Risse/Lücken hat, kann Dir bei starkem Wind+Rege oder Schneegestöber ne Menge Wasser nach innen gedrückt werden (Erfahrung, hatte einige Monate den Dachtstuhl/die Dachplatten freigelegt vorhanden vor dem Innenausbau).

Aus all diesen Gründen habe ich mich letztendlich auch gegen Mineral- oder Glaswolle entschieden, und Styropor gewählt. Ist zwar aufwändig zu verbauen und brandschutztechnisch ein Alptraum, aber saugt sich (hoffe ich :-) nicht voll.

Wofür sind die OSB-Platten? Sie bringen sicher (je nach Stärke) ausreichend Stabilität, bringen aber auch ein hohes Gewicht mit und Kosten. Ich habe auf die Dampfsperre direkt die Querlattung montiert, und es hält.

Grundierung der Balken? Meine Meinung: Naja. Wenn sie ein Schimmelschutzmittel enthält, enthält sie auch Giftstoffe. Wenn Deine Konstruktion dicht ist, braucht es sie nicht, und wenn irgendwo Wasser eindringt oder Kondenswasser entsteht, hast Du eh ein Riesenproblem, da nutzt dann auch die Grundierung nichts. Im Gegenteil, ein unlackierter Holzbalken kann auch wieder abtrocknen. Ich hab meine unbehandelt gelassen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wozu den Gipskarton? Die OSB-Platten sind schöner und stabiler.

OSB ist auch relativ dampfdicht, ich habe deshalb keine extra Dampfsperre. Wichtig ist aber immer, dass die Feuchtigkeit nach aussen gehen kann. Da habe ich Unterdachplatten aus imprägnierten Weichfasern ( Hofafest, Steico), die gut dampfdurchlässig sind. Dachpappe ist da völlig ungeeignet. Das Ganze habe ich mit Isofloc bzw Thermofloc ausblasen lassen, ist viel besser als Mineralwolle.

1. Ohne Hinterlüftung, ist zwingend eine diffusionsoffene Folie erforderlich, sonst schummelt dir in 5 Jahren der Dachstuhl weg.

2. Es gibt Mineralwoll-Keile, die können exakt zwischen die Sparen geklemmt werden, sind aber deutlich einfacher zu handhaben als diese Rollen!

3. Ohne Querlattung ist Murks, auf Dauer nicht stabil. Erfahrung, habe einen Dachstuhl nachgearbeitet. Mindestens doppelte Arbeit war das.

Hinterlüftung gibt es bereits zwischen Dachpappe und Schindeln

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