CMYK oder RGB bei Digitaldruck?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Hallo Ralf,

Digitale Druckmaschinen arbeiten in der Regel im CMYK Farbformat. Wenn du also sicher sein willst, dann lege die Dateien direkt in CMYK an.

Gute Druckerei sollten aber auch mit RGB Dateien arbeiten können. Die werden dort dann in CMYK umgewandelt. Dabei kann es aber zu Farbveränderungen kommen. Ganz besonders bei Grün und Blau-Tönen. Ich lasse seit einiger Zeit bei www.band-merch.de drucken und dort werden alle Dateien vor dem Druck überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Beste Grüße

Sofern sich noch jemand zu dieser Frage verirrt und genau wissen will, wo eigentlich der Unterschied zwischen RGB und CMYK liegt:

Ich würde bei Digitaldruck auf Nummer Sicher gehen und vorher bei der betreffenden Firma nachfragen. Nach meiner Erfahrung kann man sich dadurch viel Ärger bzw. doppelte Arbeit ersparen. http://www.aw-digital.de/

Ich lasse in verschiedenen Druckereien im Digitaldruck produzieren, alle wünschen die Daten in CMYK. Du kannst im Prinzip auch RGB anliefern, die werden dann in CMYK konvertiert. Das kann aber überraschende Druckergebnisse nach sich ziehen. Es kann bei der Umwandlung zu deutlichen Farbverwerfungen kommen. Das fällt bei Fotos weniger auf, aber bei einheitlichen Farbflächen sehr wohl.

Oh, da lag ich vielleicht etwas falsch. Druckt ein Digitaldrucker nicht sowieso in RGB aus?

0
@betrax

Ich hab einen Farblaserdrucker auf dem Tisch, da sind vier Tonerbehälter drin: cyan, magenta, yellow, schwarz. Das ist technisch gesehen in den großen Maschinen nicht anders. Bei RGB ergibt die Summe aller Farben weiß. Du kannst ja mal alle Farben beim Drucker mischen - das ergibt mit Sicherheit kein weiß, sondern schwarz - wie beim CMYK-Farbraum. D.h. selbst wenn man RGB-Daten an den Drucker sendet, müßte er das intern für die Ansteuerung in CMYK "umfriemeln".

0

Für den Copyshop reicht RGB, umgewandelt in PDF.

Für den professionellen Druck fordern auch im Digitaldruck viele Druckereien die Farbanlage im CMYK Modus. Die Datei selbst kann dann im jpg oder pdf Format eingereicht werden. Unbedingt die Spezifikationen der Druckerei erfragen, jede hat da so ihre eigenen Vorgaben.

RGB-Daten sind aber auch beim Digitaldruck nicht farbverbindlich, d.h. da kann man seine Überraschungen erleben. Farbverbindlich sind immer nur CMYK-Daten, denn in denen werden die genauen Farbanteile festgelegt. .

Das kannst du in RGB rausgeben. Digital wird in einem Arbeitsgang gedruckt, nicht wie im Offsetdruck, dort braucht man CMYK.

RGB steht für Rot, Grün und Blau. Dabei handelt es sich um sogenannte "Emittierende Farben", selbstleuchtend, also Licht. Mischt man alle drei Farben kommt Weiß dabei heraus. Das kann man nicht drucken. CMYK steht für Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz. Das sind "Remittierende Farben", also nur reflektierende Farben, die von einer externen Quelle angestrahlt werden müssen. Diese Farben sind Druckfarben. Mischt man die drei Grundtöne (CMY) erhält man Schwarz, das Schwarz in CMYK dient nur dazu ein richtig tiefes Schwarz erzeugen zu können. Das manche Drucker "RGB-Drucker" sind liegt nur daran, daß sie nativ RGB verstehen. Alle anderen müssen die Farben in CMYK angeliefert bekommen. Das übernimmt ein Controller oder ein RIP. Aber RGB-Farben kann man grundsätzlich nicht drucken, dazu müsste man Licht aufbringen können. RGB nutzen beispielsweise Fernseher (alte RöhrenTVs), die leuchten ja mit Licht.

Was möchtest Du wissen?