Chemische Grundgesetze auf Stoff- und Teilchenebene?

2 Antworten

Moin,

beide Gesetze werden sofort logisch verständlich, wenn du auf Teilchenebene davon ausgehst, dass es so etwas wie Atome gibt (und diese Vorstellung war Jahrhundertelang alles andere als selbstverständlich!). Denn wenn es so etwas wie Atome gibt und du weiter annimmst, dass sich die Atome eines Elements in ihren Massen gleichen, während die Atome von verschiedenen Elementen unterschiedliche Massen haben, dann wird einerseits klar, warum bei einer chemischen Reaktion die Gesamtmasse aller Ausgangsstoffe (Edukte) und die Gesamtmasse aller Endstoffe (Produkte) gleich bleibt (da sich die Atome der reagierenden Stoffe nur neu anordnen, so dass keine Masse hinzukommen und im Prinzip auch nicht verloren werden kann - Gesetz zur Erhaltung der Masse). Gäbe es dagegen keine Atome, dann wäre kaum verständlich, warum nicht mal ein bisschen mehr oder weniger eines Stoffes mit variierenden Mengen eines anderen Stoffes reagieren können sollte?!

Es wird auf der anderen Seite außerdem verständlich, warum zwei Elemente, die sich im Verlauf einer chemischen Reaktion miteinander zu einem bestimmten Produkt verbinden, dies immer im gleichen Massenverhältnis zueinander tun, denn wenn du davon ausgehst, dass sich immer die gleiche Anzahl von ganzen Atomen eines Elements mit der ebenfalls immer gleichen Anzahl ganzer Atome des anderen Elements zu einer Verbindung zusammen tun und die Massen der jeweiligen Atomsorten gleich sind, dann sind natürlich auch die Massenverhältnisse der beteiligten Stoffe zueinander gleich (Gesetz der konstanten Proportionen).

Und wenn wir schon einmal bei den chemischen Grundgesetzen sind, dann können wir auch gleich das Gesetz der multiplen Proportionen mit abhandeln. Dieses Gesetz besagt ja folgendes: Wenn zwei Elemente miteinander reagieren und dabei mehr als nur eine bestimmte Verbindung hervorbringen können, dann stehen die Massenverhältnisse der jeweiligen Verbindungen im Verhältnis kleiner natürlicher Zahlen zueinander. Auch das wird sofort verständlich, wenn man akzeptiert, dass sich immer ganze Atome miteinander verbinden, die dann in verschiedenen Verbindungen trotzdem im Verhältnis kleiner natürlicher Zahlen zueinander stehen.

LG von der Waterkant

Gesetz des kons. Massenverh. :

Wird eine bestimmte Verbindumg aus den zugrunde liegenden Elementarstoffen hergestellt, so reagieren diese Elementarstoffe imme im gleichen Massenverhähltnis.

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