Canon Ex Auto QL-Bedienung?

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ich fang mal links an. du ahst hier den hebel zum züruckspulen des filmes. um die kurbel siehst du einen ring. die 1.8 strich 16 steht für die blende. dort kannst du also die blende manuell einstellen. dieses "OFF" steht für blendenautomatik ohne Blitzeinsatz, und dann EE, was die blendenautomatik ist.

in der mitte findest du über dem kuckloch, dem sucher, den Blitzschuh. dort kannst du einen Blitz anstecken. auf der rechten seite hast du dann das belichtungszeit-einstellrädchen, den spannhebel, dem auslöseknopf und ein fensterchen das dir sagt wie viele aufnahmen du schon gemacht hast (wichtig, da auf einen analogen film nur 24 bzw. 36 aufnahmen passen).

das einstellrädchen ist zum einstellen der belichtungszeit und zum einstellen des ISO/ASA werts des filmes. die belichtungszeit sind die werte von 8 bis 500, das die belichtungszeiten von 1/8 sek. bis 1/500 sek. zeigt. Das B steht für "Bulb", damit kannst du so lange belichten wie du möchtest, du musst dafür aber solange den auslöser dgedrückt halten. die ASA empfindlichkeit ist wichtig damit die Kamera die richtige Blende wählt, sonst wird das bild zu hell der zu dunkel.

unter dem einstellrädchen siehst du einen kreis der durchgestrichen ist. diese markierung gibt an auf welcher ebene sich der film befindet.

der auslöseknopf dient eben zum bild machen. der spannhebel ist zum spannen des verschlusses und zum weitertransport des filmes. eine volle drehung bis zum anschlag oder mehrere drehungen bis es nicht geht sind erforderlich.

die funktion des hebels vorne hast du ja schon herausgefunden.

auf der unterseite findest du noch ein ganz kleinen knopf. dieser dient zum stop des weitertransportes vom film. damit lassen sich doppel bzw. mehrfachbelichtungen machen. daneben findest du noch ein stativgewinde und ein batteriefach. einen batterietausch würde ich vornehmen. die batterie ist nämlich sicher schon leer.

um richtig mit dem ding umgehen zu können würde ich mal die grundlagen der fotografie lernen, die analoge fotografie verlangt das.

Hallo

  • http://www.butkus.org/chinon/canon/canon_ex_auto/canon_ex_auto.htm
  • Anleitung ist auf englisch aber eigentlich sind frühe SLR selbsterklärend
  • QL steht für Quickload der Film war relativ selbstladend (So wie später an motorsierten Kamera)
  • die Kamera wurde auch als Bell & Howell und Sears Roebuck umgelabelt verkauft
  • das war einer der billigsten SLR Systeme der 70er nur die Praktikas waren billiger (und verkauften sich auch "besser"). Als die AE1 kam wurden die letzten EX Auto im Fotogeschäft von meinem Gross-Vetter als Tombolageschenke fürs Rote Kreuz gestiftet um die "Teile" endlich aus denn Büchern zu haben (und auf geschenkte Teile musste man keine Garantie geben)
  • die Auto war eine "Mattscheibenlose" SLR womit die SLR eigentlich "sinnlos" wurde aber es für Messsucherfotografen ein "einfacherer" Umstieg wurde. Aber die Messucherfotografen wollte ja eine SLR mit Mattscheibe sonst wäre der Umstieg ja "Sinnlos". Fürs selbe Geld gabs damals zb die Minolta/Leica CL
  • die Kamera ist aus der Quecksilberzellenära. Diese Batterien sind offiziel nicht mehr verfügbar und bei modernen Ersatzbatterien wie denn Wein-zellen muss man denn Belichtungsmesser evtl. neu justieren.
  • Damalige SLR Benutzer hatten meist noch einen Handbelichtungsmesser und arbeiteten mit Lichtmessung anstatt Objektmessung.
  • Es gibt diverse "umbausätze" für die kleineren Wein-Zellen am Markt (Hörgerätebatterien)
  • Ohne Strom keine Blendenverstellung
  • Ach ja das Canon EX "Bajonett" (39 Schraubgewinde) ist ein noch in den 50ern beliebtes Satzobjektivsystem womit Automatiken ksotengünstrig umsetzbar waren (und Staub war auch weniger ein problem)
  • ein 135er gabs nicht als EX (Ein 125er und 95er waren die Teles)
  • Canon hat zt "abnorme" Filtergewinde verwendet zb bei Cenei gabs Adapter
  • Canon hatte eine Metallgegenlichtblende wo man einen 62er und innen einen 46er Filter einschrauben konnte
  • Schacht oder Enna und Tamron haben in den 60ern wohl EX Satzobjektivköpfe angeboten es gab wohl einen "Makrokopf". Vermutlich waren es adaptierte Kowa, Lordomat oder Ultramatic Optiken.
  • Man konnte Telytköpfe von Leica, Killiar oder Novoflex adaptieren

Ich habe keine Batterie aber die Blende immer manuell eingestellt,sehen meine Bilder jetzt schlecht aus? Habe immer eine Digitalkamera dabei um die Belichtung etc zu messen und übernehme die Einstellungen dann immer in die Kamera. Habe z.B. gestern den Himmel fotografiert und erstmal mit meiner Digital Kamera f/6.3 und 500 verschlusszeit bei 200 iso. Ich besitze einen 200 asa Kodak Gold Film und habe dann an der Kamera auf 500 Verschlusszeit und so etwa f/6.3 eingestellt, sind die Bilder jetzt nicht so wie sie eigentlich sein sollten?

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@nocomplie

Hallo

- die Blendenautomatik, Blendenverstellung und
Lichtmessung tut nur mit Strom. Die "manuele" Blendeneinstellung am Drehrad tut meines Wissens auch nur mit Strom sonst hat man immer Offenblende. Manuel Abblenden kann man nicht. 

- wenn man denn korrekten Lichtwert messen und einstellen tut sollten die Bilder korrekt belichtet sein. Vor allem weil aktuelle Negativfilme um 10 Lichtwerte Dynamik umsetzen und die Lichter ja nicht wie bei Digitalen Sensoren "ausfressen" und es in den Schwarztönen nicht "rauscht". Anderst gesagt
hat man durchaus 2-3 Lichtwerte Toleranz um die Optimalbelichtung rum. Das kann man auch ohne Belichtungmesser "schätzen" bzw "sehen". Das haben Fotografen über 100 Jahre gemacht und dass mit wesentlich kritischerem Analogmaterial. Erst ab denn 50ern kamen "schnelle" Filme mit ISO100/DIN21 ebenso wie Farbfilm und Diafilm brauchten erstmals möglichst präzise Belichtungmessung. 

- aber reale Blende 1.8 statt 6.3 wird schon "knapp". Ich rate dazu erst mal denn bisherigen Film abzusafen und einen Testfilm zu kaufen (Billigfilm aus der 1€ Grabbelkiste) und damit Kameraverschluss und Blende sowie Belichtungsmessung durchzutesten. Wenn der korrekt belichtet wird ist der vorherige Film wohl OK und falls nicht sollte man evtl. eine Sonderentwicklung ("Pushen") auf eine niedrigeren ISO Wert veranlassen (kostet je nach Filmmaterial und Labor um 3€ Aufpreis aber meist wird "aufwärts" gepusht). Da sollte man aber
Wissen welche Motive man wie belichtet hat und daraus die optimale Mitte rausrechnen. Wenn man auch Motive mit "Blende 11" belichtet hat oder gar noch kleinere Blenden muss man noch mehr nach unten pushen um diese Bilder einigermassen durchzeichnet zu bekommen. Unterbelichten ist zwar ärgerlich aber man hat dann noch Material zur Rettung. Bei Überbelichten ist wenig rettbar.  

- wie genau digitale Kameras Licht messen sollte man erst mal mit einer Testreihe auf einer Graukarte ablären selbst DSLR und Markengeräte der Prosumerklasse sind oft mehr als 1 LW "daneben". Das Kernproblem ist das die Optiken unterschiedliche Transmissonen haben und die Motive unterschiedliche "Glanzgrade"

- besser ist man besorgt sich eine guten Handbelichtungsmesser (Epay, Gossen, Weston, Minolta, Pentax ab 5€) oder eine APP für Smartphone (da gibt es welche mit Kalotte und welche die messen übers Display).

Diese Canon SLR macht nur Sinn wenn man eine Batterie für die Blendenverstellung verbaut da reicht erst mal eine "passend" gemachte Knopfzelle, ein "Weinzellen"-Umbau oder der Import einer PX625 aus Asien oder USA.

Die Quecksilberzellen sind ja nicht weltweit verboten und werden immer noch bei einigen medizinischen und militärischen Geräten als Batteriepack verbaut. So ein Pack kann man evtl. kaufen und die Zellen aus der Hülle "rausoperieren". Im Netz findet man jede Menge Tipps und Umbauanleitungen und die meisten Kameratechniker können alte Geräte auf moderne Knopfzellen umrüsten (Wenn auch oft die Messzellen ausserhalb des zulässigen Regelbereich arbeiten und je nach Typ dann mehr oder weniger linear werden). Nach meiner Erinnerung waren die Canon EX QL richtige Batteriefresser und ich habe in meiner Zeit beim Foto Mangold und später beim Foto Hörter mehrmals erlebt dass die Besitzer der Kameras deswegen Frusterlebnisse hatten.

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