Bitter schmeckende Äpfel, welche Sorte?

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10 Antworten

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Also an deiner Stelle würde ich mal zum Pomologen Tag fahren. Kannst du googeln wann der wo in deiner Nähe ist. Dort nimmst du mehrere Kerne von verschiedenen Äpfeln mit und die können dir dann genau sagen, was du für eine Sorte im Garten stehen hast. Duften die Äpfel denn stark? Weil dann bin ich auch für die Quitten.

http://www.pomologen-verein.de/Termine/termine.html

Genaueres steht auch da.

Danke, vor allem für den Link. Leider finde ich da und auch beim Googeln keinen Pomologen aus meiner Gegend in Brandenburg. Die sind alle mehrere hundert km entfernt. Ich stöbere die Vereinsseite trotzdem mal durch. Danke! Es sind definitiv Äpfel und keine Quitten, ich denke, dass ich den Unterschied kenne.

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@Kraeutergnom

Ich habe jetzt selbst heraus gefunden, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den "Spätblühenden Taffetapfel" handelt. Die Lageräpfel konnte ich jetzt eindeutiger zuordnen.

Ich werde aber trotzdem noch einen Pomologen fragen.

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Beim Durchstöbern des Farbatlas der Alten Obstsorten bin ich auf diese Sorte gestoßen: "Parkers Pepping". Es ist ein Winterapfel und laut Beschreibung könnte es die Sorte aus eurem Garten sein.

Weitere Namen: 'Parker's Pippin', 'GraueRenette', 'Lederapfel', 'Lederer', `Rabau','Pelzapfel' u.a.

Herkunft: Alte, englische Sorte. DIELerhielt sie Anfang des 19. Jh. aus England.

Allgemeine Beurteilung: Die Sorte nimmtunter den „grauen Renetten" durch das feine.Fruchtfleisch und den guten Geschmack ei-nen der ersten Plätze ein. Sehr positiv istauch, dass sie auf dem Lager nicht welkt. Oftbleibt die Frucht zu klein.

Verwendung: Tafel-, Wirtschafts- und Mostapfel.

Frucht: Sollte erst Ende Oktober geerntetwerden, genussreif von Dezember bis März. Klein bis mittelgroß. Form meist regelmäßig, kugelförmig, wenig, teils auch stärker abge-flacht. Schale ledrig, vollflächig fein berostet. Häufig raue, schuppige und warzige Stellen.Grundfarbe anfangs grünoliv, später zimtfarben, Sonnenseite wenig braunorange durchschimmernd, manchmal bei aufgerissener Berostung auch heller gerötet. Stielgrube meist mitteltief und mittelweit. Stiel kurzund dünn. Kelchgrube mitteltief, mit feinenFalten. Kelch geschlossen bis halb geöffnet, Kelchblätter mittellang, mittelbreit, am Grund getrennt. Kernhaus klein, Wändehalbmond-, auch ohrenförmig. Kleine mittelbreite Kerne, manchmal taub. Fruchtfleisch gelblich weiß, saftig und renettenartig gewürzt, kräftig, aber angenehm weinig.

Baum: Die Sorte wächst in der Baumschuleschon sehr schwach, deshalb auf Stammbildner veredeln. Schwache und dünne Jahrestriebe, filzig. Schmale Blätter, wellenförmignach innen gebogen. Die Sorte blüht mittelspät und nur kurz. Früh einsetzender hoherund regelmäßiger Ertrag, der zur Erschöpfung führt, wenn der Baum nicht ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgt wird. Die Sorte liebt keine trockenen Standorte, eignet sich aber für höhere Lagen.

Besondere Merkmale: Vollflächig fein berostete Frucht mit schuppigen Stellen. Am Baum sehr schmales Blatt. Viel kurzesFruchtholz.

Könnte das vielleicht der Apfel aus eurem Garten sein??

Hier ist noch ein Link zum Buch:

http://www.ulmer.de/artikel.dll/Webshop?RC=Book2Look&ISBN=978-3-8001-7634-2

Danke. Vieles stimmt überein. Die Blätter sind aber normal breit und die Frucht ist nicht vollflächig, sondern nur in der Stielgrube strahlig berostet. Der Apfel ist es also nicht.

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Ich habe selbst einen solchen Baum im Garten. Die Sorte heißt Glokenapfel und ist eine sehr alte Sorte. Geschmack: Schale bitter, Fruchtfleisch süßsauer.

hallo, ich besitze einen Apfelbaum, der eher passt als die in den anderen Antworten, warum? - Weil man mit "bittersüß" bei Apfel erst dann etwas anfangen kann, wenn man ihn essend kennengelernt hat. Jedenfalls vermute ich die Sorte, die anstelle von Säure einen Bitterstoff (Tannin?) in weit über das sonst bei Äpfeln übliche Maß hinaus hat. Früher hat man die Kerle geringelt und gedörrt, was ja heute niemand mehr macht. In der Normandie macht man übrigens daraus einen Cidre. Ich kann mir vorstellen, dass für ihn die jetzt verbreitet auftretende Fruchtsäureunverträglichkeit eine Renaissance bedeuten könnte, wenn jemand einsteigt und auch wirbt. Es gibt ein paar Sorten, die noch im Raum Hohenzollern stehen. Die genaueren Infos gab' ich leider verloren. Mach mal Saft!! Gruß "Geher"

Die Antwort liest sich ja interessant, da ich aber nach der Sorte gefragt habe, von welcher Sorte ist denn Dein Baum?

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Habe hier noch eine Sorte gefunden.

Nathusius’ Taubenapfel

Herkunft: Althaldensleben, Sachsen-Anhalt 1824 Art: Kulturapfel (Malus domestica)

Züchtung aus: Samen Der Nathusius' Taubenapfel ist ein 1824 gezüchteter Tafelapfel, der gemäß dem später durch Eduard Lucas verbesserten Diel'schen System zu der Fruchtart der Taubenäpfel gehört. Beschreibung: Der Baumwuchs ist mittelstark und breit. Die Blüte erfolgt spät, daher besteht kaum Blütenfrostgefahr. Die Pflückreife ist etwa Mitte Oktober erreicht, die Genussreife ab November bis März. Die Apfelfrucht ist mittelgroß, eiförmig und rot gestreift. Die Apfelhälften sind häufig ungleich. Die Frucht riecht kaum. Die Fruchtschale ist glatt und etwas fettig. Das Fruchtfleisch ist weich und saftig, hat ein Bittermandelaroma und schmeckt leicht edelweinig. Vorkommen: Die Apfelsorte wurde im 19. Jahrhundert an der Niederelbe angebaut, verschwand dann aber weitgehend. Heute ist die Niedersächsische Elbtalaue wieder "Stammland" der Sorte und der Nathusius' Taubenapfel wird auch von vielen Gärtnereien in ganz Deutschland angeboten. Außerdem gibt es ihn natürlich in den Obstquartieren des von Johann Gottlob Nathusius geschaffenen Parkensembles beim Hundisburger Schloss. Auch wird er heute im Rheinland angepflanzt

Sehr interessante Antwort! Vieles stimmt mit meinen Äpfeln überein, nur das Aussehen nicht. Ich habe jetzt mal gezielt nach Äpfeln mit bitterem Aroma gesucht und dabei entdeckt, dass die asiatischen Stammformen unseres Apfels bitter gewesen sein sollen. Darauf kam mir der Gedanke, dass es sich vielleicht um eine Unterlagensorte handeln könnte, die am Anfang des 20. Jahrhunderts gebräuchlich war. Leider finde ich da kaum Informationen, bestenfalls nur Nummern, leider keine Abbildungen und Beschreibungen der Früchte.

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@Kraeutergnom

Wenn der Baum schon älter ist und nie richtig beschnitten wurde, kann es sein das die Früchte nicht mehr so groß werden. Des weiteren besteht die Möglichkeit, da er nach deiner Auskunft schon Jahrzehnte dort steht und die Herkunft unbekannt ist, der Baum aus einem Zufallssämling entstanden ist und somit keiner genaue Sortenbeschreibung zuzuordnen ist.

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