Biologie: Diffusion, Osmose, Plasmolyse

5 Antworten

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Die vollständig definition von Osmose ist, daß es eine Diffusion durch eine semipermeable (oder von mir aus selektivpermeable) Membran entlang eines Konzentrationsgefälles ist.

Erst einmal zur Diffusion: Stell dir vor, du hast ein Becken mit Wasser gefüllt und kippst an einer Ecke rote Farbe rein. Am Anfang ist nur diese Ecke rot, aber je länger du wartest, desto gleichmäßiger hat sich die Farbe im ganzen Wasser verbreitet. Und das auch, wenn du nicht rührst oder das Wasser sonst wie künstlich in Bewegung bringst. Das ist einfach passiert, weil die Farbe diffundiert ist. Bei der Osmose ist es im Prinzip auch so, allerding liegt eine Membran dazwischen. Und diese Membran kannst du dir wie ein Sieb vorstellen. Kleine Teile oder Flüssigkeiten passen durch, größere bleiben hängen. Das heißt, Wasser kann durch die Membran durch, aber gelöste Salze nicht. Nun ist es so, daß es ja verschiedene Kräfte gibt, die dafür sorgen, wie Wasser fließt. Und Salz kann Wasser anziehen. Kannst du ja leicht testen, gib einen tropfen wasser auf einen Teller und streu Salz drauf, das Salz nimmt das Wasseer auf. Das passiert bei der Osmose auch. Es muß ein Konzentrationsausgleich stattfinden. Wenn du also Salzwasser auf die Zelle gibst, strömt Wasser aus der Zelle nach draußen, dadurch schrumpft die Zelle in sich zusammen. Das nennt man Plasmolyse. Wenn du stattdessen destilliertes Wasser draufgibst (also Salzkonzentration quasi gleich 0), ist die Konzentration in der Zelle höher, deshalb strömt Wasser in die Zelle, diese dehnt sich aus, bis entweder ein Konzentrationsausgleich stattgefunden hat oder ein Hindernis (z.B. eine Zellwand) die weitere Ausdehnung verhindert oder die zellen einfach Platzen. Diesen Vorgang nennt man Deplasmolyse.

Jetzt macht's Sinn, danke!

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@summertime15

Sehr gute Antwort.

Und außerdem: noch mal danke für die Infos, dann also auf diesem Wege hier... Dass man hier nicht einfach antworten kann, wenn man nicht "befreundet" ist, find ich ja reichlich bekloppt. Seltsame Plattform irgendwie. Naja, bin eh nur alle paar Monate mal ne halbe Stunde hier online und werde das wohl mal drastisch reduzieren müssen. Dir aber nochmals vielen Dank!! lg SillySindy

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Nicht das Volumen des Protoplasten, sondern der Vakuole schrumpft. Die Volumenveränderung des Zellplasmas ist nicht sichtbar (da es im Vergleich zu dem der Vakuole sehr gering ist). Wärmebewegung, nicht Brown'sche Molekularbewegung. Selektiv permeabel: Nicht für alle gelösten Stoffe gleich durchlässig.

Warum steht's im Schulbuch anders? :/

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@summertime15

Die Brown'sche Molekularbewegung hat nichts mit Wärmebewegung von Molekülen zu tun. Moleküle sind viel zu klein, um Teilchen in Bewegung zu setzen, die man im Lichtmikroskop sehen kann. Die Brown'sche "Molekularbewegung" wird durch Erdbeben, Windstöße, Lastwagen oder zitternde Forscher etc. hervorgerufen

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Aber was genau heißt 'selektiv permeabel''?

Das bedeutet einfach, dass die Membran nur für bestimmte Stoffe durchlässig ist. Manche Stoffe sind so klein, dass sie frei durch die Membran treten können. Andere sind zu groß und benötigen deswegen Transportproteine.

also osmose ist die Diffusion durch eine halbdurchlässige Membran.

Und eine weitere kleine Frage: Was ist nun genau der Unterschied zwischen Diffusion und Plasmolyse. Woran erkennt man, was was ist?

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