Bin ich eigentlich zu weich (als Mann)?

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2 Antworten

Hey Eidolon,
was hat das mit Schwäche zutun? Dir fehlt eher die Bekräftigung oder ein "führender" Mensch an deiner Seite der dich auch bestätigt. Im Zweifel bist du das eben selbst und gehst deinen eigenen Weg.
Du klingst verletzt / angestachelt, weshalb man dir das nicht zutraut. Ich glaube die meinen es nicht mal böse, sie können nicht anders. Sie erwarten einfach einen "normalen" Beruf. Eine Tätigkeit halt, die ggf. zu deinem Alter passt.

Das widerstrebt dir nun natürlich, ich würde mir da nicht so den Kopf machen. Sollen die doch reden!

Die Zweifel machen dich krank und wütend, wenn du das nie rauslässt. Weshalb gehst du nicht mal in Konfrontation "Was geht dich das an? / Ist das ein Problem?" oder du versuchst den negativen Weg. "Ja! Genau du hast recht, das wird nichts. Ich gehe dann mal :-)"

Hast du Menschen mit denen du mal sprechen kannst?

Viel Erfolg mit deiner Software

Danke für Deine Antwort. Leider gibt es in meinem Umfeld niemanden, der sich dafür interessiert. Ich habe auch nicht vor, zu missionieren in eigener Sache. Vor einiger Zeit habe ich mich auf eine Stelle als Paketzusteller bei der Post beworben. Ursprünglich wollte ich nur einen Nebenjob (Briefe sortieren) .Da ich übergangsweise für längere Zeit als Briefträger gearbeitet habe - was allerdings schon lange zurückliegt - wurde dieser Job an mich herangetragen. Trotz der geringen Verdienstmöglichkeiten: Ich hätte es gemacht. Nur der zuständige Personaler meinte: "Das ist ein Knochenjob! Das traue ich Ihnen nicht zu!". Un das, obwohl ich meine gesundheitlichen Beschwerden verschwiegen habe.
Ich habe neben einigen anderen Bewerbungen auf Inserate, die aber zu nichts gefüjhrt haben, auch versucht, für ein Online-Magazin zu schreiben. Eigens zu diesem Zweck habe ich mir 2 geeignete Rechner besorgt, recherchiert, die Festplatte des einen erfolgreich geklont, um den zweiten Rechner softwaremäßig auf den gleichen Stand zu bringen. Es lief wie am Schnürchen. Aber offensichtlich war das Interesse an meiner Arbeit so gering, dass ich vom Online-Magazin zwar das Versprechen bekam, meine Arbeit vor der Veröffentlichung nochmal sehen zu können (per Link), aber danach kam nichts mehr. Selten bin ich so verarscht worden!


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@Eidolon150

Dir fehlt einfach etwas mehr Mut und Selbstvertrauen. Klappt das nicht und ich fall auf die Nase, dann stehe ich wieder auf und versuche eben etwas anderes :-)

Nur weil dich "ein Mensch" nicht mag, heißt das nicht gleich alle. Wenn das mit dem Online Magazin nicht klappt ist doch egal, dann suchst du dir halt etwas anderes. Es gibt bestimmt Menschen die dich wertschätzen bzw. deine Arbeit.

Es ist glaube ich nicht so wichtig was man tut, sondern wofür man es tut.
Hast du denn ein Ziel bzw. was würdest du denn gerne tun?

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@safur

In diesem Programm, das vor der Vollendung steht, ist schon ein gutes Stück "wieder aufstehen" enthalten. Vor Jahren habe ich Programme entwickelt, die auf Windows CE in PDAs und Smartphones zugeschnitten waren, aber auf dem (Windows-)PC ausgeführt werden. Darunter war auch ein kompletter Registry-Editor. Zur Veröffentlichung ist es nie gekommen. Das hatte genau zwei Gründe: 1. als ich damit fertig war, erschien ein kostenfreies Programm auf dem Markt, das zwar nicht immer stabil gelaufen ist, aber immerhin gratis war. 2. Microsoft hat die entsprechende Software-Schnittstelle unter Windows dichtgemacht. Damit war es nicht mehr möglich, mit dem PC entsprechende Daten zu lesen bzw. zu manipulieren.

PS: Die beiden Entwickler des frei erhältlichen Programms hatten - wie ich auch - rund drei Jahre in die Entwicklung der Software gesteckt. Bei einem gut ausgestatteten PDA (z.B. Bluetooth, Wifi, und entsprechend vielen Anwendungen) umfasst die Registry rund 3.500 bis 4.500 Schlüssel - das sind trotzdem nur wenige Megabytes. Auf dem PC dagegen können es ohne Weiteres mehrere Hundert MB sein, die man auslesen/auswerten muss. Die größte Datei, die mein Programm gesehen hat, war ca. 500 MB groß. Es ist klar, dass sich das bisher gelernte daher nicht 1:1 umsetzen lässt.

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(Fortwährende) Kränkungen machen eben krank. "Steter Tropfen höhlt den Stein" sagt ein uraltes Sprichwort. Ich weiß jetzt eben, wie das gemeint ist. Da brauch ich nur in den Spiegel zu schauen. Ich sehe zwar weitaus jünger aus, als ich in Wirklichkeit bin (sehr wenige graue Haare, glatte Haut ohne großartige Falten, kein Bauch), aber innendrin ist alles tot!

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@Eidolon150

Ich habe in meinem Leben auch schon viel Software geschrieben. Kaum war das erste Projekt fertig, folgte die nächste Herausforderung und man began praktisch bei 0.
Stimmt das wirklich? Nein man hat etwas erschaffen worauf man trotzalledem stolz sein darf! Es geht eben weiter, die Erde dreht sich doch.

Man kommt im Leben nicht weiter wenn man zurückblickt und immer wieder das kleine Holzhaus betrachtet. Natürlich erfüllt es einen mit stolz was man erschafft hat, wenn man heute aber keine Holzhäuser mehr baut sondern Steinhäuser hilft es nichts. Es ist Zeit Abschied zu nehmen. Die Erfahrung / das Wissen verlierst du nicht und kannst diese nutzen.

Ich glaube du hast eine lange Nase wenn du mir erzählen möchtest du hättest nicht einwenig Gefühl in dir. Man merkt wie stolz du auf deine Innovation warst.

Sei stolz aber blick' weiter. Man muss nicht jede Kritik annehmen, man kann sie aber anhören, bewerten und ggf. als Motivation nutzen.

Wenn diese Menschen dir etwas nicht gönnen, dann kannst du gut auf sie verzichten. Wir suchen uns unsere Freunde selbst, nicht umgekehrt.

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@safur

"Wir suchen uns unsere Freunde selbst, nicht umgekehrt". Soweit, so gut. Die Familie kann man sich leider nicht aussuchen. Sobald die Sache erfolgreich getestet wurde, und dann veröffentlicht, werde ich den Kontakt zu meiner Familie -wie schon lange geplant- abbrechen.
Wenigstens brauche ich denen keinen Dank dafür auszurichten.

Meine Schwester neidet mir das BWL-Studium, obwohl ich heute nicht mehr davon profitiere (ich hatte ein paar miese Jobs, wo dieses Wissen gefragt war). Als meine Schwester im entsprechenden Alter war, hat es nicht am Geld gelegen, dass Sie nicht studiert hat. Sie hat kein Abitur gemacht, und Ihre Interessen waren eher bei Männerbekanntschaften und im Bett als beim Lernen.


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@Eidolon150

Du musst dich weder rechtfertigen noch beweisen. Du bist eben du. Freunde sind auch Familie. Wenn sie dich anständig behandeln, kannst du sie auch anständig behandeln.

Neid! Weshalb nimmst du es nicht mit Humor. Es kann schon sein, dass du damals das Glück hattest und durftest studieren, damit endet aber die Geschichte nicht. Du musstest auch etwas dafür tun, sonst würdest du nicht stehen wo du stehst.

Es ist also fast schon lächerlich jemanden deshalb Vorwürfe zu machen. Das wäre so ähnlich als würdest du mir sagen, aber Safur! du hattest doch immer den schicken Sportwagen und deshalb die tollen Frauen. Na ja nur wg. dem Sportwagen wirst du keine tollen Frauen bekommen und ob du dann gerade solche Frauen möchtest, steht wieder woanders :-)

Du denkst dir deinen Teil und schreibst es hier sogar. Jemand der neidisch ist, hätte doch gar nicht die Motivation sich etwas selbst aufzubauen. Er würde immer nur vergleichen und selbst wenn sie auch studiert hätte, wärst du wieder "bevorzugt" worden oder was auch immer.

Sie gönnt dir deinen Erfolg nicht, weil sie ggf. selbst nichts auf die Reihe bekam worauf sie stolz ist.

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@safur

Meine Schwester hat eine eigene Familie, ein eigenes Haus und  anderes mehr. Sie hat sich vor längerer Zeit mit Buchhaltung selbständig gemacht, und arbeitet halbtags für einen Industriebetrieb als Buchhalterin. Man kann also nicht sagen, dass Sie nix auf die Reihe kriegt. Ich denke eher, Sie hat das Maximum aus ihrer beruflichen Bildung herausgeholt, was ich von mir beim besten Willen nicht behaupten kann. Ich hasse sie deswegen nicht, aber ich halte sie für dermassen abgehoben, unverschämt, und vom Charakter her für eine Sau!

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@Eidolon150

Dann war Neid das falsche Wort.
Das nennt sich überheblich. Ggf. gönnt sie dir auch manches nicht.
Oder sie möchte herausstellen / sich profilieren, Hey! obwohl ich nicht studieren durfte habe ich etwas aus meinem Leben gemacht. Wie sieht das bei dir aus?
(Indirekte Anerkennung)

Wie dem auch sei, so kommen wir nicht weiter.
Du bist anscheinend auch selbst nicht mit dir zufrieden und hast Komplexe.
Woher rühren diese nun?
Ich hatte dich schon so verstanden, du wärst grundsätzlich zufrieden.
Du hast einfach nur eine Stagnation / Barriere weil du rennst und rennst und nichts bei rumkommt.

Hilft dir das "Gespräch" hier überhaupt?

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@safur

Ich denke schon, dass mir das Gespräch etwas bringt. Vielleicht hift es, diese Stagnation/Leere zu überwinden. Seit meine Schwester auf der Welt ist, bin ich für diese Familie der Handlanger und Sündenbock in Personalunion. Ob ich jemals so vermögend sein werde, wie meine Schwester, steht in den Sternen. Sicher ist nur, dass ich sie schon vor längerer Zeit aussortiert habe. Um solche Menschen macht man einen Bogen. Und nachdem sie jetzt hergeht, und meine Mutter vor ihren Karren spannt, ist es an der Zeit, auch diesen Kontakt für immer zu löschen. Jedesmal, wenn sie für meine Mutter die Wäsche gemacht hat, muss ich mir irgendeinen Scheiss anhören. Ich habe den ganzen Familienkram nun wirklich über!

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@Eidolon150

GuteFrage.net zu konsultieren, ist eine gute Idee, wenn man sonst keine Ansprechpartner für bestimmte Probleme hat. Mir hat es jedenfalls insoweit geholfen, dass ich über meine Ex-Freundin schon fast hinweg bin (brauche vielleicht noch ein paar Monate, dass ich nicht mehr an sie denke). Auf jeden Fall arbeite ich wieder regelmässig und konstant an meinen Programmen. Auch vom Alkohol und den Tränen bin ich weggekommen!

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@Eidolon150

Nun du musst doch garnicht so vermögend sein wie deine Schwester. Hör' auf dich zu vergleichen! Das macht dich nicht glücklich. Du musst dich so mögen und akzeptieren wie du bist.

"Handlanger und Sündenbock" Wo war denn dein Vater zu der Zeit? Hier ist auch wieder die Frage, wurdest du dazu gemacht oder hast du ggf. selbst die Tätigkeit übernommen um Anerkennung zu erhalten oder weil du dich verantwortlich gefühlt hast.

Wie stehst du zu deiner Mutter? Ich würde mir den Kontakt nicht nehmen lassen, nur weil meine Schwester ggf. ein Problem damit hat.

Ich würde dir mal als Hausaufgabe mitgeben, schreib mal alles auf worauf du wirklich stolz bist. Finde mindestens 10 Punkte. Das kannst du über drei Tage machen, immer wenn dir etwas einfällt, schreibst du es mit auf die Liste.

Vielleicht würde dir auch mal eine Familienaufstellung helfen. Schon mal davon gehört? oder hältst du davon eher nichts?

Es gibt auch z. B. von der Caritas Psychologen die man drei Mal kostenlos besuchen darf. Evtl. wäre das auch mal eine Option um mit jemanden zu sprechen.

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@safur

Mein Vater lebt schon sehr lange nicht mehr. Ich kann nicht von mir behaupten, dass ich darüber sehr traurig bin, im Gegenteil! Für Ihn und seine Mutter (also meine Oma), der er muttersöhnlich hörig war, stand fest dass meine Schwester "das goldene Kind" und ich der "Sündenbock" bin. Er war ein furchtbarer Narzisst, dem ich nichts recht machen konnte. Und nun, im Alter, scheint meine Mutter ihm nacheifern zu wollen, obwohl Sie ihn schon lange hasste.
Ich hasse meine gesamte Restfamilie, d.h. Mutter und Schwester!

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@Eidolon150

Sowas hatte ich mir schon gedacht. Du hast wahrscheinlich auch sehr früh viel Verantwortung ggf. nicht ganz kindgerecht übernehmen müssen.

Hier haben wir auch wieder den Ansatz deiner Unzufriedenheit. Du versuchst und versuchst und fragst dich warum du so leer bist. Jedes Kind will Anerkennung und Bestätigung / Lob / ..
Es fehlt die Bestätigung bzw. eine "führende" Person.

Man redet sich dann halt gerne ein, man sei stark und kann drauf verzichten :-)

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Mir gehts wie Dir (in einigen Belangen). Ich kann Dir nur empfehln: halte durch, verfolge Dein Ziel und bring es zu Ende. Egal was die anderen sagen! Vor allem, wenn sie nur dazu dienen, Dich runter zu ziehen. Lass Dich davon nicht beirren.

Wenn Du für Dein Programm Verkaufschancen siehst, dann bring es zu Ende. Mach genug Werbung, investiere dich.

Am Ende steht der Lohn, für Dich etwas Außerordentliches geschaffen zu haben.

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