beim spicken erwischt was tun?

8 Antworten

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Ich habe eine ganz andere Haltung zu den Spick- oder "Schummelzettel".

Ein Lehrer, auch der der seit 10 oder 20 Jahren den gleichen Unterrichtsstoff vermittelt, bringt zu jeder Stunde Zettel mit, auf dem der zu unterrichten Stoff niedergeschrieben ist. "Unterrichtsvorbereitung" wird das oft genannt. Man sollte meinen, dass solche Lehrer den Stoff in- und auswendig können, so dass sie ohne Zettel auskommen müssten. Ein Bundestagsabgeordneter, der eine Rede halten soll, hat sich selbstverständlich darauf vorbereitet, in dem er einen (Spick)Zettel angefertigt hat. Niemand stört sich daran, dass er während seines Vortrags immer wieder daraufschaut. Gleiches tut ein Vorstandsvorsitzender, wenn er sich auf die Jahreshauptversammlung seines Unternehmens vorbereitet, um Rechenschaft abzulegen.

Ich frage mich, ob es da nicht viel sinnvoller wäre, dass Schüler - wenn sie schon gezwungen werden Tests zu schreiben - lernten, sich auf vergleichbare Situationen vorzubereiten, in dem sie sich im Anfertigen von Spickzettel übten. Einen guten Spickzettel mit den wichtigsten Informationen anzufertigen, ist nämlich nicht so einfach.

Ob mit oder ohne Spickzettel, dass Ergebnis des Testes ist sowieso das gleiche. Nach dem er geschrieben und benotet ist, geht das abgefragte Wissen auf wundersame Weise verloren. Macht es da nicht Sinn, wenigstens einen guten Notizzettel zur Hand zu haben? Die ganze Kriminalisierung von Schülern hätte endlich ein Ende

Gruß Matti

Könnte man die Schulleiter auf dies aufmerksam machen ?

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@itachiiscool

Ich bin nicht sicher, ob das Gehirn eines Schulleiters, welches über einen langen Zeitraum von einer sehr traditionellen und autoritären Schule geprägt wurde, solche Gedanken verarbeiten kann. Ein Versuch wäre es allemal wert. Vielleicht ist er ja offen. Man muss immer positiv denken. Aber vielleicht kannst Du einen öffentlichen Aushang machen. Überschrift: "Der höhere Sinn eines Spickzettels" Oder wenn Du das nächste Mal ein Referat oder ähnliches halten musst, wäre das doch ein interessantes Thema. (Solltest Du weitere Argumente brauchen, schreib mich an). Wie ich überhaupt glauben, dass man unser traditionelles und völlig veraltetes Belehrungssystem in den Schulen öfter infrage stellen sollte. Wer sollte das besser können, als die Betroffenen selbst. In Berlin gibt es eine solche Initiative:

http://kraetzae.de/schule/unterrichtsverweigerung/begruendung/

Schau Dich ruhig ein bisschen auf der Seite um. Das eine oder andere könnte interessant sein.

Ich bin vor wenigen Wochen, hier im Forum, mit jemandem aneinander geraten (meine starke Vermutung: es war ein Lehrer). Nach dem ich so argumentiert hatte wie hier, warf er mir Demagogie vor und hat vor lauter Entsetzen die gesamte Unterhaltung - also auch seine Argumente - löschen lassen. Aber auch das ist eine Vermutung. Vielleicht war es auch jemand anderes; jedenfalls ist es gelöscht worden.

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@itachiiscool

Mir ist noch etwas eingefallen. In Berlin gibt es eine Schule, da brauchst Du keine Spickzettel. Die machen es mit den Tests völlig anders.

Die Schüler gehen jeden Tag in Lernbüros und suchen sich aus, was sie lernen wollen. Innerhalb eines Jahres müssen sie eine bestimmte Anzahl von so genannten Modulen lernen. Der Witz ist, dass bei jedem Modul die Ergebnisse mit dabei sind. Man kann also kontrollieren, ob man die Aufgaben des Moduls richtig gelernt und verstanden hat. Wenn man fertig ist mit einem Modul, geht man zum Lehrer und meldet sich für den Test an. Es machen also nicht alle zusammen, zu einem vorgeschriebenen Termin den Test, sondern jeder ganz individuell. Bis zur 9. Klasse braucht man sich um Schulnoten keine Gedanken machen. Es gibt nämlich keine!!! Wozu auch?

Da in einem Lernbüro die Schüler verschiedener Jahrgangsstufen zusammen sind, ist es völlig normal, dass sich die Schüler untereinander helfen. Mit anderen Worten: Quatschen ist erlaubt! Es ist auch überhaupt nicht dramatisch, wenn jemand mal krank ist. Dann macht er mit dem Lernen an der Stele weiter, vo er vor der Krankheit aufgehört hat.

Hier hast Du einen kleinen Film über diese Schule:

http://www.youtube.com/watch?v=liukx6_S2gg

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@Kuhlmann26

interessant, wird Zeit, dass in Punkto Bildungssystem und Schule mal ein frischer Wind weht!

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Du hast das Risiko ganz bewusst in Kauf genommen und eben Pech gehabt. Dass die Note wichtig ist, ändert nichts: Du hättest durch den Spicker ja auch genau diese wichtige Note manipuliert.

Das einzige, was du jetzt tun kannst, ist, dich beim betreffenden Lehrer zu entschuldigen und zu sagen, wie sehr es dir leid tut. Das einzige, was er dann für dich tun kann, ist, dich einmal öfters mündlich abzufragen, damit die eine 6 nicht so schwer wiegt. Dies wird er aber nur tun, wenn er sieht, dass du deinen Fehler einsiehst. Wenn du mit ihm über die 0 Punkte diskutieren willst, hast du keine Chance.

Spicken bedeudet ja eben Note 6 und gut ist, oder? Zuvor wurde ja auch noch gewarnt und dann auch noch erwischen lassen? Was soll denn der Lehrer da auch noch machen?

Das passiert manchmal eben. So wichtig sind Schulnoten nicht, wie immer getan wird. Ist halt so, dass man nicht immer gute Noten bekommen kann. Sie das ganze ruhig entspannter.

Ich würde mal sagen sie sind an dem Punkt wichtig, wo du zum Beispiel Punkte fürs Abitur sammelst, oder dein Abschlusszeugnis bekommst? xD Also sry, du kannst mir nicht sagen, dass die nicht wichtig sind xD

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er macht halt so gut wie keine tests in diesem fach so habe ich keine chance diese note wieder gut zu machen.

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da man mit lehren bekanntlich nicht reden kann kannst du deinen Eltern schon mal von der 6 erzählen und versuchen in den nächsten stunden die 6 durch mündliche arbeit zu verbessern :)

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