Bei Parkinson Rollstuhl?
Hallo, ich habe nun schon seit mehreren Jahren Parkinson. Ich bin nun mittlerweile 44, und die Krankheit ist schon weiter fortgeschritten, sodass mir das Laufen zunehmend schwer fällt. An schlechten Tagen kann ich kaum noch aus dem Haus gehen. Ich kann auch nicht mehr mit meinen Kindern zum Spielplatz gehen, da ich das nicht mehr schaffe. Ich habe aber ein bisschen Hemmung davor im Rollstuhl zu sitzen, da man ja dann sofort als behindert gilt( das möchte ich eigentlich nicht so gerne, da ich ja auch Mutter von 2 Kindern bin.) Jetzt ist meine Frage, soll ich ab jetzt Rollstuhlfahrerin werden, oder soll ich es noch so versuchen? Wenn ich mich für einen Rollstuhl entscheide, welchen würdet ihr empfehlen? Und welche Tipps würdet ihr mir geben fürs Leben als Rollstuhlfahrerin? LG und danke schonmal für Antworten!
5 Antworten
Ich bin selbst Rollifahrerin geworden, als ich noch ein wenig laufen konnte. (sogar etwas mehr, als das was du beschreibst). Ganz ehrlich....es hat mein Leben dermaßen erleichtert. Einfach mal wieder rauszukönnen ohne halb K.O. nach kurzer Zeit zu sein. Halt wieder am Leben teilhaben.
Wenn du noch kleine Kinder hast, dann scheinst du ja noch relativ jung zu sein? Ich würde dir durchaus dazu raten. Du hast ja vermutlich noch einige Jahre vor dir ;-) Und irgendwann fühlt man sich echt eingesperrt.
Man muss einen Rolli ja auch nicht immer benutzen. Dann nimmst du ihn eben nur an schlechten Tagen, oder nur, wenn ihr länger unterwegs seit.
Was das Modell angeht (und ob E-Rolli, Aktivrolli, Aktivrolli mit Restkraftunterstützung) lass dich in einem guten Sanihaus beraten, dass auf Rollstuhlversorgung spezialisiert ist.
Ein paar Grundlegende Dinge: Einen Rollstuhl auf jeden Fall vorher testen! Person A mag mit Modell A super zurechtkommen und für Person B ist dieses Modell vielleicht ein absolutes No Go. Nimm dir dafür Zeit. (ich hatte meine Testrollis jeweils 1 Woche zu Hause). Die Runde im Sanihaus reicht nicht aus.
"Rollstuhl" auf einer Verordnung reicht nicht aus, es sei denn du willst nen schweren Standartrolli...aber der behindert dich dann wirklich ;-). Nach dem Testen den genauen Namen des Rollis und am besten auch ne Begründung auf die Verordnung schreiben lassen.
Ansonsten...take it easy ;-) Ich flitze im Juni 1 Jahr durch die Gegend...vieles kommt mit der Zeit und eigentlich ist Rollifahren oftmals gar nicht soooo schlimm. :-P
Ich würde für solche Gelegenheiten einen Scooter oder auch Elektroscooter/ Elektromobil beantragen. Ein manueller Rolli ist schon nicht einfach dauerhaft zu fahren, das fordert ne Menge Armkraft. Mit dem Scooter bist du schnell und schonst deine Ressourcen um die Kids auf dem Spielplatz zu managen ;)
Mit der Diagnose sollte die Beantragung kein Problem sein. Rezept vom Hausarzt das dann an das nächste Sanitätshaus - Probefahrt und ein bissl warten (5 Wochen maximal bis entschieden wird seitens Krankenkasse).
Die Dinger fahren 6 km/H und müssen nicht versichert werden. Du brauchst nur nen Stellplatz und Strom.
Auch gut zu wissen: Da die Dinger einen Lenker haben muss man auch nicht megavorsichtig sein wenn die Hände oder Arme einen Tremor haben.
du weisst ja bescheid, wie um deine Krankheit bestellt ist. um mobil zu bleiben, empfiehlt sicher ein Elektrorollstuhl. entscheidend, ob deine Wohnung und das haus sich eignet. sich immer in deiner Wohnung einzuschliessen. ist ja auch nicht sinnvoll
Damit Du Dich nicht weiter quälen musst, würde ich Dir empfehlen, mit Rollstuhl rauszugehen. Dafür muss man sich nicht schämen.
Tipps für das Leben mit Rollstuhl kann ich Dir keine geben - ich sitze nicht im Rollstuhl.
Welches Modell? Bei uns gibt es Sanitätshäuser, da wird man eigentlich gut beraten.
Vlt. reicht auch erst mal ein Gehwagen. Hat meine Schwiegermutter.
@ Blume2000000000
Das tut mir für dich sehr leid, aber irgendwann wirst du dich dazu durchringen müssen, doch einen Rollstuhl zu benutzen oder Anfangs nur einen Trolley..
Sicher fällt dir das schwer, aber du musst dich leider damit auseinandersetzen, dass du eine schwere Behinderung hast, die du nur durch Medikamente aufhalten aber leider nicht heilen kannst.
Deine Behinderung ist körperlich, aber du bist trotzdem derselbe Mensch, nur eben durch deine Krankheit gehandicapt.
Rede mit deinem Arzt darüber, welche Hilfsmittel du in Anspruch nehmen kannst.
Auch deine Krankenkasse wird dir da helfen können.
Du könntest dich hier mal durchlesen
und vielleicht kannst du dich mit Betroffenen austauschen. Dann siehst
du, dass du nicht alleine bist mit dieser Beeinträchtigung und kannst dir von anderen hilfreiche Tipps und Anregungen mitnehmen..
Oder sollte es dir möglich sein eine Selbsthilfegruppe bei dir in der Nähe zu finden und dort mal hinzugehen, dann kannst du dort auch Kontakte aufbauen.
Suche mal im Internet nach Selbsthilfegruppe Parkinson, gibt es sicher auch in deiner Nähe.