Auf Beerdigung gehen - ja, oder nein?

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28 Antworten

Guten Tag miiny96, du hast ja schon sehr unterschiedliche Antworten bekommen. Ist alles drin und meine vielleicht nicht mehr nötig. Aber erst am 17. März wurde ein Freund von mir beerdigt. Die Menge der Besucher auf dem Hof, wo das kirchliche Ritual des "Aussingens" stattfand (nenne das einmal so, in der Ukraine bei orthodoxen Christen üblich), erstaunte mich. Hier ist auch üblich, dass vom Toten im offenen Sarg "Abschied genommen" wird. Das wird dir in Deutschland erspart bleiben. Näher zur Sache.

Einem Menschen in Not zu helfen ist immer eine zutiefst menschliche Haltung und häufig bei Frauen und Mädchen eher anzutreffen als bei Männern und Jungen. Schon allein deine Überlegungen zeigen, dass du ein warmes Herz hast. Und deine ehemals beste Freundin und ihre Schwester sind in seelischer Not. Ich rate dir, beiden Anteilnahme zu zeigen. Vielleicht bringt euch das auch wieder näher.

Was dein Praktikum angeht: ich denke, die es leitende Person versteht dein Motiv. Dir können - nach meiner Lebenserfahrung - eben wegen dieser Haltung nicht die Folgen erwachsen, welche in einigen Antworten angedeutet werden. Sondern: weil du beweist, dass du eine echte Persönlichkeit bist, die unter Umständen die Praktikumsaufgaben auch später löst, wird dir verdientermaßen Achtung gezollt. Wenn nicht - Leben ist immer Risiko. Aber Menschlichkeit wird gewöhnlich honoriert.

Alles Gute!

Siegfried

Du schreibst selbst,dass es mal deine beste Freundin war und du auch immer noch Kontakt hast,wenn auch nicht mehr so viel.Hast du den Vater überhaupt gekannt?Wenn ja,würdest du ihm und deiner Freundin respekt zollen wenn du mit der Beerdigung gehst.Andererseits ist dir bestimmt niemand böse wenn du es nicht tust.Also,hör einfach auf dein Bauchgefühl und so wie du dich entscheidest ist es richtig!

Wenn man sich mit der Person gut verstanden hat, gut gekannt hat, würde ich hingehen, du machst dir sonst vieleicht Vorwürfe,

Ich gehe zu Beerdigungen Die ich gut kenne, oder die ich mochte, bei Kollegen und Chefs gehe ich generell, wenn ich es weiss, denn ich hatte noch nie mit jemanden ein Problem, als mein Chef vom Bodensee gestorben ist, da muss ich hin, da hebt mich nichts, oder als mein Fahrlehrer von Stockach gestorben ist, da muss ich hin, ich habe in einigen Personen, gute Erinnerungen, das man nicht vergisst,

als der Senjor von meinem Letzten Betrieb gestorben ist, ich hatte zufällig frei, auch wenn ich nicht frei gehabt hätte wäre ich zur Beerdigung, auch den Mann hatte ich sehr gerne, ich habe ihn kennengelernt da war ich ein 14 oder 15 Jahre, er war mit meinem Opa befreundet, die haben sich immer Freitags getroffen zum Karten spielen, und daher habe ich auch mein letzter Betrieb wachsen sehen, sehr klein angefangen, und heute, Respekt, und dazu noch eine sehr nette Familie, sehr sozial, ich freue mich immer, wenn ich das sehe, was die Familie auf die Beine gestellt bekommen hat,

Oder einen anderen Chef da war ich im anderen H. das war vor 13 Jahre, den Mann hatte ich auch sehr gerne, ich seh ihn heute noch an seinem Tisch sitzen, ich hatte aufgehört durch einen anderen, Herr Rosenk. wollte nicht das ich aufhöre, er sagte immer, du bist mein bestes Mädchen, ich hörte damals wegen dem Herrn Müller auf, mit ihm kam ich nicht zurecht, der hat mich als kleines Mädchen behandelt, und danach machte ich mich selbständig, , er besuchte mich als in meinen selbständigen Läden, Herr Rosenk. hatte immer sein reservierten Tisch, mit seinen Namen eingraviert, da war ich selbstverständlich auch auf der Beerdigung,

1988 ist mein erster Chef gestorben, den vermisse ich heute noch, mit ihm habe ich sehr viel erlebt, das war mein Lehrmeister,

alles sehr bewegte Momente, alle in sehr guter Erinnerung behalten,

Wenn du ihn persönlich gekannt hast - und nicht nur seine Töchter - solltest du hingehen. Für die Hinterbliebenen ist das wichtig, auch wenn ihnen das erst viel später bewusst wird.

Wenn du jetzt mit der Schwester deiner ehem. Freundin in gutem Kontakt stehst, dann ist das ja auch ihr Vater, und damit wäre eine Voraussetzung gegeben, auf die Beerdigung zu gehen.

Du hast zur selben Zeit jedoch Praktikum: Todesfall in der Familie ist ein Grund, dass du von der Arbeit fern bleibst, eine (weite) Freundschaft jedoch nicht.

Mein Rat wäre daher folgender: du gehst nicht auf die Beerdigung; aber du schreibst deiner ehem. Freundin und ihrer Schwester eine Karte. Liebe..., ich habe vom Tod deines Vaters gehört. Weil ich Praktikum hatte, konnte ich leider nicht zur Beerdigung kommen. Aber ich möchte dir sagen,... Ich wünsche dir... Viele Grüße.

naja wenn sie deine beste freundin war und du auch viel mit ihrer schwester redest, dann würde ich für meinen teil hinghen. Denn wenn ich einmal eine Beste Freundin hatte und sie eine längere zeit nicht gesehen habe, ändert das ncihts an der sache, dass sie meine beste freundin ist ;)

Außerdem denke ich würdet ihr euch vielleicht beide über ein wiedersehen freuen?

Naja aber wenn du mit ihrem Vater nicht so viel zu tun hattest, ihn also eigentlich gar nicht kanntest, dann würde ich nicht hingehen. Wenn du dich aber gut mit ihm verstanden hattest, dann geh doch hin. Ich denke es wird sie freuen ;)

LG sis :D

p.s. musst du selber wissen :P also hör auf dein Herz ;)

Kommt für mich nur darauf an, ob du ihr bei ihrer Trauer beistehen willst. Wenn ihr hier und da mal über schulisches geredet habt, wäre es fast schon unhöflich. Seid ihr wirklich gute Freunde, keine Bekannten, geh' hin. Tu ihr den Gefallen, ein Mensch, dem man wirklich vertraut tut gut.

Aber letzendlich, wie hier schon irgendwer geschrieben hat, ist eine Beerdigung keine Kopfsache, soche sondern Fühlsache :)

frag doch deine freundin ob es ok ist für sie. natürlich nur wenn du von dir aus zur beerdigung gehen magst. auch bei einem praktikum kann man sich einen tag frei nehmen, musst nur deinem chef gegenüber ehrlich sein. zumindest kannst du nach der beerdigung zum grab gehen und abschied nehmen

Respekt! Du bist ein wertvoller Mensch - alles andere als geichgültig!

Da Dich das beschäftigt solltest Du hingehen. Denn es ist die letzte und einzige Gelegenheit. Es wird in Dir sonst ein ungutes Gefühl bleiben - wenn auch nicht wahnsinnig stark - wenn Du nicht hingehst.

Tu es also ganz allein für Dich. Beerdigungen sind am allermeisten eine gute Handlung für die Lebenden, nicht für die Toten. Es ist Aschied, Abschluss, Angehörige-nicht-alleine-lassen, Erinnerung, zur-Ruhe-kommen, Erleichterung, ... und das alles in einem sehr würdigen Rahmen. Auch die Erinnerung an eine Beerdigung kann Kraft geben. Besonders den Angehörigen, wenn sie spüren, dass sie nicht alleine sind.

Und wenn Du dort bist, und Dir verloren vorkommst, weil Du sehr alleine bist, so denke daran, dass Du wahrscheinlich nicht der Einzige bist, der alleine kommt. Konzentriere Dich uaf die Worte, die da gesprochen werden, nimm' es mit für Dich. Und stelle Deine Anwesenheit nicht zur Schau (ist eh klar).

Im Praktikum kannst Du sagen, dass Du auf eine Beerdigung musst - es ist zwar kein Verwandter, aber ein Dir nahe-stehender Mensch gestorben. Ich glaube kaum, dass Du da auf Schwierigkeiten stösst.

Deine frühere Freundin sowie deren Familie würden sich bestimmt freuen, dass Du, obwohl die Freundschaft eingeschlafen ist, noch Anteil an deren Schicksal nimmst. Schreib eine Trauerkarte, die kannst Du am Eingang der Feierhalle abgeben. Dein Praktikumsbetrieb kann Dich doch bestimmt für zwei Stunden freistellen, frag einfach nach und erkläre worum es geht. Wenn Du Dir nicht sicher bist, wie Du Dich bei der Trauerfeier verhalten sollst, orientiere Dich an den anderen Besuchern. Nur Mut!

Wenn es nur das ist, daß du alleine hin müßtest, dann lass es sein. Entweder möchtest du gehen, oder nicht. Es geht darum, daß du das Bedürfnis hast hinzugehen. Das kommt einfach auf dein Gefühl und den Bezug zu derjenigen Person an.

Du kannst deiner Freundin ein paar nette Worte schreiben. Das hilft ihr in ihrer Situation vielleicht mehr.

Würde es deine Freundin trösten, würde sie sich darüber freuen, dich zu sehen, oder seid ihr nur noch "gute Bekannte"?

Du kannst ihr z.B. einen Brief schreiben.

Freut man sich nicht auch über den Trost von guten Bekannten?

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Hallo Miiny96,

wenn Du schon überlegst, ob Du hingehen sollst, solltest Du auch gehen. Du kannst Dich ja etwas im Hintergrund halten. Wenn Sie auf Dich zu kommt, kannst Du sie in den Arm nehmen, ansonsten würd ich mich eher etwas zurück halten.

Wenn Du hingehst, signalisierst Du, dass Du für sie da ist, wenn sie Dich braucht.

Alleine auf eine Beerdigung zu gehen ist nicht schön, aber es sind i. d. R. einige, die allein gehen und wer weiß, vielleicht ist doch auch noch jemand da, den Du kennst.

Viele Grüße

Jolie

Die Entscheidung musst du selbst treffen, aber ich versuche, dir vielleicht ein paar Gedankenanregungen zu geben.

Ich weiß von vielen, dass es ihnen viel Trost gegeben hat, zu sehen, wer alles gekommen ist und mit einem fühlt!

Wenn du darüber nachdenkst, dann hast du vielleicht innerlich schon das Bedürfnis, da hin zu gehen und zweifelst nur noch etwas. Dann hör auf dein Gefühl. Du würdest es sonst hinterher vielleicht bedauern.

Ich würde nicht gehen. Mir wäre das Praktikum ZU DIESEM ZEITPUNKT wichtiger, denn ich will ja gut und zuverlässig erscheinen. Wenn ich kein Praktikum zu diesem Zeitpunkt hätte oder keine Schule, keine Arbeit, was auch immer !? , würde ich aber auch überlegen, ob ich gehe oder nicht. Ich mein; ihr hattet lang keinen Kontakt, du und deine Freundin und du siehst ja nur die Schwester oft und ihr redet ja auch nicht über deine ehemals beste Freundin.. hör auf dein Herz. (:

Ich denke nicht, dass eine Beerdigung als Unzuverlässigkeit interpretiert wird. Vielleicht hat sie ja auch Urlaubstage.

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Hi, die Trilnahme an der Beerdigung wäre eine gute Gelegenheit, die alten Kontakte wieder aufleben zu lassen. Auf jeden Fall solltest Du der Freundin (und deren Familie) persönliche schriftlich kondulieren. Stelle Dir vor, Dein Vater wäre gestorben. Würdest Du Dich über die Letzte Ehrerzeigung durch Deine Freundin freuen? Danach kannst Du Dein Handeln ausrichten. Gruß Osmond

Geh einfach aus Respekt hin. Du musst ja nicht in der ersten Reihe sitzen. Kondolieren kannst du mit Karte oder wenn du sie so triffst. Es ist ein grosser Trost für die Hinterbliebenen, wenn auf der Beerdigung der letzte Respekt erwiesen wird.

Zu einer Beerdigung sollte man m. E. gehen, wenn man zu dem Verstorbenen eine gute Beziehung hatte und auch zu den Hinterbliebenen in guter Verbindung steht.

Das von Dir angesprochene Thema ist sehr diffizil, und man kann im Einzelfall keine klare konkrete Antwort geben. Es ist auch eine Gefühlsangelegenheit, warum man zu einer Beerdigung geht.

Nun konkret zu Deiner Angelegenheit:

Nach Deiner Beschreibung hast Du nicht mehr so eine gute Verbindung zu Deiner lange Zeit besten Freundin wie sie einmal war; dies trat ein durch Veränderungen im Leben wie Schulwechsel. Hinzu kommt, dass Du zum Zeitpunkt der Beerdigung terminlich eingebunden bist.

Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich nicht zur Beerdigung gehen. Ich kann Dir jedoch nur eine Anregung geben, aber die Entscheidung liegt bei Dir.

Du wirst die für Dich richtige Entscheidung treffen können; alles Gute!

Es spricht nichts dagegen dahin zu gehen, wenn du den Vater gut gekannt hast (selbst, wenn nicht). An der ehemaligen BF würde ich es gar nicht fest machen. Du hattest Kontakt zur Familie und die würde es sicher freuen, wenn du dabei bist.

Es reicht ja, zur Aussgnung und zur Beerdigung zu gehen, nicht aber zum Leichenschmaus (schreckliches Wort!), falls du nicht während der BEerdigung eingeladen wirst.

Das Praktikum, bzw. die verlorenen Stunden kannst du sicher nachholen.

wenn du dir unsicher bist solltest du da nicht hin gehen,es sei denn man kommt auf dich zu und bittet dich darum

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