Arbeitsamt nervt, was tun?

16 Antworten

Wenn du an Depressionen leidest, solltest du ja ohne Probleme vom Arzt krank geschrieben werden. Da wirst du dann erstmal eine kurze Zeit lang nicht mehr „genervt“.

Im absoluten Härtefall kannst du dem (ich schätze mal du meinst nicht das Arbeitsamtes) Jobcenter mitteilen, dass du beim Amtsarzt vorstellig werden möchtest um deine Arbeitsfähigkeit feststellen zu lassen.

Wird dort festgestellt, dass du maximal 3 Stunden pro Woche arbeitsfähig bist, wird dich das Jobcenter die nächsten 6 Monate nicht mehr „nerven“.

Bist du denn in Therapie bezüglich der Depressionen? Auch wenn man krank ist, kann man alles mögliche tun um sich wieder einzugliedern. Eine Therapie ist da das größte Muss.
Wenn du die Therapie hinter dir hast, kannst du auch wieder arbeiten.

Irgendwie stört mich dein letzter Satz. Da ist so gar keine Motivation drin, etwas an deiner Situation zu ändern. Aber der Rest der Bevölkerung soll dich unterhalten?

Daß sie oder er keine Motivation hat liegt daran, daß sie/er Depressionen hat, was sehr schlimm ist. Da kann man etwas Verständnis aufbringen

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@luckymicha

Absoluter Quatsch. Der größte Fehler ist Mitleid. Depressionen sind schlimm, aber noch viel schlimmer, wenn man sich davon einnehmen lässt und nichts dagegen tut. Ich weiß wovon ich spreche, denn ich war selbst 2 Jahre in Therapie, davon 6 Monate stationär. Jetzt studiere ich weiter im Feld der Psychologie. Tagebuch der Emotionen von Alexander Kaminski, fantastisches und sehr reales Buch zu dem Thema.

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Korrekt. Gerade von selbst-diagnostizierten Depressionen sollten sich viele distanzieren.

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Fehlender Antrieb bzw. Motivation ist Teil einer Erkrankung an Depressionen. Entsprechend ist der Vorwurf mangelnder Motivation an einen Depressiven ungefähr so wie der Vorwurf mangelnder Bewegungsfähigkeit an jemanden mit einem gebrochenen Bein...

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Um ALG2 zu bekommen, musst du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Entsprechend bist du da dann auch verpflichtet, Bewerbungen zu schreiben.

Wenn du wegen einer Erkrankung nicht erwerbsfähig bist, musst du das nachweisen, weil du dann eventuell Gelder aus anderen "Töpfen" bekommst. Sprich, hier braucht es ärztliche Atteste bzw. Gutachten. Hier ist es deine Pflicht, das deinem Sachbearbeiter mitzuteilen und dann die entsprechenden Nachweise zu erbringen (meist früher oder später amtsärztliche Untersuchung).

Hallo Kingoet

Befindest du dich denn offiziell in Behandlung/Therapie oder ist das durch einen Psychologen bei dir diagnostiziert worden?

Falls nicht, solltest du das dringend nachholen und einreichen. Damit lösen sich die Probleme meist.

Geh zum Arzt, lass dir die Depression bescheinigen, begib dich in Therapie und leg die Dokumente diesbezüglich dem Amt vor.

Nach deiner Depression kannst du wieder arbeiten gehen.

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