Wie kann ich Apfelmarmelade "sprudelnd" kochen?

4 Antworten

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Damit dem ungeübten Koch von Marmelade/Konfitüre klar ist, dass es "richtig" kochen muss, haben die Hersteller des Gelierzuckers die Formulierung "sprudelnd kochen" entwickelt, was bedeutet: Man muss sehen können dass es kocht, was der Fall ist wenn die Masse Blasen bildet, es blubbert, die Masse sprudelt.

Vielleicht hast du das "Blubbern" nicht als sprudelnd kochen wahrgenommen und daher war der Kochvorgang zu lange, was du einer festeren Konsistenz der Apfelmarmelade geführt hat. Wenn die Masse allerdings länger als 8 Min. kocht, kann auch das Gegenteil der Fall sein.

Wie dir Michi1010 bereits gesagt hat, enthalten Äpfel bereits Pektin (das ist auch im Gelierzucker enthalten und ist der Hauptfaktor für das Gelieren). Der Gehalt ist bei den Apfelsorten unterschiedlich. Mag sein, dass die Apfelsorte deines Schwiegervaters besonders viel davon enthält. Wenn du die gleiche Sorte auch in diesem Jahr verwenden möchtest, könnte vielleicht die Zugabe von ca. 10 % mehr Äpfeln das Problem beseitigen. Wie dir schon geraten wurde bringt beim Kochen eine kleine Gelierprobe auch Klarheit: Stell einen flachen Teller in den Tiefkühler, entnimm einen gehäuften Teelöffel der Fruchtmasse nach der vorgegebenen Kochzeit und füll sie flach auf den gekühlten Teller (in der Zeit Topf von der Herdplatte ziehen, damit es nicht weiter kocht). Durch den kalten Teller erstarrt die Masse schnell und du kannst die Konsistenz deiner Marmelade erkennen. Ist sie zu fest, hast du nun noch alle Möglichkeiten. Bei Apfelmarmelade bietet sich tatsächlich das Verdünnen mit Apfelsaft an (wieder kurz aufkochen!!!!). Wasser würde ich nicht nehmen, wenn du es vermeiden kannst, verschlechtert ja die Qualität.

Hier ein Link für die Zubereitung von Marmelade generell:

https://www.sweet-family.de/themenwelten-ratgeber/einmachen/einmachschule/anleitung-fuer-konfitueren/ 

Zum Einfüllen von Marmelade in Gläser gibt es übrigens einen speziellen Trichter mit einer großen Öffnung. Das ist sehr praktisch und du musst nicht mehr mit einem Löffel mühselig einfüllen, wobei schnell ohnehin besser ist. Link als Kommentar!

Muss diese Antwort mal selbst kommentieren.

Ich bin kein Anfänger am Herd, allerdings gehört Marmelade kochen nicht zum Alltäglichen bei mir. Sprudelnd kochen ist mir durchaus ein Begriff und ich erkenne es auch als ein solches.Wenn meine letzte Marmelade von der Konsistenz her eher als Mus zu bezeichnen ist, ist blubbern etwas ganz anderes als sprudelnd kochen :)

Danke für den Hinweis mit dem Trichter, ist eine Überlegung wert.

Habe gestern wieder Marmelade gekocht. Die Äpfel habe ich unter ständiger Zugabe von Flüssigkeit "gekocht". Damit hatte der Brei schon eine ganz andere Konsistenz als beim letzten Mal. Zudem bin ich nun auch dahinter gekommen, was genau beim letzten Mal schief gelaufen ist. Die Menge an Gelierzucker war imRezept nur mit "1 Tüte" angegeben. Mein Mengenverhältnis war demnach einfach falsch, weil auch die Menge an Äpfeln im Rezept nicht passte.

Damit sind nun alle Klarheiten beseitigt :P

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Wenn du einen fertigen Gelierzucker nimmst würde ich mich an die Mengenangaben des Zuckers halten,also z.B. 1-1

Wenn du selber dosierst kannst du natürlich verdünnen und Geliermittel entsprechend zugeben.

Du solltest beachten, dass Äpfel von Natur aus Pektin als Geliermittel enthalten. Ist natürlich abhängig von der Sorte.

Mach am besten immer eine Gelierprobe egal ob es sprudelnd gekocht hat oder nicht.

Wenn es blubbert, sprudelt es auch *zwinker*.

Gutes Gelingen.

LG Pummelweib :-)

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