Angst vor Verschwendung?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

denk mal genau über dein verhalten und deine motivation nach! wie schon jemand geschrieben hat: wenn etwas durch oftmaligen gebrauch kaputt geht, ist es keine verschwendung! bei dir scheint der gedanke da zu sein, dass du dinge nicht benutzen dürftest - aber zu was hast du sie dann! es wäre verschwendung, dinge zu kaufen und nicht zu benutzen.

ausserdem gibt es nicht nur ein ziel im alltag. du scheinst dich darauf konzentriert zu haben, nichts zu verschwenden. aber was ist z.b. mit hygiene: man läuft nicht rum wie ein obdachloser, weil kleidung einfach irgendwann kaputt geht und es unhygienisch und unzweckmässig ist, sie dann noch weiter zu verwenden. gib die abgetragene kleidung in einen kleidercontainer - dann kann sie letztendlich zu füllmaterial "umgearbeitet" werden und ist so noch zu was gut, während sie dich zuhause nicht mehr richtig kleiden würde.

es gibt ja auch so etwas wie gesellschaftliche standards. die kennst du auch, sonst würdest du nicht nur zuhause wie ein obdachloser gekleidet sein. aber wenn du nicht aufpasst, dann wird die vergeudung irgendwann so wichtig, dass du gesellschaftliche standards missachtest. das solltest du aber nicht tun, weil anpassung an die gesellschaft (in gewissen maßen) wichtig ist.

und letztendlich bist da noch DU: es ist wichtig, dinge auch nur mal zu haben, zu tun und zu benutzen, weil es einfach schön ist! das ist eine quelle, aus der man kraft schöpft. also trage deinen schmuck, wann es dir gefällt. dazu ist er da und du solltest dir selbst so wichtig sein, dass du dir das auch gönnst.

ich weiß, was du sagst ist richtig.

und es hört sich so leicht an, aber irgendwie sträubt sich mein ganzes "ich" gegen die vorstellung, etwas so lange zu gebrauchen, dass es kaputt geht und ich es nie wieder bekommen werde :o

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@ExcellentHoschi

dass es sich leicht anhört und schwer zu machen ist, sagen viele :D

einerseits ist es nicht leicht, weil es sich um etwas handelt, dass dir wichtig ist. daher wird es auch eine zeit dauern, bis du dich umgewöhnt hast. und manchmal, wenn es dir schlecht geht oder wenn ein teil dir viel bedeutet, wirst du dinge (wieder) behalten wollen. man kann aber froh sein, dass die methode leicht ist: suche argumente, um dich zu überzeugen. schreibe eine liste mit den argumenten. zähle sie dir auf, am besten täglich. übe anderes verhalten ein. notiere dir in einem kalender, wie oft du innerhalb eines zeitabschnitts (z.b. woche) erfolgreich bist z.b. wie oft du deinen schmuck auch tagsüber getragen hast - damit du den fortschritt erkennen kannst.

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Ist irgendwie ne Art Zwangsneurose. Ein Psychologe kann dir da sicher helfen. Es geht ja eher darum herauszufinden, warum du davor so Angst hast.

Wenn etwas nach einem oftmaligen, ordnungsgemäßen Gebrauch kaputt wird, dann war das keine Verschwendung.

aber dann denke ich mir: vielleicht hätte ich diesen gegenstand in anderen situationen nötiger gebraucht oder besser nutzen können :D

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@ExcellentHoschi

Diese Gedanken kommen mir auch hin und wieder, ich benutze den Gegenstand dann aber trotzdem. Es ist auch eine Form der Verschwendung, etwas nie zu benutzen.

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