Angefahrenes Tier nochmal überfahren?

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6 Antworten

ist JETZT schwierig zum einschätzen.

das eichörnchen hätte vieleicht noch eine chance gehabt, vieleicht aber auch nicht.

bessere lösung wäre gewesen: anhalten, nachsehen wie es um das tier steht und bei bedarf mit einer sichereren methode erlösen und prüfen ob es auch erlöst ist.

aber an sich ... wenn ein eichörnchen angefahren wurde und herumzuckt ist es meistens schon zu spät, die haben selten wirklich eine chance.

ich bin hier der meinung man sollte auch deine mutter nicht verurteilen, sie hat es gut gemeint, die umsetzung war etwas ungeschickt. aber du kannst sie ja darauf hinweisen. du selbst brauchst dir keine gedanken machen, du hast nicht das auto gelenkt und nicht die entscheidung getroffen.

habe es auch mal mit einem kleinen tierchen zu gut gemeint ... ein siebenschläfer lag auf der straße und ich hab ihn eingepackt und ins tierschutzhaus gebracht - wo die tiere medizinisch wirklich gut behandelt werden und sie auch ahnung von wildtieren haben ... also in dem tierheim bei uns -, dort konnten sie mir aber auch nur noch sagen das sie versuchen werden die wunden zu reinigen und das kleine durch zu bringen, ... aber im endefekt wurde es gleich nach der erstuntersuchung eingeschläfert weil es einfach zu viel abbekommen hat.

Ich kann verstehen, warum man das macht. Allerdings wäre anhalten, anschauen und dann erst reagieren, egal ob TA oder fahren, die richtige Reihenfolge gewesen. Im Zweifel hätte das Tier aufgrund seiner Verletzungen nicht wieder ausgewildert werden können. Ein wildtier im Käfig, egal wie groß, find ich persönlich auch nicht so Bombe. Von daher, beim nächsten Mal macht ihr es vielleicht anders. 

Ich kann das nur befürworten. Mein Vater hat als Fußgänger einen angefahrenen Hund erlöst, indem er ihm mit dem Taschenmesser den Gnadenstoß in die Kehle gab, während andere nur gaffend um das blutende und winselnde Tier herumstanden, das nur noch aus der vorderen Hälfte bestand. - Ein Maulheld unter den Gaffern meinte dann noch, mein Vater wäre "kalt und brutal" und er habe nun vor ihm Angst. Mein Vater sagte: "Nein, kalt und brutal seid ihr, die ihr schaulustig um das sterbende Tier rumsteht".

mulano 04.07.2017, 01:58

Wenn das Tier schon in der Mitte geteilt ist kommt jede Rettung zu spät, beim Eichhörchen hätte es aber vllt noch etwas gebracht.

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VollkornHamster 04.07.2017, 09:43

Aber wenn das Tier in der Mitte getrennt war dann verblutet es doch. Wenn man ihm in die Kehle sticht bzw. diese aufschlitzt verblutet der Hund genauso und leidet nur das er nicht mehr jaulen kann. Die Tat deines Großvaters erscheint berechtigt aber ergibt irgendwie keinen Sinn.

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Ich hoffe Deine Mutter hat so viel moralisches Gewissen, dass sie dieser Mord lange Zeit beschäftigt. Erst mal aussteigen und nachsehen, wäre evtl auch eine Option gewesen, diese Entscheidung hätte ich nie getroffen. Ich kratze sogar definitiv tote Katzen von der Straße und bring sie zum TA um den potentiellen Eigentümern die Möglichkeit zu geben sich zu verabschieden, denn nichts ist schlimmer als Jahre lang zu hoffen, dass es dem vermissten Tier irgendwo anders gut geht. Straßenopfer sind wohl selten zu retten, aber was noch lebt, hat nicht verdient von einem "Nicht Arzt" erledigt zu werden. Von human erlösen kann man beim Drüberfahren nicht reden. Sorry.

Schlechte, weil sehr unsichere Methode.

Sicherer wäre aussteigen und mit einem Stein erschlagen. (Ich weiß, das klingt brutal, doch für das Tier ist es besser als sich lange zu quälen).

Guten Morgen,

Tierliebe macht sich anders bemerkbar.....in Bezug auf Deine Mutter.

Stellt sich die sachte Frage, wie sie handeln würde, falls ein anderes Objekt auf einer Landstraße -verletzt- liegt.

Du musst Dir aber keine Schuld zuschreiben. Mutter war Fahrerin und damit eigenständig verantwortlich für ihr tun.

Jetzt helfen Gewissenbisse -egal in welcher Form- auch nicht mehr!

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