Alte Lederhose mit nicht richtigen protektoren?

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7 Antworten

Ich kenne diese Hosen und Jacken, habe selber noch welche davon im Schrank. 

Für die Fahrschulausbildung und Prüfung erfüllen sie die gesetzlichen Vorgaben. Bei einem Sturz wäre eine Jacke/Hose mit modernen Protektoren natürlich durchaus ein Sicherheitsgewinn. 

Zum Lesen:

https://www.600ccm.info/1/161112/Schulterprotektor_Ellenbogenprotektor

In Textiljacken und -hosen verbauen einige Anbieter Kompositprotektoren. Also Protektoren mit einer abriebfesteren Oberfläche (Kunststoffschale) und weichem Material  zum Energieabbau. Andere setzen auf die Kombiation von viskoelastischen Elementen und abriebfeste Oberflächen (abriebfesteres Nylon oder Lederbesatz). 

Gegen einen Bruch können sie teilweise nicht schützen, jedoch bauen Sie Energie ab -> der Bruch ist weniger kompliziert bzw. bei einem Umfaller an der Ampel bleiben die Knochen (Kniescheibe) unversehrt. 

Mein Tipp für dich: Schau dich zeitnah nach einer modernen Motorradbekleidung um sobald das Budget dies hergibt. 

Dress for the slide, not for the ride.

»Aber früher ist man auch damit gefahren«. Stimmt. Früher ist man auch ohne Sicherheitsgurt und Airbag gefahren. Oder auf dem Motorrad mit Lederhauben statt Sturzhelmen. Trotzdem ist dies nicht (mehr) wirklich zu empfehlen, oder? ;)

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Kommentar von Janlizzard
08.03.2017, 09:23

Bin gespannt ob mich mein fahrlehrer damit fahrn lässt aber wenn ich mal genug geld hab kann ich mir ja ne neue kaufen. Solang kann ich sie ja noch fahren

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Ich bin dreissig Jahre ohne Protektoren Motorrad gefahren und das bleibt meistens so.

Das Thema Protektoren wird meiner Meinung nach überbewertet. Ich selber hatte einen schweren Unfall und ein paar Ausrutscher. Bei den Ausrutschern hat mich ein normale Lederhose genug geschützt und bei dem schweren (offener Oberschenkelbruch) hätten Protektoren auch nicht geholfen. Für die Motorradbekleidungsindustrie ist es natürlich ein Bombengeschäft, wenn jeder meint er müßte unbedingt Protektorenbekleidung tragen.

Wenn man eine Supersportler im Grenzbereich bewegt, finde ich es schon sinnvoll. Ich besitze auch eine Protektorenkombi. Allerdings habe ich verschiedene Motorräder und ziehe sie nur auf der Sportmaschine an, aber selbst dann nicht immer.

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Kommentar von Gaskutscher
08.03.2017, 07:12

Die Protektoren sollen primär keine Knochenbrüche verhindern sondern sollen Energie abbauen. 

Wenn das Knie verdreht wird, hilft auch der Protektor logischerweise nichts. 

Wenn man jedoch genau mit der Kniescheibe auf den Asphalt knallt, kann der Protektor einen Teil der Aufprallenergie abbauen. Im Idealfall bleibt die Kniescheibe unversehrt. Der Protektor ist jedoch keine Garantie dafür das es nicht zu einer Patellafraktur kommt.

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Protektoren schützen kaum vor Brüchen.
Wichtig ist, daß dir der Asphalt nicht die Haut bis zum Knochen abhobelt und da bist du mit Leder schon auf dem richtigen Weg.

Du kannst dich einpacken wie du willst, ein Sturz kann immer entweder harmlos oder verhängnisvoll sein auch bei A1 um die 100 Km/h.

Früher in den 90ern mit 125er Mopped war ich oft in Jeans oder Arbeitsklamotten unterwegs aber heute mit der 100 PS Maschine nur noch selten und vorsichtig zur Arbeit...


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Eine alte Lederhose ist in jedem Fall (Haha, Wortwitz!) besser als eine Jeans.

Gerade bei an sich harmlosen Stürzen mit kurzem Asphaltkontakt hat man sich in einer Stoffhose oft schon das Bein aufgerubbelt.

Bei bösen Stürzen ist man freilich mit Protektoren besser bedient.

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Es gibt diverse Protektoren, nicht alle sind hart. Neue brauchst du so oder so, die alten taugen sicher nichts mehr.

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die Protektoren die kannst du alle austaschen.

Geh einfach mal zu Louis, Hein Gericke oder Polo.

Gute Protektoren sind aus Kompositmaterial die  sowohl hart als auch weich sind.

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Kommentar von Gaskutscher
08.03.2017, 07:09

Kleine Korrekturen/Ergänzungen:

Bei alten Lederjacken und Hosen sind die Polster fest vernäht. Hatte z.B. eine Lederkombi von Hein Gericke aus den 1990ern -> da kann man nichts tauschen.

Die Protektoren die du meinst sind nicht aus Kompositmaterialien sondern aus viskoelastischem Material: Weich wenn langsam bewegt, hart wenn kurzfristig eine hohe Kraft darauf einwirkt. 

Beispiel viskoelastische Protektoren (Rückenprotektor im Bild):

http://www.ybrfreun.de/blog/x_fish/images/110529_22.jpg

Mit Kompositprotektoren werden gerne Hartschalenprotektoren mit weicher Polsterung beschrieben (wie man sie z.B. als Skate-Protektoren kennt). Diese findet man z.B. auch im Motocross.

Beispiel Kompositprotektorenjacke: 

http://www.ybrfreun.de/blog/x_fish/images/110529_33.jpg

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Also ich bin auch länger mit der alten Hose meines Vaters rum gefahren, es ist nicht das wahre, aber es ist besser als nichts :)

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