Akropolis / Agora? - Athen

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4 Antworten

Die Agora (ἀγορά), der Versammlungsort/Marktplatz liegt unterhalb der Akropolis von Athen, nordwestlich von ihr. Die Agora im antiken Athen ist kein Hügel, liegt aber in der Nähe von mehreren Hügeln. Einer davon war die Akropolis, ein flacher Felsen, ein der Stadtgöttin Athene geweihter Burgberg. Die Akropolis liegt also nicht auf der Agora. Im antiken Athen war die Akropolis das religiös-kultische Zentrum. Sie wurde zu einem heiligen Tempelbezirk ausgebaut. Die Akropolis war schon in sehr alter Zeit bebaut und außerdem nach dem Mythos Ursprung Athens.

Die Agora wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. angelegt und war dann zunächst Ort der Volksversammlung (ἐκκλησία). Mit der Einführung der Demokratie durch Kleisthenes 508/7 v. Chr. wurde dann die Pnyx (πνύξ), ein Hügel westlich der Akropolis, südlich der Agora, Ort der Volksversammlung, 330 v. Chr. das Dionyos-Theater am Südhang der Akropolis. Der Ort wichtiger politsicher Entscheidungen verlagerte sich insofern ein wenig, aber diese Stäten liegen alle dicht beieinander.

Ein weiterer Hügel als Versammlungsort einer politischen Einrichtung war der Areopag, der »Areshügel« (Ἄρειος πάγος), an der südlichen Seite der Agora und nordwestlich der Akropolis, Sitz des nach ihm benannten Areopags (ein Rat ehemaliger Archonten).

Die Agora war ein zentrales Gelände öffentlichen Lebens. Auf der Agora lag auch das Rathaus (βουλευτήριον), der Versammlungsraum des Rates (βουλή), seit Kleisthenes der Rat der 500.

Grundrisse, unter anderem in einem Geschichtsatlas, verdeutlichen die Lage zueinander, Bücher informieren näher, z. B.:

John M. Camp, Die Agora von Athen : Ausgrabungen im Herzen des klassischen Athen. Übersetzt von Ute Winter. Mainz am Rhein : von Zabern, 1989 (Kulturgeschichte der antiken Welt ; Band 41). ISBN 3-8053-1059-5

Tonio Hölscher, Athen – die Polis als Raum der Einnerung. In: Erinnerungsorte der Antike. Herausgegeben von Elke Stein-Hölkeskamp und Karl-Joachim Hölkeskamp. Band 2: Die griechische Welt. München : Beck, 2010, S. 128 - 149

S. 137 – 138: „Bereits in archaischer Zeit hatten sich in griechischen Städten drei Arten von öffentlichen Räumen gebildet – die Agora, die städtischen Heiligtümer sowie die Nekropolen außerhalb des Siedlungsgebiets. In Athen war in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. die Akropolis zu einem städtischen Zentralheiligtum ausgebaut worden; gleichzeitig wurde die Agora, entweder in erweitertem Umfang oder auf ganz neuem Areal angelegt; die Grabbezirke – vor allem im Kerameikos – entwickelten sich in einer Pracht wie nirgends sonst in Griechenland.“

Die Agora, also der Versammlungsort, ist gleich unterhalb der Akropolis. Es ist kein Hügel sondern eine Art Marktplatz. Ist auch heute noch auf dem Ausgrabungsgelände zu besichtigen.

Agora ist der Markt auf griechisch. Gibt es in jedem Ort, nicht nur in Athen. Dort hat man sich seit altersher versammelt, Kaffee getrunken und politisiert- das tun die Griechen noch heute sehr gerne. Akropolis ist ein zusammengesetztes Wort, "akros" ist die Spitze, Polis die Stadt. Also die Stadt auf der Spitze.

Es ist richtig, das die Leute sich dort versammelten, aber Kaffee getrunken? Wollen wir doch lieber Wein mit Wasser vermischt sagen.

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Die Agora lag etwas unterhalb der Akropolis. Es war so etwas wie ein Marktplatz, zunächst auch Ort der Volksversammlung. Die Akropolis war übrigens eine Festung.

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