Ab wann gilt man als kaufsüchtig?

6 Antworten

Hallo an alle,

ich habe auch so ein problem, wie oben beschrieben. ich bin studentin, 26, gehe aber nebenbei arbeiten, jedoch lebe ich trotzdem auch auf kosten meiner eltern. und bei mir ist es das internet shopping. habe jetzt mein konto wieder 500 euro überzogen. und bei diversen versandthäusern schulden in höhe von 500 euro. und ich habe es wieder gemacht. ich habe mich monate zurück halten können, weil ich ja schon altlasten bei versandthäusern habe. aber habe jetzt wieder bestellt. bei mir kommt es allerdings daher, dass ich momentan sehr unglücklich mit mir selbst, meinem studium und meiner beziehung bin. und wenn ich unglücklich bin, macht mich internetshopping (ich geh nicht gern in kaufhäuser) total happy. zwar nur für einen gewissen zeitraum, aber besser ein gewisser zeitraum als gar nicht happy. nur dass ich dann am ende nicht weiß, wie und womit ich meine scheiß schulden loswerden kann und schiss habe, einen schufaeintrag zu bekommen. meine eltern möchte ich nicht um hilfe bitten, dass sie mir das wieder bezahlen, genau wie vor fünf sechs jahren auch schon.... ich hab mich da selbst reingesteuert und muss mich auch selbst wieder rausholen. und das muss deine freundin auch lernen. leih ihr am besten gar nichts mehr. mache ihr die folgen ihres handeln bewusst und lenke sie ab. geht feiern oder ins kino oder sonst irgendwas, was weniger bis gar kein geld kostet. wenn sie zufrieden ist, geht sie bestimmt nicht mehr einkaufen.

Da sollte man eine Therapie machen. Ich selbst habe auch Schwierigkeiten mit Geld umzugehen. Dies habe ich während einer Therapie festgestellt. Ich habe Kassensturz gemacht, mittlerweile - mein Freund hat mir damals geholfen, um Schulden zu begleichen - habe ich immer noch Schwierigkeiten. Aber ich kann nur abraten von der Citibank. Damals war ich Kundin und die haben wir nur einen größeren Kredit gegeben, wenn ich eine weitere Versicherung abschließe. Der Weg raus begann mit einem Bankwechsel. Die PSD-Bank Rhein Neckar kann ich nur empfehlen, wenn man Schulden hat und man will rauskommen. Aber leider hilft nur absolute Ehrlichkeit, sich selbst gegenüber und den anderen gegenübern. Lacht nicht über Leute, die wie ich, Schwierigkeiten haben, Geld zu kontrollieren. Die Therapie hat mir geholfen, vieles zu verstehen. Ich wünsche jedem nur Glück, der sich in einer solchen Situation befindet.

Hab schon die gleiche Erfahrung mit ner Freundin gehabt. Du siehst das z.B., wenn bei ihr daheim sich schon das Zeug stapelt und wenn sie Dinge kauft, die sie schon X-Mal zuhause hat. Sprich sie mal darauf an... wenn sie gereizt auf das Thema reagiert und alles abstreitet, dann ist das schonmal sehr verdächtig.

Kriterien: Abhängigkeit oder Abhängigkeit von Substanzen ist in der Internationalen Klassifikation von Krankheiten im Kapitel 5 (ICD 10, V) definiert (Im amerikanischen Raum ist das DSM IV verbreitet, die Definition ist allerdings ähnlich). ICD 10 Kapitel V Nummer F1x.2 definiert das Abhängigkeitssyndrom wie folgt:

Es liegt ein starkes Verlangen oder eine Art Zwang vor, die Substanz zu konsumieren. Kontrollverlust: Es liegt eine verminderte Kontrolle über den Substanzgebrauch vor, also Kontrollverlust über Beginn, Beendigung oder Menge oder Konsum über einen längeren Zeitraum als geplant, oder erfolglose Versuche, den Konsum zu verringern oder zu kontrollieren. körperliches Entzugssyndrom: Körperliche Symptome treten auf, wenn die Substanz reduziert oder abgesetzt wird (beispielsweise Zittern, Halluzinationen, Kreislaufkollaps bei Alkohol, oder grippeähnliche Symptome, Erbrechen, Krampfanfälle bei Opiaten). Körperliche Abhängigkeit gibt es praktisch nur bei Alkohol, Opiaten und Benzodiazepinen. Toleranzentwicklung: Für Intoxikationen (Vergiftungen) oder um den gewünschten Effekt zu erreichen, müssen deutlich größere Mengen konsumiert werden, oder bei dem Konsum derselben Menge treten deutlich geringere Effekte auf: Wer mit 1,6‰ noch PKW fahren kann, hat mit Sicherheit eine Toleranzentwicklung. Diese Toleranzentwicklung bezieht sich auf die meisten Rauschmittel (einschließlich Alkohol), nicht nur auf Substanzen, die körperlich abhängig machen. Einengung auf den Substanzgebrauch: Es werden andere wichtige Interessen, Vergnügen, Arbeit, Beziehungen vernachlässigt, oder es wird viel Zeit darauf verwandt, sich die Substanz zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von den Auswirkungen des Konsums zu erholen. Anhaltender Konsum trotz eindeutig schädlicher Folgen (körperlich, psychisch, sozial): Fortgesetzter Konsum, obwohl sich der/die Betreffende über die Art und das Ausmaß der Schädigung bewusst war oder hätte bewusst sein können (selbstschädigendes Verhalten).

Die oben genannten Kriterien müssen mindestens einen Monat lang bestehen oder in zwölf Monaten wiederholt bestanden haben. Wenn drei der oben genannten Kriterien erfüllt sind, kann die Diagnose Abhängigkeit gestellt werden.

Der ICD 10 kennt auch die Diagnose schädlicher Gebrauch, diese ist wie folgt definiert:

Deutlicher Nachweis, dass der Substanzkonsum für psychische oder physische Probleme verantwortlich ist. Dazu gehört auch eingeschränkte Urteilsfähigkeit, gestörtes Verhalten, dass evtl. zu negativen Konsequenzen und Behinderung von zwischenmenschlichen Beziehungen führt. Die Art der Schädigung kann klar beschrieben werden. (Beispiele: Gewalt unter Alkoholeinfluss, Interessenverlust an Partnerschaft, PKW-Fahren unter Drogeneinfluss). Der Konsum muss mindestens einen Monat lang oder wiederholt innerhalb von zwölf Monaten aufgetreten sein. Es dürfen zur gleichen Zeit keine anderen psychischen oder Verhaltensstörungen vorliegen (außer akuter Intoxikation mit Substanzen).

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sucht#Sucht)

Hab mal gehört, dass der normale Schnitt für Shopping bei 20% des Nettoeinkommens liegt.Hatte auch so einen Fall im Bekanntenkreis, deshalb blieb mir das in Erinnerung (sie hat dann übrigens Therapie gemacht und zwar erfolgreich). Beste Grüße!

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