35mm Verzerrungen?

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6 Antworten

Welche "Verzerrungen" meinst du?

-Es gibt Verzeichnungen (das sind Objektivfehler und besonders bei Zoom und Ultraweitwinkelobjektiven zuhause. Kissen-, tonnen- und wellenfoermig)

-Es gibt perspektivische Verzerrungen. Die erzeugt der Fotograf durch die Wahl des Standortes und somit der Perspektive. Dabei hilft ihm die Wahl der Brennweite, den Raum zu stauchen oder zu strecken. Um mit einem 35mm an APS-C eine Ganzkoerperaufnahme zu machen musst du ca 4m Abstand zum Portraitierten halten (wenn er aufrecht steht).

-Es gibt stuerzende Linien (wenn der Aufnahmesensor nicht parallel zur aufgenommenen Flaeche steht) 

Auch wenns öfters so zulesen ist, die Verzerrungen kommen eigentlich nicht durch die Brennweite sondern durch den Abstand. Man sieht es beim Fisheye ganz deutlich, das immer das am Größten wirkt was auch der Kamera am nächsten ist. https://www.photigy.com/wp-content/uploads/2012/12/Cancun-145-alex-koloskov.jpg Der kleinere Bildausschnitt bei kurzen Brennweiten veranlasst halt Hinz und Kunz häufig dazu, ganz einfach zu nahe zu treten, obwohl man bei den heute üblichen Kamerauflösungen in der Nachbearbeitung ruhig noch ordentlich Rand abschneiden könnte um das Format zu füllen.

Und um die Hintergrundunschärfe würde ich mir bei 30-35mm auch noch keine Sorgen machen, man bekommt sie dezent auch durch den Abstand zum Hintergund hin http://www.thephoblographer.com/wp-content/uploads/2016/05/Chris-Gampat-The-Phoblographer-Sigma-30mm-f1.4-DC-mirrorless-extra-sample-photos-16-of-46ISO-1001-500-sec-at-f-1.4.jpg Das ist aber auch eine Frage des Geschmacks, manche wollen ihn so verschwommen, dass man überhaupt nicht mehr sieht, wo sich das Motiv befindet und dann braucht man eben 85mmF1.4 und sowas.

Hallo Rooysc...,

als klassische Portrait-Objektive haben sich 90mm am Vollformat oder eben die genanten 50mm am aps-c-Format erwiesen. Mit weiterem Winkel (viel größere Schärfentiefe) würden dir keine so schön diffusen Hintergründe gelingen (die sind jedoch gerade angenehm bei Portraits!) und vor allem der engere Blickwinkel ist für Menschen und Gesichter weitaus angemessener.

Wenn du mit dem 35er am Vollformat fotografiertest, gäbe es leicht jene bekannten Knollnasen und eher kleine Augen - bestimmt nicht schön. Okay, bei einer Ganzkörperaufnahme und am aps-c könnte es mit der Verzerrung vielleicht gehen, richtiger und angenehmer fürs Bokeh (der sanfte Hintergrund) IST jedoch das leichte Tele. :- )

Ach so, die Verzerrungen:

Kamera unbedingt ausgelotet, also ganz genau gerade nach vorne halten , NICHT nach oben oder unten geneigt! Diese auch nur sanften Neigungen erzeugen nämlich erst jene 'stürzenden Linien' (unten breit, oben enger werdend). Mach mal mit dem 35er n paar Testaufnahmen mit geneigter Kamera, dann wirst du es gleich sehen (immer problematisch, wenn man Gebäude ganz drauf bekommen will und deshalb die Kamera ein wenig nach oben neigt. Das also bitte beim Portrait vermeiden! Abstand, bei 4-6m. Toi-toi-toi dir! :- )

Nee, ich hatte eben das 85er im Kopf. Mit dem 35er könntest du dichter ran, bloß eben immer mit dem leichten WW-Look. Mit nem aps-c wäre es eher möglich

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Leichte Verzerrungen gibt es in der Fotografie immer, diese kannst heute mit den üblichen Verdächtigen (Programme zur digitalen Bildentwicklung) entfernen.

Schwieriger, bis unmöglich, wird es mit einem 35mm Objektiv eine Portrait Aufnahme zu erstellen, die einfach auf Grund des Bildwinkels und des recht kurzen Abstandes zum Motiv (formatfüllend) keine Verzerrungen erzeugt.

Mein Tipp wäre eine leichte Telebrennweite ab 80mm.

Meinst du die Verzerrumg vom Objektiv? Das lässt sich in der Nachearbeitung korrigieren oder sogar schon von der Kamera selbst.

Weitwinkelobjektive sind für Portraits prinzipiell ungeeignet. Wenn es garnicht anders geht, nimm viel Abstand und nur einen Ausschnitt des Bildes.

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