12-jährige Tochter mit ADHS zu Pflegeeltern geben für 1 bis 2 Jahre?

16 Antworten

Ich hatte schon Kinder mit ADHS in meiner Kindergruppe. Eines haben alle diese Kinder gemein: Sie sind meistens hochintelligent, und wenn man sich EINZELN mit ihnen abgibt, die wunderbarsten Menschen.

Schlummermutter hat hier eine super Antwort gegeben. Du bist verunsichert, hast keine Kraft mehr. Wichtig ist auch, dass DU etwas für dich tust, um wieder Kraft zu schöpfen. Deiner Tochter könnte auch helfen, auf eine spezielle Schule für ADHS-Kinder zu gehen. Erkundige dich mal bei der Lehrerin, oder bei einer Beratungsstelle. Dort sind viel kleinere Klassen, wo man mehr auf das Kind eingehen kann. Das alleine führt bei den Kindern schon zu mehr Ruhe.

Auch der Vorschlag, einen Tag NUR für deine Große einzurichten, finde ich sehr positiv. Dann gehen eben die Kleinen mal zu den Großeltern. Das ist doch toll, dass die da mitmachen. Lass das Mädchen aussuchen, was sie an dem Tag machen möchte.

Ich finde es übrigens eher positiv, dass sich die Großeltern liebevoll kümmern. Das ist es nämlich, was deine Tochter braucht: Jemand, der sich um sie kümmert, und sie nimmt, wie sie ist. DU kannst das im Moment nicht, weil deine Nerven zu strapaziert sind. Daher lass doch Oma und Opa machen, wenn sie sich das zutrauen. Du kannst das Kind nicht in eine Schiene zwängen. Kinder müssen sich entwickeln können, und zwar auch in ihre eigene Richtung. Du kannst nur lenken. Immerwährend alles bremsen und verbieten hilft nicht und verursacht nur Streit.

Pflegefamilie würde sicher alles nur noch verschlimmern, und eure Beziehung zueinander immer weiter auseinandertreiben. Es ist doch dein Kind. Lass das nicht zu.

Und deswegen bist du keine Rabenmutter. Du bist einfach nur ein Mensch,d er an seine Grenzen geraten ist, und Hilfe braucht. DU brauchst Hilfe, nicht nur dein Kind. Lass dir helfen, nimm dir auch Auszeiten VON den Kindern. Einen Papa gibt es? Dann soll der auch mal nach seinen Kindern gucken. Wenn es den nicht gibt, dann bitte Oma und Opa um Freistunden für dich, in denen du z.B. in Vereine gehen kannst, Sport machen oder mal ins Kino... . Damit DU eben auch wieder zu Kräften kommst.

Geh mal zu einer Beratungsstelle. Oftmals sind die auf dem Landratsamt (Schulpsychologischer Dienst), oder von der Caritas.... . Es tut wirklich gut, mal mit unbeteiligten Experten darüber zu reden. Manchmal tut sich ein Hintertürchen auf, und du findest den Punkt, wo es wieder aufwärts geht.

Alles Gute, und bleib am Ball :o) !

Deine antwort gefällt mir sehr gut. Eine wesentliche Stelle finde ich ist

Du kannst das Kind nicht in eine Schiene zwängen. Kinder müssen sich entwickeln können, und zwar auch in ihre eigene Richtung. Du kannst nur lenken. Immerwährend alles bremsen und verbieten hilft nicht und verursacht nur Streit.

Wir hatten auch ein Kind mit ADHS. Die sind sehr verständig und man kann sehr gut mit ihnen reden. Unser Junge hat auch gemerkt, dass er Probleme hat, die andere nicht haben. Deshalb haben wir die Ziele mit ihm besprochen und auch darüber geredet, wie wir diese erreichen wollen. Dadurch haben wir seine Mitarbeit gewonnen. Das hat das ganze sehr viel stressfreier gestaltet. Man muss sich einfach richtig klar machen, dass diese Kinder nicht mit Absicht sind, wie sie sind, sonder einfach nicht anders können. Und wir haben ihn einfach dabei unterstützt, seine Probleme zu lösen.

Wenn da ein Machtkampf stattfindet, verlieren immer alle Beteiligten!

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Eine schlechte Mutter bist Du sicher nicht. Nur eine verunsicherte.

Vielleicht solltest Du 1 Nachmittag in der Woche nur für sie Zeit haben, was mit ihr unternehmen, sie nicht mehr wie ein kleines Kind behandeln und sie manchmal um Rat fragen, selbst wenn das weißt, das Du sie fragst.

Wenn, dann braucht Dein Kind einen PSYCHIATER, keinen Psychologen. Ein Psychiater bietet eben auch Therapie an, ein Psychologe nicht, der stellt nur fest.

Ich denke aber, sie hat diese Erwachsenwerdenfase, das kann dauern. Setz Dich mit ihr hin, geh spazieren oder in einen Eissalon und rede mit ihr. Macht sie dicht, dann versuche es mit einer Pflegefamilie.

Es gibt Pflegefamilien, die auf solche Kinder spezialisiert sind, ohne Fachmenschen zu sein, weil es Menschen gibt, die das einfach intuitiv drauf haben. Sie sollten aber nur eine Art Freundschaft mit deiner Tochter anstreben und wöchentlich nur ein paar Stunden für sie Zeit haben, so eine Art Vertrauenseltern - wenn Du verstehst, was ich meine, weil sie bei Dir wohnen bleiben muss. Du kannst die Lücke, die da entsteht, wenn Du sie aus dem Haus gibst, nie wieder schließen und dann ist der Ofen erst Recht aus.

Wenn sie keinen Respekt vor Erwachsenen hat, dann müssen diese sie aber auch ganz schön enttäuscht haben, denn die sogenannte " Phantasiekrankheit " ADHS, die nur der Medikamenten-Lobby die Taschen fett macht, ist die Folge von solchen Erfahrungen, mangelnde Zeit, das Empfinden, zurück gesetzt zu werden gegenüber den anderen Geschwistern. Keiner hört zu, niemand nimmt sie ernst....usw. Es fehlt einfach an Verständnis, das man sich um kleinere Kinder mehr kümmern muss, als um größere. Obwohl das so auch nicht ganz richtig ist, sie müssen nur anders versorgt und geholfen bekommen als größere. Es ist ja nicht von der Hand zu weisen ist, das Kinder in jedem Alter Sorge und Hilfe und vor allem Liebe und Verständnis nötig haben.

Bei mir hat es gefruchtet, das ich das Verhalten nicht wahr genommen habe, auf die Patzigkeit nicht reagiert habe. Zumindest nicht so, wie das gewünscht wurde. Man muss schon reagieren, aber eben anders als sie das erwarten. Ich habe meinen Ärger einfach nicht gezeigt. Lach doch einfach mal herzlich, wenn es wieder mal schlimm ist und sag ihr, das sie dich erinnert, als du in dem Alter warst, hattest Du auch diese nervige Phase......nachdem die Phase vorbei hast, hast Du Dich über Dich selbst geärgert, weil Du Dir durch diese Trotz - und Alles - zum - K..... - Phase selbst am meisten versaut hast. Und Du konntest Dich selbst nicht leiden, hast andere dafür büßen lassen, statt einfach mal zu reden, was denn Phase ist.

Ich drück Dir die Daumen. Und Deiner Großen auch. Kinder, die einem am meisten Sorgen bereiten, die brauchen auch am meisten Liebe und wir lieben sie auch am meisten, sonst würden wir uns darüber ja nicht aufregen, nicht wahr.

Doch, auch Psychologen können helfen, sie sind oft als Therapeuten ausgebildet. Sie kennen die Lerngesetzte und wissen, dass nichts gegen das Kind geht, sondern man das Kind zur Mitarbeit überzeugen muss!

denn die sogenannte " Phantasiekrankheit " ADHS

gibt es tatsächlich! ADHS Kinder können sich schlecht konzentrieren (mein Sohn schaffte das am Anfang gerade mal für fünf Minuten, wenn es nicht gerade etwas war, was ihn besonders interessiert hat. Auch ist ihr Selbststeuerungsvermögen gerade am Anfang sehr viel schlechter, als das von anderen Kindern gleichen Alters. Mein Sohn braucht Heute noch ständig etwas in den Fingern, mit dem er spielen kann, sonst zappelt er sonstirgendwie in der Gegend herum!

Bei mir hat es gefruchtet, das ich das Verhalten nicht wahr genommen habe, auf die Patzigkeit nicht reagiert habe.

Runtergeschluckter Ärger kommt immer irgendwie zurück und belastet letzten Endes die Beziehung! Ich habe, indem ich mich intensiv mit der Problematik auseinandergesetzt habe, gelernt, dass die Kinder nicht mit Absicht schwierig sind, sondern einfach nicht anders können! Das hat mir jeglichen Ärger (in den meisten Situationen) genommen, oder aber ich konnte relativ leicht den Standpunkt wechseln. Damit geht der Rest des Absaztes am Problem vorbei!

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Ich persönlich halte es für bedenklich, deine Tochter für 1 oder 2 Jahre in eine Pflegefamilie zu geben:

  1. Niemand kann die die Garantie geben, dass die Pflegefamilie mit deiner Tochter und ihrem Krankheitsbild zurechtkommt und deine Tochter dort dann zwar Regeln lernt, aber gleichzeitig auch nicht todunglücklich ist.

  2. Sollte die Pflegefamilie tatsächlich gut mit ihr zurecht kommen, was passiert, wenn sie nach der Zeit wieder zu dir zurück soll? Es kann passieren, dass sie das dann nicht mehr will oder dass dann der Stress von vorne losgeht oder sogar noch schlimmer wird, da sie dir das "Weggeben" vorhalten wird.

Für eine Rabenmutter halte ich dich wegen deiner Denkweise nun nicht. Hast du mit ihrem behandelnden Arzt gesprochen, was er für Möglichkeiten sieht?

auch ich bin mit einem 13-jährigen sohn geschlagen, welcher adhs hat und trotz der medikamente sehr schwierig ist. ich empfehle dir unbedingt ein sozialpädiatrisches zentrum in deiner nähe. wir sind dort alle paar monate zum gespräch. es besteht auch die möglichkeit, daß das kind dort ein paar wochen stationär aufgenommen wird. ob eine pflegefamilie das richtige ist, kann ich leider nicht beurteilen. ich empfehle dir jedoch eine mutter-und-kind-kur, damit du wieder zu kräften kommst. alles gute!

auch ich bin mit einem 13-jährigen sohn geschlagen

Mit dieser Einstellung wundern mich Deine Probleme mit Deinem Sohn nicht im Geringsten!

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@Barney123

es ist eine tatsache und da gibt es nichts zu beschönigen. das können nicht betroffene leider nicht beurteilen.

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@hieber

Dann lies einfach mal meine Antworten durch, ich habe einen mittlerweile 20-jährigen Sohn mit ADHS, von mehreren Fachleuten diagnostiziert. Und ich habe einen -Weg gefunden, damit umzugehen, und zwar erfolgreich!

Dabei habe ich festgetellt, dass ärgern gar nichts bringt, sondern die Situation nur verschärft! Nichts anderes als meine eigene positiver Erfahrung bringe ich hier zum Ausdruck! Vielleicht gönnst Du Dir einen Besuch auf meinem Profil und liest meine anderen Antworten zum Thema ADHS, immer das Selbe! Aber erst nachdem Du hier alle meine Antworten gelesen hast! Da steht das nämlich auch! Ach ja, und ich bin sehr stolz darauf, dass ich mich auch nicht von Lehrern und anderen sogenannten Fachleuten auf eine falsche Schiene umlenken ließ, so konnte ich bei menem Sohn tatsächlich positives erreichen! Diese Erziehungsmethoden haben übrigens auch wunderbar bei unserem anderen Sohn funktioniert!

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In einer Pflegefamilie, wird das leider auch nicht besser, da dass keine ausgebildenten Psychologen sind. Ich glaube sie braucht einen guten Psychologen der mit deine Eltern und dir zusammen arbeitet. Einem Psychologen zu dem sie Vertrauen gewinnt, ist da glaube ich in erster Linie wichtig!! Denn die Kinder die so Austicken fühlen sich einfach nicht verstanden und rebelieren daher so extrem. Ich wünsche dir viel Glück und viel Geduld mit deiner Tochter!!!

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