Zweifel: Will ich wirklich Kinder haben?
In letzter Zeit beschäftige ich mich oft mit der Frage, ob ich Kinder haben möchte – und ich bin sehr unsicher. Einerseits stelle ich es mir schön vor, kleine Kinder um sich zu haben. Andererseits belastet mich der Gedanke, dass ein eigenes Kind all die Höhen und Tiefen des Lebens durchmachen müsste.
Wenn ich an meine eigene Vergangenheit denke – Liebeskummer, Panikattacken, Job- und Geldsorgen, Krankheiten, Selbstzweifel – bin ich froh, das nicht noch einmal erleben zu müssen. Und genau das möchte ich auch keinem Kind „zumuten“.
Dazu kommt die ständige Sorge, die man als Elternteil hätte. Schon bei meinen Nichten merke ich, dass man sich immer sorgt und das Beste will. Spätestens in der Pubertät stelle ich mir das unglaublich belastend vor.
Hat jemand von euch ähnliche Gedanken oder Erfahrungen gemacht?
5 Antworten
Ich möchte keine Kinder, da ich es als extrem egoistisch empfinde ein Kind in die Welt zu setzen, das dann ein ganzes Leben vor sich hat, ungewiss, ob dieses Leben eine Qual oder eine Freude für mein Kind sein würde, einfach nur, weil ich ein Kind wollte.
Nennt sich auch moral-ethischer Antinatalismus. Du kannst nicht wissen, wie das Leben deines Kindes verlaufen wird. Selbst, wenn du alles "richtig" machst, kann dein Kind bspw. schwer psychisch krank und suizidal werden. Ich hab selbst seit meiner Kindheit schwere psychische Probleme - erster Suizidversuch mit 11 - und das, obwohl meine Eltern keine schlechten Menschen waren & alles für mich getan haben.
Und bei so vielen Eltern merkt man auch einfach, dass sie ihre Kinder nicht als eigenständige Individuen betrachten, sondern als ihr Eigentum, das sie besitzen und behandeln können, wie sie wollen. Und sobald diese Kinder nicht so sind, wie sie es erwartet haben, weil sie bspw. queer sind oder Musik machen wollen statt Medizin zu studieren, werden die Kinder verstoßen und wie Dreck behandelt.
Kinder in die Welt zu setzen ist wohl das Egoistischste was ein Mensch tun kann & kommt aus eben moral-ethischen Gründen für mich nicht in Frage.
Anders ist es aber wieder mit Adoptionen. Wenn ein Kind bereits auf der Welt ist, sollte man diesem Kind das bestmöglichste Leben geben, daher sind Adoptionen von bereits existierenden Kindern davon ausgenommen. Ändern, das diese Kinder geboren sind, kann mans nicht mehr, aber man kann sie aus dem System holen & versuchen ihnen ein schönes Leben zu ermöglichen.
Für mich käme daher, sollte ich jemals einen Kinderwunsch entwickeln, ausschließlich eine Adoption in Frage oder auch Pflegekinder, aber definitiv kein biologisches.
Wenn du dir nicht sicher bist, könntest du zuerst probieren, regelmäßig auf die Kinder von jemand anderem aufzupassen. Dann hast du einen realistischen Einblick in das Leben mit Kindern, kannst aber im Zweifelsfall jederzeit aufhören. Du bist nicht an die Kinder gebunden und trägst nur einen Teil der Verantwortung. Andernfalls kannst du auch der Babysitter bleiben, ohne eigene Kinder zu bekommen, wenn dir das gefällt.
Vielleicht sind ja die Kinder robuster als man selbst,ich konnte damals von meinem dreijährigen Sohn sehr viel lernen in Punkto Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen und Willensstärke.
Ich wollte keine Kinder habe sie aber durch Vergewaltigen durch 2 Ex Ehemänner. Ich habe allein großgezogen bis auf eine Tochter, die bei ihrem Vater aufgewachsen ist. Ich habe bei meinem letzten alles mitgemacht, Athem und Herzstillstände Krankenhaus rein und raus. Heute ist er Schul Sozialarbeiter.
"Wenn ich an meine eigene Vergangenheit denke – Liebeskummer, Panikattacken, Job- und Geldsorgen, Krankheiten, Selbstzweifel..."
Liebeskummer...ist naturlich keinem Heranwachsenden zuzumuten. nein, du solltest keine Kinder bekommen. Das hast du richtig erkannt.
Und manchmal fallen kleine Kinder auch hin, und tun sich weh. Nicht auszudenken..