Beten für Fußballspiele

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Gott erhört nicht alle unsere Gebete, sonst gäbe es keine Verlierer - aber er sieht es gern, wenn Seine Kinder Ihn um etwas bitten, egal, wie gering es sein mag!

Woher ich das weiß:Hobby – Ich befasse mich gerne mit solchen Themen

Ich bete, wenn ich selbst spiele. Aber nicht, zu gewinnen, sondern um Kraft, Luft und seinen Beistand, dass ich das zusammen mit der Mannschaft erreichen kann. Denn was ist, wenn in der Gegnermannschaft auch einer betet? Oder mehrere? Wägt Gott dann ab, wer mehr betet oder würfelt er, wer gewinnt. Wohl kaum. Deshalb bete ich einfach nur um Kraft. Ganz gerne mit den Vers Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus (Philipper 4:13)💪🏼

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Königskind ❤🔥✝️

Götzendienste und Vergötzungen gab es wohl immer und gibt es wohl auch heute noch. Ich denke jeder hat da schon mal das ein oder andere in seinem Leben so verehrt, dass er es als solche bezeichnen kann oder könnte. Aber was ist ein "tanz ums goldene Kalb"? Wenn ich die Geschichte im Exodus lese, fallen mir ein paar Dinge auf.

Nahezu das ganze Volk wollte ein Götzenbild haben. Es hatte also einen Gruppendynamischen Prozess gegeben, immer mehr Menschen ließen sich von der Begeisterung anstecken. Diese Massenbegeisterung war so ansteckend, dass es nur wenigen gelang, sich davon zu distanzieren. Zudem ist bei einem solchen Phänomen davon auszugehen, dass letztendlich auch noch der Gruppenzwang eine Rolle spielt und Menschen die die Begeisterung nicht teilen wollen, dennoch zum mitmachen gezwungen werden. Siehe Aaron, der mit Widerwillen das Kalb aus dem Gold gegossen hat.

Die Menschen waren bereit, große Mengen an Gold dafür zu opfern. Gold das sie bei ihrem langen Weg durch die Wüste auch sehr gut zum Handel hätten brauchen können. Z.B. um Lebensmittel oder Wasser zu kaufen. Im Vergleich zu der materiellen Not die sie zeitweise erlebten, erscheint es aus rationaler Sicht völlig unsinnig, dass sie so viel Gold aufwendeten, nur um sich ein Götzenbild zu schaffen, um das herum sie etwas Zerstreuung fanden.

Und dann aßen, tranken und vergnügten sie sich, sprich: Sie feierten ein riesen Fest, bei dem es vermutlich auch zu dem ein oder anderen Exzess gekommen war.

Wo finden wir da entsprechende Analogien im Heute?

 

Kritische Betrachtung zur Bedeutung vom Fußball in der heutigen Zeit.

In früheren Zeiten war ich auch in der Fanrunde wenn Deutschlands 11 Spielte. Auch habe ich mir immer mal wieder das ein oder andere Bayernspiel angesehen.

Das ist aber lange her. Seit mindestens 30 Jahren erkenne ich eine immer stärker werdende Fußballmanie in unserer Gesellschaft. Ich kann mich erinnern, dass früher nicht mal jedes Bundesligaspiel komplett im Fernsehen übertragen wurde. Heute werden 2. und 3. Ligaspiele im Tv übertragen. An Bundesligaspieltagen kenne ich in ganz BN keine Kneipe in der kein Fußball läuft. (Gruppenzwang)

Wenn ich mir die Entwicklung vom Profifußball in den letzten Jahrzehnten ansehe, bemerke ich durchaus, dass immer öfter das Wort Fußballgott zu hören/lesen ist. 1974 wurde noch gesungen: "Fußball ist in unserem Leben der König, Fußball regiert die Welt." So hat es offensichtlich die Fußballwelt inzwischen geschafft die Theokratie zu errichten. ;-) :-D Und so eine La-Ola-Welle könnte also auch als Tanz um den Fußballgott bezeichnet werden.

In der Saison 2011/2012 gab die Fußballbundesliga 600.000.000 Euro nur für die Spieler aus. Hinzu kommen die Kosten für Stadien, Funktionäre, sonstige Mitarbeiter u.s.w. Da wird ganz locker ein Milliardenbetrag pro Saison zustande kommen. Geld das die Fans durch Eintrittsgelder und Spenden und die Allgemeinheit durch Rundfunkgebühren bezahlen. Die Gewerkschaft der Polizei schätzt, dass die Sicherung von Spielen der 1. und 2. Bundesliga rund 100.000.000 Euro pro Saison kostet. Geld das der Steuerzahler bezahlt.

Die Investitionen für die WM in Brasilien 2014 wurden zu fast 90 % vom Staat Brasilien bezahlt. Die Einnahmen gehen zum überwiegenden Teil in die Kasse der FIFA. (So ein Bericht im WDR ) 

Hier in Deutschland und schon recht in Brasilien, halte ich es aus rationaler Sicht für völlig unverständlich so viel Geld dafür auszugeben, dass die Menschen etwas Zerstreuung finden. Das Geld würde dringend gebraucht um den sozial benachteiligten Menschen zu helfen.

Die Menschen feiern ihren Fußballgott, sie stecken mit ihrer Begeisterung die meisten anderen Menschen an, und wer sich von der Begeisterung nicht anstecken lassen will, wird durch den Lärm, die Autokorsos und die gesamte Omnipräsenz des Fußballtheaters dennoch gezwungen daran teil zu haben. An jedem Bundesligaspieltag finde ich in ganz Bonn nur noch ein oder zwei Kneipen, in denen kein Fußball läuft. Wenn ich während einem Dienst in einen Autokorso gerate, bin ich anschließend zu spät bei meinen Kunden. So haben dann auch alte und kranke Menschen etwas vom

Fußball. :-/ Und die Menschen die in der Umgebung der Stadien wohnen, finden den Lärm und die gewaltbereite Atmosphäre (also auch Exzesse) bestimmt nicht lustig.

Das ist Gruppenzwang in massivster Form!

Das halte ich für den modernen Tanz um das goldene Kalb. 

Nein, das mache ich nicht. Ich finde es recht sinnlos, weil das andere Team ja genauso gut beten könnte, dass sie gewinnen. Wenn man vor einem Fußballspiel betet, könnte man finde ich eher dafür beten, dass es ein faires Spiel wird und dass sich niemand verletzt.

Woher ich das weiß:Hobby – Ehrenamtlich in einer kath. Kirchengemeinde aktiv

Spannende Frage, vor’m FußBallspiel bete ich aber tatsächlich gern, und habe mich auch gefragt ob das sein muss. Ich bin aber zum Entschluss gekommen, das ich Gott für seine Unterstützung bitte, und bete das sein Wille geschehe.

lg

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Christentum