Nachbar stört shisha rauch rauchmelder was tun?

 - (Rauchen, Shisha, Nachbarn)

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Ding ist sicher funkvernetzt.

Wenn Du ihn demontierst, wieder montierst, die Öffnungen zuklebst oder Gegenstände (z. B. Schränke) zu nah an ihn heranrückst, kann die Hausverwaltung das sehen. Das könnte Ärger geben, vor allem wenn es häufiger vorkommt.

Falls Du zur Miete oder in einer WEG wohnst (wovon ich mal ausgehe, wenn Dein Nachbar so nah ist, dass ihn der Rauch Deiner Shisha stört), kann die Verwaltung (leider) darauf bestehen, einen bestimmten Typ Rauchmelder in Deiner Wohnung anzubringen und auch die Wartung für diesen zu übernehmen. Du darfst einen solchen Melder dann (leider) nicht demontieren und beispielsweise durch einen eigenen (nicht vernetzten) ersetzen. Hierzu gab es auch bereits Gerichtsentscheidungen.

Also ich sehe nicht, wie Du Shisha rauchen kannst, ohne Ärger mit Nachbarn und / oder Hausverwaltung zu bekommen.

Ich finde es krass wie sowas in Deutschland zulässig ist, gerade hier wo Datenschutz angeblich sehr wichtig ist.

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@Anker0

Ja, ich ärgere mich auch wahnsinnig!

Ich habe bereits (nicht vernetzte) Rauchmelder in meiner Wohnung montiert, um der Verwaltung zuvorzukommen, aber die möchte dieses Jahr ebenfalls "vernetzte" in sämtlichen Wohnungen montieren. Da das ganze eine Genossenschaft ist, habe ich Anteile. Sehr viele Mitglieder der Genossenschaft sind gegen "vernetzte" Rauchmelder, aber der Hauptanteilseigner hat bei uns eben leider ein dermaßen hohes Stimmgewicht, dass er die Zustimmung der anderen Anteilseigner nicht benötigt. :-(

Ich habe ebenfalls datenschutzrechtliche Bedenken. Ein Ultraschallsensor ist ein Mikrofon. Der überträgt sicher auch unterhalb des Ultraschallbereichs. Und dann mit "Fernzugriff" ... selbst wenn der Hersteller / die Verwaltung selbst nichts böses im Schilde führen, weiß doch niemand, ob ein Dritter ("Hacker") nicht Zugriff zu diesen Geräten bekommen und sie beispielsweise als Wanze verwenden kann.

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@Anker0

Also ich wüsste zumindest nicht, dass es eine fertige Software gäbe, um beispielsweise mit einem Raspberry Pi und einem ZigBee-Transceiver (den es für den Raspberry Pi gibt) einen Rauchmelder zu "emulieren". ;-)

Technisch möglich müsste es sein, sofern die Kommunikation unverschlüsselt erfolgt. Aber erlaubt ist es natürlich nicht. Spätestens wenn es tatsächlich ein Feuer gibt, würdest Du allerdings Gefahr laufen, für immense Schäden aufzukommen, wenn man feststellt, dass Du vorsätzlich die Brandmeldeanlage manipuliert hast.

Wenn Du ein gutes Verhältnis zu Deinem Vermieter (ich gehe einfach mal davon aus, dass Du zur Miete wohnst) hast, kannst Du die Problematik ja einmal ansprechen.

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Kompletter Unfug, der Rauch elder ist zwar vernetzt aber nur mit den anderen Rauchmeldern in der Wohnung/Etage, geht einer los gehen alle los. Er ermittelt auch ob im Abstand von 30cm Objekte sind (da dies die Funktion beeinträchtigen könnte) er sendet aber absolut nichts an den Vermieter, wenn man das Gerät demontiert geht er auch nach einer gewissen Zeit los, reiner Aspekt der Sicherheit damit man ihn eben nicht annimmt und er somit seine Funktion verliert.

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@Fidreliasis

Er übermittelt die Daten natürlich nicht direkt an den Vermieter, aber an die Firma, die die Wartung übernimmt. Und die führt Protokolle und händigt sie der Hausverwaltung aus, damit diese einen entsprechenden Nachweis führen kann (wozu sie verpflichtet ist). Dieses Verfahren ersetzt die manuelle Inspektion des Rauchwarnmelders vor Ort.

Siehe auch hier: https://www.eielectronics.de/wissen/ferninspektion

Um einen Rauchmelder der "Klasse C" handelt es sich hier mit ziemlicher Sicherheit.

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Es gibt auch Wärmemelder/Hitzemelder. Die reagieren nicht auf Rauch, sondern melden, wenn es im Raum zu warm wird. Vielleicht wäre das etwas für Dich.

Ich gehe davon aus, dass er den Melder nicht selbst montiert hat. Das ist ein funkvernetztes Modell inklusive Sensorik (Ultraschall, etc.) zur Umfeldüberwachung. Das lässt darauf schließen, dass der Melder in eine größere Meldeanlage eingebunden ist. Wenn der Melder außer Betrieb genommen wird, dann sieht der Betreiber (i. d. R. die Hausverwaltung) das und dann dürfte es früher oder später Ärger geben.

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@NoHumanBeing

Wie viel Meter Reichweite hat der denn? Kann mir gar nicht vorstellen das der mehr als mein Router schafft der 200€ gekostet hat.

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@Anker0

Das weiß ich nicht. Es kann gut sein, dass als Protokoll ZigBee oder "Bluetooth Low Energy" eingesetzt wird. Das sind gängige Protokolle im IoT-Bereich.

Die Reichweite ist sicher nicht riesig (ich vermute um durch ein oder zwei Betonwände zu kommen reicht's, aber viel mehr "Reserve" ist da sicher nicht), weil wohl mit geringer Leistung gesendet wird, damit die fest verbaute Lithiumbatterie jahrelang reicht.

In größeren Gebäuden sieht die Struktur häufig so aus, dass es fest installierte Geräte mit zentraler Stromversorgung in jedem Stockwerk gibt. Die einzelnen Melder müssen nur bis dorthin kommunizieren. Also quasi in jedem Stockwerk ein "Access Point" für die Melder und die "Access Points" tauschen sich dann untereinander (und ggf. mit dem Internet) entweder drahtgebunden oder über eine leistungsstärkere Funkverbindung aus.

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@NoHumanBeing

Da kenne ich mich nicht aus. Wenn es eine Mietwohnung ist, sollte der Fragesteller das ohnehin mit dem Vermieter besprechen.

Eine Umfeldüberwachung, die sogar erkennt, wenn man Möbel verrückt,  fände ich allerdings sehr bedenklich. 

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@CaseyJean78

Es gibt einen gewissen Mindestabstand zum Melder, der nach den gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden muss. Ich gehe nicht davon aus, dass der Melder eine "Karte" des Raums ins Internet lädt. Ich gehe eher davon aus, dass er meldet, ob der Mindestabstand in irgendeiner Richtung unterschritten wurde oder nicht. Dafür reicht ja ein simples ja / nein und sofern auch nur tatsächlich das abgefragt wird, wäre das wahrscheinlich noch datenschutzkonform.

Daneben werden noch Informationen wie der Verschmutzungsgrad der Rauchkammer / Sensorik, Batteriestand, gemeldet, sowie ob der Melder auf die Platte montiert und aktiv ist oder nicht und so weiter und so fort.

Aber ja, ich empfinde es ebenfalls als bedenklich. Zum einen kann abgesehen vom Hersteller niemand überprüfen, welche Daten diese Geräte tatsächlich erfassen, zum anderen, selbst wenn die Daten von der Sensorik im Melder selbst so aufbereitet werden, dass die abgeleiteten Informationen datenschutzkonform sind, stellt sich die Frage, ob es nicht Schwachstellen gibt, die es Dritten ("Hackern") möglicherweise erlauben, den Melder umzuprogrammieren. Nachdem bereits vernetzte Thermostate und ähnliches gehackt wurden, würde mich das ehrlich gesagt (leider) nicht wundern.

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Im Grunde kann dein Nachbar nichts machen. Viele lassen ja auch nicht 24/7 die Fenster offen (aber es gibt Ausnahmen). Wenn du angenommen am Tag 1 Stunde rauchst, kann er ja das Fenster zu machen oder auch nicht das ist ihm ja überlassen. Wenn es stört, kann er ohne Probleme sein Fenster zu machen und schon kann er nicht meckern.

Danke für die Antwort aber wenn alles so einfach wäre wär ich mehr als glücklich dass ich nachbarn hab mit denen ich gut klar komm meckern wegen wegen heder scheisse

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@Johan56454

Einfach mal in Ruhe ansprechen und Ihm sagen, dass wenn du Shisha rauchst, dass er halt solange in dem Zimmer unter oder über dir das Fenster solange schließen soll. Du kannst Ihm ja genauso vorwerfen dass wenn er kocht, doch der Geruch so stört und er es unterlassen soll. Mal schauen was er dir dann für eine Antwort gibt oder hört er dann auch auf zu kochen? Klar ist ein etwas blöder Vergleich aber im Grunde auch das selbe. Es geht ja um den Geruch.

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Doch, der Nachbar kann sehr wohl etwas tun, indem er sich zunächst an die Vermietung wendet. Wieso soll der obige Mieter sich einschränken und das Fenster schließen? Was sind das denn für schräge Argumente Latzo99?

Unter mir wohnt ein Student, der raucht täglich vorrangig in den Abend- und Nachtstunden Shisha. Der süßliche Geruch ist für mich unerträglich, wenn er durchs angeklappte Fenster reinzieht. Gerade im Sommer. Er hat in der Wohnung auch die Türen zu den anderen Räumen auf, so daß der Qualm auch in andere Zimmer zog. U.a. unter meinem Schlafzimmer. Ich bin nachts teilweise davon aufgewacht. Das ist nunmal eine unzumutbare Beeinträchtigung, wofür es entsprechende Gerichtsurteile gibt.
Nun wohnen wir in einem Altbau mit einer Art Erker im Wohnzimmer. Daher haben wir vereinbart, daß ich auf der einen Seite das Fenster öffne und er auf der anderen Seite. Wir verstehen uns gut hier im Haus und ich bin dafür, erstmal miteinander zu reden. Es ist aber letztlich ein Entgegenkommen von mir, denn natürlich würde ich gern jedes Fenster aufmachen können, wann ich es möchte. Entscheidend war auch sein Verhalten mir gegenüber. Er wollte eine gute Lösung finden. Ist aber offenbar nicht bei allen so, wie ich hier so lese. Denen ist es eben egal. Da muß sich dann niemand wundern.

Mein Tipp ist also: rede mit ihm und versucht eine machbare Lösung für beide zu finden. Daß Du hier nach einer Lösung suchst, zeigt ja, daß es Dir nicht egal ist. Viel Glück!

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