Nein, das ist unangemessen.

Das ist obszön. Über Mindestlöhne wird gefeilscht aber eine Begrenzung von Höchstlöhnen oder Boni scheint niemand ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Klar müssen die Bosse ordentlich honoriert werden, aber die Beträge müssen in einem nachvollziehbaren Verhältnis zur persönlichen Leistung stehen. Die Gewinne der Unternehmen werden schließlich von allen Mitarbeitern erwirtschaftet. Und ich wage zu behaupten, dass die Leistung mancher Krankenschwester und Krankenhausärzte nicht geringer zu bewerten ist, als die von Konzernbossen, Vorständen und Aufsichtsräten. Man vergleiche einmal die jeweiligen Vergütungen.

Vermutlich kommt jetzt wieder reflexartig der Neidvorwurf, der gerne herangezogen wird, wenn man die Angemessenheit von Vergütungen infrage stellt.

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Bin zwar nicht mehr am Puls der OC-Synthesen, aber vielleicht helfen diese Überlegungen ein wenig weiter.

a) 1. Addition von HBr an die Doppelbindung. Dabei sollte das Bromid an das β-C addieren, da dieses bei α-β-ungesättigten Carbonylverbindungen positiv polarisiert ist. 2. Umsetzen der β-Br-Verbindung mit dem Grignardreagenz Methylmagnesiumbromid.

b) 1. Die alkalische Hydrolyse der Thionsäurebindung -O-C=S(R) sollte Cyclohexanol liefern. 2. Reduktion der Hydroxyfunktion mit beispielsweise mit Zu/Hg/HCl zum Cycolhexan. Möglichwerweise geht auch die direkte katalytische Hydrierung des Eduktes.

c) Stichwort Baeyer-Villiger Oxidation

d) Die Synthese das substituierten Triazols kann über eine 1,3-dipolare Cycloaddition eines Alkylazids an das Alkin erfolgen.

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Aber das Iod hat ja jeweils schon ein Elektron...

Wie kommst Du denn darauf? Iod ist ein Halogen und steht in der 7. Hauptguppe!

I2 + Br2 ⇌ 2 IBr

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Die Reaktionsgleichungen:

IO3⁻ + 5 I⁻ + 6 H⁺ ⇌ 3 I2 + 3 H2O

I2 + 2 S2O3²⁻ ⇌ 2 I⁻ + S4O6²⁻

 2,9 ml Thiosulfat-Lösung mit c = 0,01 mol/L sind n = c * V = 0,029 mmol

Ein Äquivalent Thiosulfat zeigt gemäß obiger Reaktionsgleichungen 1/6 Äquivalente Iodat.

n(IO3⁻) = 0,0048 mmol ; m(NaIO3) = n * M = 0,957 mg entspr. 23,9 mg/kg

Wieso wird mir Schwefelsäure angesäuert und weshalb entfärbt sich die Lösung, ich dachte eher sie würde sich dann blau färben.

Weil für die Komproportionierungsreaktion H⁺ benötigt wird, wie man anhand der Reaktionsgleichung sehen kann. Das gebildete Iod färbt die Lösung braun-gelb. Wenn diese Farbe im Verlauf der Titration verblasst, gibt man gegen Schluss die Stärkelösung zu, die bei Iod/Iodid-Lösungen kräftig blau wird. Dann titriert man vorsichtig bis zur völligen Entfernung. Dann ist alles Iod zu Iodid reduziert.

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Wie Botanicus bereits schrieb, gibt es bei der Reaktion keinen pH-Wert und keine Oxoniumionen, weil zunächst nur Bromwasserstoff gebildet wird. Erst wenn dieses Gas im Experiment mit einer Spritze abgenommen und anschließend in Wasser geleitet wird, kommt es zur Protolyse gemäß:

HBr + H2O ⇌ H3O⁺ + Br⁻

Das Massenwirkungsgesetz gilt für die Gleichgewichtskonzentrationen und sieht dann so aus:

K = c(H3O⁺)*c(Br⁻)/{c(HBr)*c(H2O)}

Die Konzentration an Wasser kann als konstant angesehen werden und wird in die Säurekonstante Ks einbezogen.

Ks = c(H3O⁺)*c(Br⁻)/c(HBr) = 10⁹ mol/L

Man sieht hier, dass die Konzentrationen an Br⁻ und H3O⁺ um den Faktor 10⁴·⁵ ≈ 32600 größer ist als undissoziierte HBr. Daher kann man bei Berechnungen von pH-Werten die Gleichgewichtskonzentration von c(H3O⁺) = c(Br⁻) = c0(HBr) mit

c0(HBr) = Ausgangskonzentration der Säure.

Da wird auch nichts am Gleichgewicht verschoben, zu wessen Gunsten auch immer.

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a) 8 Sauerstoffe ist korrekt.

b) Z.B. K2[Al2Si2O8] oder das Gismondin Ca[Al2Si2O8] · x H2O

Rechne doch einfach die üblichen Oxidationszahlen. +III für Al und + IV für Si. Bei -II für den Sauerstoff benötigt man 2 Kalium oder ein Calcium mit zum Ausgleich.

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Lösungen von Kupfersalzen sind nun mal von Natur aus blau. Verantwortlich dafür ist das Kupferion Cu²⁺. Das Kupferchlorid zerfällt beim Lösen in Wasser in diese Cu²⁺- und Cloridionen Cl⁻. Beim Anlegen einer elektrischen Spannung wandern nun die Ionen im Wasser entsprechend ihrer Ladung zu den entgegen geladenen Elektroden. Die Cu²⁺-Ionen wandern an die Kathode (negative Elektrode), die Cl⁻-Ionen marschieren zur Anode. Die Cu²⁺-Ionen geben an der Kathode ihre Ladung ab und werden zu metallischem Kupfer, welches sich als rot-brauner Feststoff auf der Elektrode abscheidet. Da die Kupferionen in der Lösung in ihrer Konzentration abnehmen, wird die blaue Farbe im Verlauf der Elektrolyse zunehmend an Intensität abnehmen. Cu²⁺ - 2 e⁻ ---> Cu (Kathodenreaktion = Reduktion). Die Chloridionen werden anodisch zu Chlor oxidiert. 2 Cl⁻ + 2 e⁻ --> Cl2 (Anodenreaktion = Oxidation). Daher kommt der typisch stechende Geruch.

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Hilfe zur Selbsthilfe. Du dividierst die gegeben Massen m der an der Verbindung beteiligten Atomsorten durch deren atomaren Massen M.

n = m/M Einheitengleichung: mol = g/(g/mol)

Diese Quotienten erweiterst Du mit einem geeigneten Faktor so, dass sie die kleinstmöglichen ganzahligen Werte annehmen.

1) n(Al) = 5,4 g/(27 g/mol) = 0,2 mol

n(S) = 9,6 g/(32 g/mol) = 0,3 mol

Erweitert mit dem Faktor 10 (ist hier im Beispiel so gewählt, damit es leicht ist) ergibt für die Verhältnisformel:

Al2S3

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Oh je, welch ein Chaos! Das allererste, was bei derartigen Aufgaben zu betrachten ist, das sind die Oxidationszahlen der am Redoxprozess beteiligten Atome. Der Stickstoff im Nitrat hat die OZ +V und diese wird auf +II im NO vermindert. Der Stickstoff wird reduziert, indem er 3 e⁻ aufnimmt. Der Übergang von Fe²⁺ zum Fe³⁺ stellt nur ein e⁻ zur Verfügung. Damit die Elektronenbilanz stimmt, braucht es also schon einmal 3 Fe²⁺.

3 Fe²⁺ + NO3⁻ --> 3 Fe³⁺ + NO

Hier stimmen die Redoxäquivalente, aber noch nicht die Ladungs- und Massenbilanz. Rechts fehlen noch 2 O, die mit H2O ausgeglichen werden.

3 Fe²⁺ + NO3⁻ --> 3 Fe³⁺ + NO + 2 H2O

Jetzt noch links 4 H⁺ dazu und alles ist wieder gut.

3 Fe²⁺ + NO3⁻ -+ 4 H⁺ --> 3 Fe³⁺ + NO + 2 H2O

Nach diesem Muster kannst Du jetzt die nächste Aufgabe selbst angehen.

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Nein, das ist völlig falsch. Jedes Sauerstoffatom bringt 6 Valenzelektronen mit und das Kohlenstoffatom 4. Das sind 16 Elektronen, die vernünftig verteilt werden müssen, so dass alle Bindungspartner ein Elektronenoktett erreichen, dem C 4 Elektronen zukommen und dem Sauerstoff 6. Die Lewisformel kann man so darstellen:

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oder so:

Bild zum Beitrag

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Für morgen wird es vielleicht nicht mehr reichen. Aber für später mag es noch nützlich sein. Die Verbrennungsenthalphie einer Verbindung ist die Differenz der Summe der Standardbildungsenthalpie der Produkte und der Edukte.

ΔcH0 = ΣΔfH0 P - ΣΔfH0 E

Man benötigt also die Verbrennungsethalphie ΔcH0 für die Rechnung.

ΣΔfH0 E= ΣΔfH0 P - ΔcH0

Das Edukt ist hier das C6H13O2N und ist vermutlich die Aminosäure Leucin. Die Verbrennungsenthalphie davon ist:

ΔcH0 = -3584 kJ/mol (recherchiert)

Die Summe der Produktenthalpien bei der Verbrennung sind:

für 6 C zu 6 CO2 ==> 6 * 393 kJ/mol = -2358 kJ

für 13 H zu 6,5 H2O ==> 6,5 * -285 kJ = -1852,5 kJ

Unter der Annahme, dass der Stickstoff nicht oxidiert wird, macht das zusammen:

ΣΔfH0 P= -4210,5 kJ

Damit erhält man für die Verbindung C6H13O2N, die molare Standardbildungsenthalpie von:

ΔfH0 E= - -4210,5 kJ/mol -(--3584 kJ/mol) = - 627 kJ/mol

Bei NIST habe ich -640 kJ/mol gefunden. Kann also nicht ganz so falsch sein.

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a) Als sehr starke Säure kann man bei Salzsäure von vollständiger Protolyse ausgehen. Deshalb ist die Oxoniumkonzentration gleich der Säurekonzentration.

c(H3O⁺) = c(HCl) = 0,1 mol/L

pH = -log(c(H3O⁺)) = 1

b) Hier gilt im Prinzip dasselbe wie bei a), nur muss bei dieser extremen Verdünnung die Autoprotolyse des Wassers berücksichtigt werden. Wenn man diese außer Acht ließe, ergäbe sich bei der obigen Rechnung ein pH-Wert von 8. Das ist im basischen Bereich und natürlich Unsinn, denn eine Säure wird durch Verdünnung natürlich nicht basisch. Für die Schulzwecke rechnet man einfach:

pH = -log(c(H3O⁺)) = -log(10⁻⁸ + 10⁻⁷) = 6,96

c) 0,03 mol/L Ca(OH)2 liefern bei vollständiger Dissoziation 0,06 mol/L OH⁻-Ionen.

pOH = -log(OH⁻) = -log(0.06) = 1,22

pH = 14 - pOH = 12,78

d) pH = 1/2(pKs - log(c)) = 1/2(4,75 - log(0,05)) = 3,03

e) Das Acetation reagiert basisch gemäß

Ac⁻ + H2O <--> HAc + OH⁻

pOH = 1/2(pKB - (cB))

pOH = 5,125

pH = 14 - 5,125 = 8,9

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Nennen wir die gesuchte Stoffmenge an Ester x, dann ergibt sich für das Massenwirkungsgesetz folgender Ansatz:

K = x * (n(H2O)+ x)/[n(Säure) -x)*n[(Alkohol)-x]

(x * (1 mol + x))/[(1 mol -x)*(1 mol -x)] = 4

x = n(Ester) = 0,5426 mol

n(H2O) = 1,5426 mol

n(Alkohol) = n(Säure) = 0,4574 mol

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Das Azeotrop von Ethanol-Wasser hat eine Zusammensetzung von etwa 95,6 % Ethanol und 4,4 % Wasser. Bei diesem Punkt haben Dampfphase und flüssige Phase dieselbe Zusammensetzung, Es herrscht nach dieser Einstellung ein Gleichgewicht.

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Kaliumhexacyanidoferrat(||) ist auch unter dem Namen "Gelbes Blutlaugensalz" bekannt. Setzt man das mit einem Oxidationsmittel wie Wasserstoffperoxid oder Permanganat um, dann wird das Eisen(II) zu Eisen (III) oxidiert, wobei Kaliumhexacyanidoferrat(||I) entsteht (Rotes Blutlaugensalz). Deine Beobachtung, dass Braunstein ausgefallen ist, ist ein Indiz dafür, dass die Oxidation zu mindestens in Teilen erfolgt ist. Möglicherweise ist die Reaktion nicht quantitativ erfolgt und somit zum größten Teil das Ausgangsprodukt erhalten worden. Hier ist ein netter Versuch zu diesem Thema.Da findest Du auch die Redoxreaktionsgleichung.

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Ich denke, dass es zwei Konfigurationsisomere gibt. An den Stereozentren sitzen jeweils ein Methylrest, ein Wasserstoff und OH oder Br. Wenn man gedanklich die Methylreste in der Sägebockprojektion in gleiche Position bringt, bleiben nur zwei Möglichkeiten für die Positionierung von OH und Br. Beide "auf einer Seite" oder eben nicht, also entweder "threo" oder "erythro".

Aber das darf gerne noch diskutiert werden.

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