Beispiel AgCl:

Das Löslichkeitsprodukt KL ist hier

KL = [Ag⁺] * [Cl⁻] = 4 * 10⁻¹⁰ mol²/L²

Die eckigen Klammern stehen für die molaren Konzentrationen.

Nun ist die Chloridkonzentration mit 0,01 mol/L vorgegeben. Damit kann man jetzt die Ag⁺-Konzentration ausrechnen, die man maximal zugeben kann, bevor ein Niederschlag entsteht,

[Ag⁺] < 4 * 10⁻¹⁰ mol²/L²/(0,01 mol/L)

[Ag⁺] < 4 * 10⁻⁸ mol/L

Die Rechnung mit dem Chromat erfolgt analog.

...zur Antwort
Ich bin mir nicht ganz sicher...

Ich bin nicht sicher, weil ich einerseits zu wenig Expertise und Kenntnisse habe, um dieses sehr komplexe Thema kompetent beantworten zu können und mich daher darauf verlassen muss, was mir die überwiegende Mehrheit der Experten erzählen. Wenn ich krank bin gehe ich schließlich auch zu einem Vertreter der Medizin und nicht zum Wunderheiler.

Andererseits habe ich immer noch geringe Zweifel, weil ich aufgrund meiner Profession weiß, dass Wasserdampf, welcher in unserer Atmosphäre in sehr viel höherer Konzentration vorkommt als Kohlendioxid, im IR- und NIR-Bereich des elektromagnetischen Spektrums sehr starke Absorptionsbereiche aufweist. Ich habe das mangels frei verfügbarer Literatur nicht genau quantifizieren können, aber nach eigener Erfahrung mit der Spektroskopie schätze ich den Beitrag des Wassers in der Atmosphäre als ungleich größer ein, als den des CO2. Wäre schön, wenn jemand dazu konkrete Daten liefern könnte. Folglich scheint mir der in jüngster Geschichte erfolgte Zuwachs an CO2 im Verhältnis zu allen klimarelevanten Gasen eher nicht so bedeutend. Auch finde ich die Aussagen einiger Klimaskeptiker zur Situation auf dem Mars zumindest überlegenswert, die da argumentieren: Der Treibhauseffekt auf dem Mars ist fast Null, obwohl die Marsatmosphäre ein Vielfaches an CO2 aufweist.

Aber wie gesagt, ich bin im Bereich der Klimaforschung ein absoluter Ignorant und neige bei allen Fragen, die ich für mich nicht beantwortet habe, dazu den damit befassten Spezialisten zu folgen.

...zur Antwort

1 L der Essigsäure hat die Masse m = 1037 g, da m = ρ * V

Der Massenanteil einer binären Mischung (2 Komponenten) ist der Quotient aus der Masse eines gelösten Stoffes und der Masse der Lösung.

w = m(säure)/[m(lösung)]

30 % wird dabei als dimensionsloser Faktor 0,30 verwendet.

0,3 = x/1037 g

x = 0,3 * 1037 g = 311,1 g

...zur Antwort

Benzaldehyd ist eine Verbindung, die am Aufbau des Amygdalins, einem glycosidisch gebundenen Cyanhydrin, welches wiederum aus einer Anlagerung von Blausäure an eben jenen Benzaldehyd entsteht. Es ist somit cyanogen und einigermaßen giftig. Deshalb sollten keine größeren Mengen an Bittermandeln verzehrt oder verarbeitet werden. Der Benzaldehyd alleine bringt eher eine Marzipan- bzw. Amarettonote mit als den runden Mandelgeschmack. Ich verwende ihn gerne für selbst angesetzten Glühwein, indem ich auf 1,5 L ein paar Tropfen davon dosiere.

Ich würde einfach mal die bekannten Aromenhersteller anschreiben und bitten, ein paar Muster von Mandelaromen zum Zwecke der Produktentwicklung zur Verfügung zu stellen.

  • Givaudan
  • Firmenich
  • Symrise
  • Takasago
...zur Antwort

Man kann Moleküle zwar verändern, aber dann ist es nicht mehr derselbe Stoff. Wasser hat bei einem bestimmten Druck immer einen bestimmten Schmelz- und Siedepunkt. Daran ist nichts zu ändern. Das sind sogenannte stoffspezifische, also unveränderliche Eigenschaften.

Und eine Abstimmung ist bei derartigen Fragen absolut unsinnig. Nicht die Mehrheit entscheidet bei wissenschaftlichen Fragestellungen. Da geht es nur um Fakten, Wissen und Bildung.

...zur Antwort

Für eine Reaktion erster Ordnung gilt:

v = d[A]/dt = k * [A]

Dabei steht die eckige Klammer für die molare Konzentration des Eduktes A. Integriert ist das:

[A]t = [A]0 * e-kt

Mit [A]t = 0,25 * [A]0 erhält man:

0,25 * [A]0 = [A]0 * e-kt

0,25 = e-kt

ln 0,25 = - kt

t = -ln(0,25)/0,693 s

t = 2,00 s

...zur Antwort

Mg²⁺ + Ca²⁺ + 2 [H2EDTA]²⁻ --> [Mg(EDTA)]²⁻ + [Ca(EDTA)]²⁻ + 4 H⁺

"Bei den in der Komplexometrie verwendeten Indikatoren handelt es sich ebenfalls um Komplexliganden, die farbige, weniger stabile Komplexe mit dem zu bestimmenden Metall-Ion bilden als der Ligand, der zur Titration verwendet wird (meist EDTA).

In der zu titrierenden Lösung liegen die Metall-Ionen zum Teil frei, zum Teil als Metall-Indikator-Komplex vor. Bei Zugabe von EDTA werden nach und nach die freien Metall-Ionen komplexiert. Der Umschlagspunkt der Titration (Äquivalenzpunkt) ist erreicht, wenn keine freien Metall-Ionen in der Lösung mehr vorliegen und nun noch etwas EDTA zugegeben wird. In diesem Moment werden die Metall-Ionen aus dem Metall-Indikator-Komplex gelöst, es bildet sich der stabilere Metall-EDTA-Komplex. Der freie Indikator hat eine andere Farbe als der Metall-Indikator-Komplex und zeigt so den Äquivalenzpunkt an."

https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/chemie-abitur/artikel/komplexometrie

...zur Antwort
Wie kommt man auf Al203

Wenn man keine Grundkenntnisse in Chemie bezüglich des Atomaufbaus und des Periodensystems hat, dann ist die einzige Möglichkeit, das einfach wie Vokabeln zu lernen: Aluminium(tri)oxid = Al2O3

Wenn man weiß, dass Aluminium ein Metall ist und in der 3. Hauptgruppe des PSE steht, dann weiß man damit auch, dass es 3 Valenzelektronen hat, die bei einer ionischen Bindung an einen Reaktionspartner (hier Sauerstoff) abgegeben werden. Sauerstoff ist der elektronegativere Reaktionspartner und nimmt diese Elektronen auf. Da der Sauerstoff in der 6. Hauptgruppe steht, weiß man, dass er 6 Valenzelektronen hat und somit zur Bildung einer vollbesetzten Achterschale 2 Elektronen aufnehmen kann. Das Al wird durch die Abgabe der 3 Elektronen zum Kation:

Al --> Al³⁺ + 3 e⁻ (Oxidationsraektion) (1)

Der Sauerstoff nimmt 2 Elektronen auf und wird zum Anion:

O + 2 e⁻ --> O²⁻ (Reduktionsreaktion) (2)

Nun besteht das Dilemma, dass die Elektronenbilanz nicht stimmt. Das behebe ich provisorisch, indem die Reduktionsreaktion (2) mit dem Faktor 1,5 erweitert wird:

1,5 O + 3 e⁻ --> 1,5 O²⁻ (3)

Dann werden (1) und (3) zur Redoxgleichung addiert.

Al + 1,5 O + 3 e⁻--> Al³⁺ + 3 e⁻ 1,5 O²⁻ (4)

Die Elektronen kürzen sich - wie beabsichtigt - raus und die Bilanz stimmt schon mal.

Al + 1,5 O --> Al³⁺ + 1,5 O²⁻ (5)

Nun müssen nur noch die nicht-ganzzahligen, stöchiometrischen Faktoren verschwinden. Das machen wir mit einer Erweiterung mit dem Faktor 2:

2 Al + 3 O --> 2 Al³⁺ + 3 O²⁻ (6)

Das kann man auch so schreiben:

2 Al + 3 O --> Al2O3 (7)

Dann stört nur noch der atomare Sauerstoff (3 O), weil dieser ja, wie man als geneigter Schüler weiß, in Natura immer bimolekular als O2 daherkommt. Das beheben wir durch eine zweite Erweiterung mit dem Faktor 2:

4 Al + 3 O2 --> 2 Al2O3 (8)

Redoxgleichung (8) ist nun perfekt.

...zur Antwort

60,9 mg AgCl sind nach n = m/M (1)

n = 60,9 mg/(143,3 g/mol) = 0,425 mmol

Das ist gleichermaßen die Stoffmenge an Clorid-Ionen:

n(Cl⁻) = 0,425 mmol

Es gilt daher:

n(KCl) + n(NaCl) = 0,425 mmol (2) und

m(KCl) + m(NaCl) = 27,7 mg (3)

n(KCl)*(74,6 g/mol) + n(NaCl)*(58,4 g/mol) = 27,7 mg

(0,425 mmol - n(NaCl)*(74,6 g/mol) + n(NaCl)*(58,4 g/mol) = 27,7 mg

n(NaCl) = x

(0,425 mmol - x)*(74,6 g/mol) + x*(58,4 g/mol) = 27,7 mg

x = 0,2472 mmol = n(NaCl)

Mit Gl. (2) wird n(KCl) berechnet und die Stoffmengen werden dann in die Massen umgerechnet.

...zur Antwort

Wickel den Kolben in ein ausreichend großes Handtuch und bohre ein Loch zentral in den Stopfen. Dann mit einem Korkenzieher wie einen Korken aus dem Kolben ziehen.

...zur Antwort

Das ist ein weites Feld. Aus einem Spektrum kann man eigentlich nichts ablesen. Das Prinzip besteht darin, dass man vor der Analyse von unbekannten Proben zunächst einmal jede Mengen Spektren (locker auch mal 100) von Proben aufnehmen, von denen man die Zusammensetzung kennt. Man kann das machen, indem man Standards herstellt oder aber von natürlich "gewachsenen" Proben eine Analyse mittels eines anderen Verfahrens durchführt (Refernzanalytik). Man gibt die Werte für die verschiedenen Komponenten der Standards in Programm ein, welches aus den Variationen des Spektrums als Funktion der eingebenen Messwerte durch multivariate Regression eine Methode erstellt. Es ist also im Vorfeld der eigentlichen Analysen jede Menge Arbeit mit den Standards und der Methodenerstellung notwendig. Bei speziellen Anwendungen bieten die Gerätehersteller bereits fertige Methoden an, das ist aber eher die Ausnahme. Lies einfach einmal bei Bruker nach.

...zur Antwort

Dass sie von unterschiedlicher Qualität sind, ist ja anhand ihres Fluoreszenzverhaltens offensichtlich. Wenn der Ring mit der Zusage verkauft wurde, dass er mit natürliche Diamanten besetzt sei, dann würde ich dem Juwelier das Ergebnis des UV-Testes vorlegen und um eine Stellungnahme bitten. Auskunft gibt da vielleicht auch die Verkaufsunterlage und ein Echtheitszertifikat. Ist diese nicht befriedigend und war der Preis des Ringes verhältnismäßig hoch, gemessen an den persönlichen Verhältnissen, könnte es sich lohnen, eine Anzeige wegen Betrugs zu erstatten. Aber das würde ich vorab mit einer Beratungsstelle (Anwalt) besprechen.

...zur Antwort

Ja da ist schon so ein Kreuz mit dem Internet, immer das, was man dringend für den Unterricht benötigt, steht blöderweise einfach nicht drin. Du bist nicht der einzige Schüler, dem das so geht. Es wird wohl daran liegen, dass der Schulstoff heutzutage ziemlich exotisch ist.

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Phthals%C3%A4ure
  • https://de.wikipedia.org/wiki/2-Ethylhexanol
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Butters%C3%A4ure
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Ethylenglycol
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Salicyls%C3%A4ure
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Essigs%C3%A4ure
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Veresterung
...zur Antwort

Die Eliminierung (Dehydratisierung) läuft mit konz. Schwefelsäure als wasserziehender Katalysator bei beiden primären Alkoholen gleichermaßen nach einem E2-Mechanismus ab. Dabei entsteht kein Carbenium-Ion, weil das, wie Du richtigerweise schreibst, nicht sonderlich stabil ist, da nur ein Alkylrest mit einem moderaten +I-Effekt vorhanden ist. Anders wäre es im Fall von 2-Methylpropan-2-ol (tert-Butanol). Das würde nach einem E1-Mechanismus laufen.

...zur Antwort

In der Formel für das Oxid stecken zwei Fe, also 55,85 * 2 = 111,7 Anteile und 3 * 16 = 48 Teile O. Das sind zusammen 159,7 Teile.

Das Verhältnis Oxid zu Eisen ist somit 159,7/111,7 = 1,430. Das heißt für 1000 g Fe braucht man 1428 g Oxid.

...zur Antwort

Wenn aus 1 mol Gas bei der Zersetzung 3 mol Gas entstehen, dann verdreifacht sich das ursprüngliche Volumen. 70.000 L = 70 m³ Uf6 liefern daher 3 * 70 m³ F2.

...zur Antwort

Ich würde sagen ja, das ist ein reduzierender Zucker. Im Fruktoseteil gibt es ein Halbketal mit der Möglichkeit zur Ringöffnung. Und die Ketofunktion kann im alkalischen Milieu durch Keto-Enol-Tautomerie in die durch Cu²⁺-Ionen oxidierbare Aldehydfunktion isomerisieren.

...zur Antwort