Jaa

Ja, das ist möglich, wenn niemand versucht zu missionieren und dem anderen seine Ansichten aufzudrängen.

Natürlich ist es keine persönliche Entscheidung tierische Produkte zu essen (da die Tiere übergangen werden), aber kann ich eine andere Person ändern? Nein.

Ich kann mich nur selbst fragen, ob ich es ertragen kann, einer anderen Person täglich dabei zuzusehen, wie diese tierische Produkte konsumiert. Und ich differenziere hierbei nicht zwischen meinem Partner und Freunden/Bekannten/Familie. Kann ich es nicht sehen, trennen sich unsere Wege und die Person wird mit ihrem Verhalten weitermachen. Die Welt konnte ich damit nicht verbessern.

Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich andere meist zumindest etwas anpassen. Aus Personen, die sonst täglich tierische Produkte gegessen haben, wurden so schnell man Personen, die auch gerne mal auf tierische Produkte verzichten können. Wichtig ist hierbei jedoch immer, dass das unbewusst und ohne direkte Einflussnahme (und somit Druck) geschieht.

Probleme beim gemeinsamen Kochen sehe ich auch nicht. Es ist doch kein Problem, sich das Fleisch separat anzubraten oder erst im Anschluss einen Teil des Essens mit Sahne abzuschmecken!?!?

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Dein Studium wirst du mit dem Staatsexamen abschließen. Du musst dir somit keine Sorgen machen, dass du nach dem Abschluss zu wenig wissen könntest. Von Modellstudiengängen habe ich bisher noch nichts gehört, also denke ich, dass es nicht zu große Unterschiede geben sollte :)

Zum Pharmaziestudium oder den einzelnen Unis kann ich nur wenig sagen, da ich nicht Pharmazie studiere. Pharmazie ist grundsätzlich ein sehr anstrengendes Studium mit vielen Laborpraktika und einem erheblichen Lernaufwand. Dass du manchmal den gesamten Tag in der Uni verbringst und abends noch bis spät in die Nacht lernen musst, kann dir an jeder Uni passieren. Zumindest höre ich das immer wieder von unseren Pharmaziestudenten :D

Vielleicht hilft es dir bei deiner Entscheidung, wenn du dir die Ergebnisse der Staatsexamen ansiehst und vergleichst?

http://impp.de/pruefungen/pharmazie/l%C3%B6sungen-und-ergebnisse.html

Frankfurt scheint nicht so gut abzuschneiden und zumindest von den Medizinern habe ich schon häufiger gehört, dass das Studium wohl sehr chaotisch sei, Dozenten ihre Vorlesungsfolien nicht hochladen, man häufig Probleme mit den Praktikumsplätzen hätte, usw.

Bei deiner Wahl solltest du auch bedenken, dass du in der Stadt für eine gewisse Zeit leben wirst. Dieser Punkt ist somit nicht unwichtig und für viele Studenten sogar der Hauptgrund für ihre Wahl. Wohnkosten, Freizeitmöglichkeiten, usw. solltest du also nicht vernachlässigen. Frankfurt ist eine vergleichsweise teure Stadt, die dafür jedoch aufgrund ihrer Größe viel zu bieten hat. Du solltest dich also informieren, nach welchen Kriterien die Plätze in den Studentenwohnheimen vergeben werden bzw. wie es mit WGs aussieht.

Bei den Zulassungsverfahren geht dir dein Platz übrigens nicht verloren, auch wenn du ihn noch nicht annimmst. Nach Abschluss des Verfahrens wird dein Angebot automatisch in eine Zulassung umgewandelt, sodass du dich immer noch einschreiben kannst, auch wenn du ihn jetzt noch nicht sofort annehmen möchtest. Du kannst somit noch immer auf die Zulassungen der anderen Unis warten.

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Theoretisch: Ja, du kannst ab dem 7. FS wechseln, wenn du min. 180 ECTS erworben hast, die den Inhalten der ersten (min.) sechs FS der Meduni Wien entsprechen.

Gibt es mehr Bewerber als Plätze (was immer eintritt), findet eine Zulassungsprüfung ("Querschnittstest") statt, die die Inhalte der ersten (min.) sechs FS abdeckt. Anhand der Ergebnisse wird eine Rangliste erstellt, die für die Platzvergabe maßgeblich ist.

Leider gibt es jedoch so gut wie nie freie Plätze.

https://www.meduniwien.ac.at/web/studium-weiterbildung/anmeldung-zulassung/diplomstudien-human-und-zahnmedizin/zulassung-als-quereinsteiger/

Wenn du also schon weißt, dass du lieber in Wien studieren möchtest, solltest du dort auch den MedAt schreiben.

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Hallo, das Problem hatte ich zu Beginn ebenfalls. Bei mir lag es daran, dass ich die Modellzeichnungen meines Atlanten "auswendig" kannte, d.h. Probleme hatte, die 2D-Modellierungen auf den Körperspender zu übertragen. Es half mir auch nichts, dass ich zwar irgendwann alle Strukturen am Körper "gefunden" habe, wenn ich anschließend wieder mit dem Sobotta weiterlernte. Auch ein Fotoatlas brachte mich nicht weiter.

Daher habe ich mich vollständig von meinen Atlanten getrennt.

Als Alternative nahm ich zunächst die App "Complete Anatomy". Durch das 3D-Lernen hatte ich schon ein deutlich besseres Gespür im Präpsaal.

Bei Thieme (viamedici) gibt es zudem Präpvideos, die ich nur empfehlen kann, da dort die Präparate so gezeigt wurden, wie du sie auch im Präpsaal finden wirst, d.h. ohne Anfärbungen der Arterien und Venen, etc. und ohne andere Modellierungen. Mir halfen solche Videos schlussendlich am meisten und für mich war es so, als ob ich meine Tutoren inkl. Körperspender immer zur Verfügung hatte, sodass ich zum Schluss für das visuelle Verständnis fast ausschließlich damit lernte. Wurden Strukturen nicht gezeigt, dann habe ich in einem Textlehrbuch nachgeschlagen, was das für Strukturen sind, ggf. welchen Verlauf sie haben, und wie man sie theoretisch findet. (Manchmal konnte man sie in den Videos dann auch finden, auch wenn sie nicht erklärt wurden). Wenn diese Theorie sitzt, klappt auch der Rest. Am Ende konnte ich somit notfalls auch diese Strukturen finden ohne sie jemals in einem Atlas, Video, App etc. gesehen zu haben :)

Auf Youtube gibt es ebenfalls sehr gute Videos:

https://www.youtube.com/channel/UCbCjrskBuiR9QEZ0d727kRA

Alternativ vllt. nach "human anatomy dissection" o.ä. (d.h. immer auf Englisch) suchen.

Ansonsten: Üben, üben, üben. Am Körperspender! Legt die Atlanten weg und versucht euch den Stoff am Körperspender gegenseitig zu präsentieren. Prüft euch gegenseitig. Und nutzt jedes Angebot eurer Uni. Meist gibt es kurz vor den Prüfungen noch Möglichkeiten, sich die Körperspender erneut anzusehen und letzte Fragen/Unsicherheiten zu beseitigen.

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Medizinstudium: Heidelberg, Aachen, Freiburg?

Hallo liebe Community,

um direkt einzusteigen: Ich möchte ab diesem Wintersemester Humanmedizin studieren.

Mein Abischnitt & TMS-Ergebnis erlauben mir wahrscheinlich, an jeder staatlichen Uni Deutschlands zu studieren. Nun muss ich entscheiden, wo ich am liebsten hingehen würde - meine 3 Favoriten wären Heidelberg, Aachen & Freiburg.

Heidelberg finde ich als Stadt halt super schön, die Uni hat gerade für Medizin einen mega Ruf & im Physikum schneiden die Studenten meist relativ gut ab. Auch ist HD etwas näher an meiner Heimat München als die beiden anderen Städte.

Allerdings ist es dort auch recht klein & ich habe jetzt schon von vielen gehört, die Medizinstudenten in HD seien aussergewöhnlich arrogant, man ist enormem Konkurrenzdruck ausgesetzt etc. Das bereitet mir ein wenig Sorgen. 

Aachen ist größer & damit wahrscheinlich etwas belebter als HD. Zwar muss ich persönlich nicht unbedingt jede Nacht in den Club, aber mir wäre es schon wichtig, dass man Gelegenheit zum Feiern hat & die Straßen nach 19 Uhr nicht komplett tot sind. Außerdem erscheinen mir die Menschen dort sehr freundlich & herzlich; einige Ecken der Stadt (wenn auch längst nicht alle) haben mich durchaus verzaubert. Und die RWTH hat ebenfalls einen guten Ruf - sowohl für technische Studiengänge als auch für Medizin.

Jedoch studiert man dort statt im Regel- im Modellstudiengang. Das kann einerseits gut sein, ich habe auch schon viel Gutes über den Aufbau der Lehre dort gehört - aber andererseits ist dadurch auch der Wechsel zu anderen Unis schwieriger. Heißt, wenn’s mir dort nicht gefällt, bin ich trotzdem eher an den Standort gebunden als etwa in HD oder FB. Und zudem hat Aachen halt durchaus auch ziemlich unschöne Ecken, es erscheint mir nicht so malerisch & teilweise auch nicht so reich wie HD / FB. 

In Freiburg war ich bislang noch nicht, vielleicht fahre ich aber noch hin. Die Stadt soll jedenfalls ähnlich pittoresk wie HD sein, der Lebensstil locker & freundlich & es leben dort ebenfalls mehr Menschen als in HD, was auf ein etwas größeres Freizeit- / Feierangebot schließen lassen könnte.

FB ist halt weiter weg von meiner Heimat als HD & man kann den Regelstudiengang, wie auch in HD, auch als Nachteil sehen - der ist halt für gewöhnlich anfangs weniger praxisbezogen. 

Vielleicht hat hier ja jemand einen guten Rat, Entscheidungshilfen oder weitere Anregungen? Aktuell bin ich nämlich sehr unentschlossen und würde gerne andere Perspektiven hören.

Die Abstimmung unten kann genutzt werden, um eure persönliche Präferenz oder auch Empfehlung abzugeben.

Vielen lieben Dank für jede Meinung! 

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Ich enthalte mich der Abstimmung. Diese Entscheidung solltest du selbst anhand deines Bauchgefühls treffen. Du musst dich in der Stadt wohlfühlen, nicht wir ;)

Grundsätzlich sind die Hauptunterschiede zwischen dem Modell- und Regelstudiengang, dass in den Modellstudiengängen das Wissen fachübergreifend gelehrt wird, d.h. du hast keine Aufteilung in Anatomie, Histologie, Physiologie, usw., sondern z.B. ein Herz-Kreislauf-Modul, Bewegungsmodul, usw. Weiterhin gibt es bei den Unis mit Modellstudiengang kein Physikum (= 1. Staatsexamen). Du hast somit nach dem 4. Fachsemester einen entspannten Sommer und musst diesen nicht zum Lernen opfern. Eine freiwillige Teilnahme ist zwar möglich, allerdings eher nicht empfehlenswert. Die meisten fallen nämlich leider durch.

Das zweite Staatsexamen muss von allen Studenten abgelegt werden und hier haben erfahrungsgemäß die Studenten aus dem Regelstudiengang die besseren Ergebnisse. Das könnte daran liegen, dass der Regelstudiengang besser auf das Stex vorbereitet. Es könnte aber auch einfach an den Unis oder den Studenten selbst liegen. Die Heidelberger haben z.B. immer die besten Ergebnisse, wohingegen z.B. Jena unter dem Durchschnitt liegt. Lernen musst du schlussendlich natürlich selbst.

Aachen ist im Bezug auf die Ergebnisse des M2 eine Ausnahme. Ein möglicher Grund hierfür könnte sein, dass die Vorklinik nur 2 Semester dauert, d.h. mehr Semester für die klinischen Lehrinhalte bleiben, die intensiver gelehrt werden könnten. Ein Wechsel von/nach Aachen ist jedoch zu jedem Zeitpunkt (d.h. auch vor dem ersten FS) ausgeschlossen.

Welche Lehrweise dir eher zusagt, musst du selbst entscheiden. Manche finden es motivierend, jegliches Wissen zu einem Organsystem gebündelt zu lernen - gerade wenn es um weniger einfache Fächer wie Biochemie geht, andere bevorzugen eine strikte Trennung, da sie sich so besser auf die einzelnen Fächer und ihre Schwächen konzentrieren können.

Die Unis, die den Regelstudiengang anbieten, unterscheiden sich ebenfalls untereinander. Einige Unis (z.B. Heidelberg) bieten ein Blocksystem an, d.h. es werden zwei Wochen Anatomie gelehrt und am letzten Tag mit einer Prüfung abgeschlossen, anschließend eine Woche Physik, usw. Ein Vorteil ist, dass man sich so nicht auf alle Fächer gleichzeitig konzentrieren muss.

Weiterhin ist in Heidelberg im 10. Fachsemester ein Freisemester eingeplant, welches für die Doktorarbeit genutzt werden soll. Dieses Freisemester bietet natürlich auch mehr Vorbereitungszeit für das zweite Staatsexamen.

Das Klima unter Studenten ist tatsächlich etwas angespannt. Der Konkurrenzkampf wird auch z.T. von der Uni gefördert, da die besten Studenten honoriert werden. Dieser Konkurrenzkampf könnte auch die überdurchschnittlichen Ergebnisse der Staatsexamen erklären. Ich habe vor Beginn meines Studiums ebenfalls überlegt, in HD zu studieren, mich aber dagegen entschieden, weil ich bei einem Frühstudium schon einige Leistungen erworben habe. Ob diese mir angerechnet werden könnten, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen und ich wurde von einer Stelle zur nächsten verwiesen, wo Aussagen gemacht wurden, nur um sie gleich wieder zurückzunehmen. Dieses Chaos war für mich ein weiterer Ausschlussgrund.

Die Stadt ist sehr schön und wenn sie dir mal zu klein werden sollte, bist du recht schnell in Mannheim. Die Situation im Studentenwohnheim ist jedoch ähnlich angespannt wie in München, d.h. deine finanzielle Situation sollte abgesichert sein.

Vom Ruf der Uni profitierst du als Student eher weniger. Der Ruf bezieht sich auf die Forschung und weniger auf die Lehre. Wenn du also keine Spitzenposition in der Forschung anstrebst, ist die Uniwahl eher uninteressant. Es gibt keine Fälle, in denen irgendjemand bei der Bewerbung bevorzugt wurde, nur weil er an einer bestimmten Uni studiert bzw. nicht studiert hat.

In München bist du ein Student unter vielen. Bisher habe ich noch nicht viel von der Stadt gehört. Schrecklich sollen dort die Anatomietestate sein, da alle Studenten vor den Prüfungsräumen in einer Reihe warten müssen, bis nach und nach einer "geköpft" wird 😂, d.h. scheinbar werden die Studenten nicht zu gewissen Prüfungszeiten einbestellt. Das betrifft, so weit ich mitbekommen habe, nur die Anatomie und sollte daher kein wirklicher Grund gegen diese Stadt sein ;D.

Zu Freiburg kann ich ebenfalls nicht viel sagen. Es werden dort deutlich weniger Studenten als in München oder Heidelberg zugelassen, sodass ich mir gut vorstellen könnte, dass man als Student (wie an allen anderen kleineren Unis) einen deutlich engeren Kontakt zu seinen Profs hat.

Zu den Städten selbst kannst du sicherlich einiges in Erfahrung bringen. Ich weiß z.B. nicht, ob dir eher größere Städte wie München gefallen oder ob du kleinere Städte, die nicht so viel zu bieten haben, bevorzugst. Feiermöglichkeiten gibt es in so gut wie allen Städten und darum solltest du nicht besorgt sein. Ich studiere in einer kleineren Stadt und kann mich nicht beschweren :D Für die meisten ist übrigens die Stadt selbst ausschlaggebend. Auch wenn es ein paar Unterschiede zwischen den Unis und deren Lehrmethoden gibt, bleibt das Wissen dennoch im Grunde gleich.

Weiterhin empfehle ich dir nachzusehen, ob die einzelnen Institute, wo die Lehrveranstaltungen stattfinden, um einen zentralen Punkt oder über die gesamte Stadt verteilt sind. Für mich wäre es ein Ausschlussgrund, jeden Tag mehrfach durch die Stadt pendeln zu müssen. Das nimmt unnötige Zeit.

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Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen und da wir dich nicht kennen, ist eine Beratung schwer.

Wenn du örtlich flexibel bist, könntest du ein Doppelstudium ausprobieren. Wichtig ist hierbei, dass beide Studiengänge an derselben Uni angeboten werden (d.h. du darfst nicht an der TU Berlin und an der Humboldt/FU eingeschrieben sein) und nur einer der beiden Studiengänge zulassungsbeschränkt ist, d.h. Kultur und Technik muss an der Uni zulassungsfrei sein. Wenn dieser Studiengang (oder ein ähnlicher) an der FU/Humboldt angeboten wird, müsstest du Berlin nicht verlassen. Vorteil hierbei wäre, dass du beide Studiengänge ausprobieren und bei Gefallen sogar beide abschließen könntest, ohne irgendwelche Nachteile zu erleiden.

Studierst du erst Kultur und Technik und beendest das Studium, dann zählst du als Zweitstudienbewerber. Die Auswahlhürden sind hierbei noch viel höher. Wenn du also aktuell gute Chancen auf einen Medizinstudienplatz hättest, würdest du diese Chance verwerfen. Nach Abschluss deines Erststudiums musst du nämlich neben einer sehr guten Bachelor- oder Masternote (Note 1 oder 2 bringen 3 bzw. 4 Punkte) noch weitere Gründe angeben, um über die Auswahlhürde, die meist bei etwa 11-12 Punkten liegt, zu kommen. Zwingende berufliche Gründe (9 Punkte) gibt es bei dieser Kombination nicht. Diese kann man beim Berufswunsch MKG-Chirurg geltend machen, da hierfür ein Doppelstudium Medizin-Zahnmedizin nötig ist. Für wissenschaftliche Gründe (7-9 Punkte) musst du nachweisen, warum es für deine persönlichen Forschungsarbeiten zwingend notwendig ist, dass du beide Studiengänge studierst, sowie ein öffentliches Interesse daran nachweisen. Eine Studentin meines Semesters hat es so geschafft. Sie hat allerdings zuvor Biochemie studiert und in ihrem Fach bereits promoviert. Die Chancen sind somit sehr gering.

Falls Kultur und Technik zulassungsfrei ist, ist es umgekehrt problemlos möglich. D.h. du studierst erst Medizin und nach Abschluss den zweiten Studiengang.

Ansonsten musst du dich entscheiden, welcher Studiengang dir eher zusagen würde. Es ist auch keine Schande, wenn du dich im Verlauf umentscheiden solltest und abbrichst. Folge einfach deinem Gefühl. Meist ist das ein guter Leitfaden :)

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Praxisbezug hast du bei beiden Formen gleichermaßen. Die Hauptunterschiede sind nur, dass in den Modellstudiengängen das Wissen fachübergreifend gelehrt wird, d.h. du hast keine Aufteilung in Anatomie, Histologie, Physiologie, usw., sondern z.B. ein Herz-Kreislauf-Modul, Bewegungsmodul, usw. Weiterhin gibt es bei den Unis mit Modellstudiengang kein Physikum (= 1. Staatsexamen). Du hast somit nach dem 4. Fachsemester einen entspannten Sommer und musst diesen nicht zum Lernen opfern. Eine freiwillige Teilnahme ist zwar möglich, allerdings eher nicht empfehlenswert. Die meisten fallen nämlich leider durch.

Das zweite Staatsexamen muss jedoch von allen Studenten abgelegt werden und hier haben erfahrungsgemäß die Studenten aus dem Regelstudiengang die besseren Ergebnisse. Das könnte daran liegen, dass der Regelstudiengang besser auf das Stex vorbereitet. Es könnte aber auch einfach an den Unis liegen. Die Heidelberger haben z.B. immer die besten Ergebnisse, wohingegen z.B. Jena unter dem Durchschnitt liegt. Lernen musst du schlussendlich natürlich selbst.

Welche Lehrweise dir eher zusagt, musst du selbst entscheiden. Manche finden es motivierend, jegliches Wissen zu einem Organsystem gebündelt zu lernen - gerade wenn es um weniger einfache Fächer wie Biochemie geht, andere bevorzugen eine strikte Trennung, da sie sich so besser auf die einzelnen Fächer und ihre Schwächen konzentrieren können.

Die Regelstudienzeit liegt sowohl beim Modell- als auch beim Regelstudiengang bei 12 Semestern.

Die Unis, die den Regelstudiengang anbieten, unterscheiden sich ebenfalls untereinander. Einige Unis (z.B. Heidelberg) bieten ein Blocksystem an, d.h. es werden zwei Wochen Anatomie gelehrt und am letzten Tag mit einer Prüfung abgeschlossen, anschließend eine Woche Physik, usw. Ein Vorteil ist, dass man sich so nicht auf alle Fächer gleichzeitig konzentrieren muss. An anderen Unis (Essen) schließt jedes einzelne Semester mit einer einzigen Prüfung über alle Module des Semesters ab, statt die Prüfungen an mehreren Tagen stattfinden zu lassen. Weiterhin gibt es Unis (ebenfalls z.B. Heidelberg), die im 10. Fachsemester ein Freisemester eingeplant haben, welches für die Doktorarbeit genutzt werden soll. Dieses Freisemester bietet natürlich auch mehr Vorbereitungszeit für das zweite Staatsexamen.

Andere Punkte, die ebenfalls eine Rolle spielen können, sind:

  • Finden die Veranstaltungen um einen bestimmten Ort herum statt oder muss man erst durch die gesamte Stadt fahren?
  • Die Stadt selbst. Du musst dort eine gewisse Zeit leben. Es wäre schade, wenn du dich nicht wohlfühlen würdest ;) Das ist meist auch der Hauptgrund der meisten für die Uniwahl.
  • Mietpreise. München ist deutlich teurer als Jena. Nicht jeder kann sich eine solche Stadt leisten.
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Der NC liegt dafür aber recht hoch mit ungefähr 1,2-1,3.

Das sind vermutlich die Werte für die Abibestenquote. In den AdH kann es wieder ganz anders aussehen. In München bekam man bis 2019 auch mit einem Abischnitt von etwa 1,9 ohne jegliche Boni problemlos einen Platz.

Tiermedizin ist nicht soo beliebt wie Humanmedizin und daher sind die Auswahlgrenzen auch niedriger.

Die Auswahlgrenzen von 2020 sind nicht unbedingt verlässliche Indikatoren. Mit der Umstellung kam für viele eine recht unerwartete indirekte TMS-Pflicht. Als sich diese abzeichnete, waren die Bewerbungsfristen für den nächsten TMS bereits verstrichen, sodass sich diese Bewerber für das kommende Wintersemester bewerben werden. Es könnte somit sein, dass die Auswahlgrenzen erneut steigen werden. Coronabedingt werden die Abischnitte ebenfalls besser.

Bewirb dich einfach. Eine verlässliche Prognose kann niemand stellen. Grundsätzlich glaube ich aber, dass du einen Platz erhalten könntest :)

PS: Hast du dich mit den Themen des Studiums auseinandergesetzt? Tierliebhaber stoßen an ihre Grenzen, da das Studium sehr lebensmittellastig ist ;)

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Das bedeutet, dass du eine Klage auf außerkapazitäre Zulassung stellen möchtest. D.h. du behauptest, dass die Uni ihre Kapazitäten falsch berechnet habe und eigentlich mehr Plätze zur Verfügung stünden als ausgeschrieben sind. Einen solchen Platz, der bis dato noch nicht existiert, beanspruchst du für dich. Das Klageverfahren kann theoretisch jeder selbst führen, praktisch wird es jedoch meist von einem Anwalt übernommen.

Wenn du nicht klagen möchtest -> "Nein" ankreuzen.

Da ich nicht weiß, wie dieses "auch" zu verstehen ist, würde ich sicherheitshalber "Nein" ankreuzen. Möglicherweise stellst du mit einem "Ja" sonst ausschließlich einen Antrag auf das Klageverfahren und bewirbst dich nicht für eine reguläre Zulassung. Im Normalfall muss man jedoch bei einer Studienplatzklage nachweisen, dass man sich auch regulär beworben hat. Sollte man das "auch" so deuten, dass du beide Anträge gleichzeitig stellst, sollten sich keine Nachteile im Bezug auf eine mögliche reguläre Zulassung ergeben. Du leitest dann anschließend einfach keine Klage ein. Allerdings kostet an vielen Unis bereits der Antrag auf Klage Geld...

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Nein, ein Wechsel ist nicht möglich.

In GB ist eine Bewerbung für MBBS nur zum ersten FS erlaubt. Weiterhin wird stark auf deinen Lebenslauf geachtet. Einmal das Fach oder die Uni etc. wechseln ist noch okay, wenn man den Irrtum gut begründen kann. Ein zweiter Wechsel wird aber nicht gestattet. Auch Auszeiten nach dem Abitur müssen begründet werden. Ein Transfer in ein höheres Fachsemester ist jedenfalls nicht erlaubt.

In Frankreich darf zunächst jeder Interessent das Studium zum ersten FS aufnehmen. Nach einem Jahr gibt es eine Prüfung über das bisher gelehrte Wissen. Die Prüfungsergebnisse entscheiden darüber, wer einen der knappen Studienplätze behalten und weiterstudieren kann und wer nicht. Es ist nicht erlaubt, diese Prüfung zu umgehen und in ein höheres FS zu wechseln.

Wenn du das Studium hier beginnst, musst du es auch hier beenden. Pflegepraktika, Famulaturen und Teile des PJ kannst du natürlich dennoch im Ausland absolvieren. Nach Abschluss des Studiums wird dein Abschluss in Frankreich problemlos anerkannt. Lediglich in GB musst du an deren Staatsexamen teilnehmen und bestehen.

Falls das keine Option für dich ist, könntest du dir die Privatuni in Kassel ansehen. Sie bietet ein Studium in GB und Deutschland an. Du bist die gesamte Zeit über in GB immatrikuliert. Die Vorklinik wird hier absolviert und anschließend verbringst du den klinischen Teil des Studiums in GB. Da dort Studiengebühren erhoben werden und dennoch jedem eine Chance ermöglicht werden woll, gibt es gute Finanzierungsmöglichkeiten. Zum einen ist eine spätere Rückzahlung nach Abschluss des Studiums möglich, zum anderen gibt es bei Banken auch studentenfreundliche Kredite.

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Grundschullehramt war zum letzten Wintersemester z.B. in Würzburg, Nürnberg-Erlangen und Passau zulassungsfrei.

  • https://www.uni-wuerzburg.de/studium/studienangelegenheiten/bewerbung-und-einschreibung/bewerbungundzulassunguebersich/
  • https://www.uni-passau.de/bewerbung-einschreibung/nc-uebersicht/nc-lehramt-grundschule/
  • https://www.fau.de/education/studienangebot/alle-studiengaenge/

In NRW konnte ich leider keine zulassungsfreien Optionen finden bzw. mit für dich günstigen Auswahlgrenzen. Da du für mehrere Fächer eine Zulassung erhalten musst, ist es etwas mühsam diese Arbeit für dich zu erledigen. Wenn es bei dir schon daran scheitert, solltest du dir wirklich Gedanken machen, ob du denn für ein Studium geeignet bist.

Grundsätzlich ist ein Lehramtsstudium in NRW an den folgenden Universitäten möglich:

https://www.schulministerium.nrw/lehrkraefte/ich-moechte-lehrerin-werden/hochschulen-nrw-mit-lehrerausbildung

Sieh dir doch die Seiten der Unis an. Dort findest du auch die Auswahlkriterien der letzten Semester.

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Deine Wunschstudiengänge sind so gut wie überall zulassungsfrei, d.h. jeder Abiturient erhält einen Studiengang. Auch Jura ist meist "NC-frei".

Nach dem Studium interessiert sich kaum noch jemand für deinen Abischnitt. Daher wäre es doch schade, ein weiteres Jahr in der Schule abzusitzen, obwohl es für deinen weiteren Weg keine Vorteile bringt. Das Jahr kannst du sinnvoller nutzen. ;)

Im Studium wird zunächst mit den Grundlagen begonnen. Bestimmte Oberstufenkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Um Studenten dennoch den Einstieg zu erleichtern, bieten viele Universitäten zudem fakultative Kurse an, die das Wissen aller teilnehmenden Studenten vor Semesterbeginn auf Uniniveau bringen.

Rechtswissenschaften ("Jura"):

https://www.studis-online.de/Studiengaenge/Rechtswissenschaft/zulassungsfrei/

Sieh dir bitte auch die Seite mit den "NC"-Werten an. In vielen Städten konnten nämlich schlussendlich doch alle Bewerber zugelassen werden (z.B. Hamburg, Hannover, Augsburg, usw).

Maschinenbau:

https://www.studis-online.de/Studiengaenge/Maschinenbau/zulassungsfrei/

Zudem: u.a. TU Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Lübeck

Bauingenieurwesen:

https://www.studis-online.de/Studiengaenge/Bauingenieurwesen/zulassungsfrei/

Zudem: Dortmund, Frankfurt

Wirtschaftsinformatik:

https://www.studis-online.de/Studiengaenge/Wirtschaftsinformatik/zulassungsfrei/

Zudem: Dresden, Kiel, usw.

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Ich gehe mal davon aus, dass du aus dem Norden stammst und dir daher die Unis ausgesucht hast?

Die meisten (Medizin-) Studenten suchen sich ihre Uni eher nach der Stadt aus, in der sie leben möchten. Zwischen den Unis gibt es nur wenige Unterschiede. Der gelehrte Stoff ist der gleiche und alle Studenten müssen die Staatsexamen bestehen. Die größten Unterschiede gibt es zwischen den Unis, die einen Modellstudiengang (z.B. Köln, Berlin) oder den Regelstudiengang (die meisten Unis) anbieten.

Im Modellstudiengang gibt es keine klassische Unterteilung in Physiologie, Biochemie, Anatomie, usw. Der Stoff wird stattdessen in die einzelnen Organsysteme unterteilt (z.B. Herz-Blut-Kreislauf, Bewegungssystem, ...). Eine solche Unterteilung kann gerade im Bezug auf ungeliebtere Fächer, in denen man trockenen Stoff einfach stur auswendiglernen muss, sehr motivierend sein. Ein weiterer Vorteil der Unis ist, dass man das Physikum umgehen kann. Das erspart eine Menge Stress und einen ganzen Sommer (bzw. Winter je nach Studienbeginn). Eine freiwillige Teilnahme am Physikum ist zwar möglich, allerdings ist die Durchfallquote extrem hoch (manchmal sogar 100%). Auch in den weiteren Staatsexamensprüfungen, an denen alle Medizinstudenten teilnehmen müssen, schneiden Studenten eines Modellstudiengangs schlechter ab. Die Noten sind jedoch eigentlich egal. Nach dem Studium entscheiden eher die Kontakte, Thema der Dissertation, oder vielleicht Einzelnoten eher über eine Anstellung.

Zwischen den Unis mit Regelstudiengang gibt es auch wieder einige Unterschiede. Hier gibt es Unis (z.B. Heidelberg), die Blocksysteme anbieten, d.h. man kann sich z.B. eine oder zwei Wochen (je nach Umfang) auf ein einziges Modul konzentrieren und schreibt so seine Prüfungen verteilt über das Semester. Anschließend folgt der nächste Block. An anderen Unis muss man alles gleichzeitig lernen und hat alle Prüfungen zum Semesterende innerhalb weniger Tage. Manche Unis lassen alle Prüfungen an einem einzigen Tag stattfinden (z.B. Essen), an anderen finden die Prüfungen zumindest über die letzte Woche verteilt statt. Ein Vorteil ist hier natürlich, dass man sich so seine Zeit selbst einteilen kann. Manche Module sind einfach arbeitsintensiver oder wichtiger als andere.

Weiterhin gibt es manche Unis, die im 10. FS fest ein Freisemester einplanen (z.B. Heidelberg), das für die Promotion gedacht ist. So musst du nicht deine Semesterferien für deine Doktorarbeit aufwenden, hat allerdings zu Semesterzeiten auch deutlich mehr Stress, da du mehr Module in kürzerer Zeit bestehen musst.

Vom Ruf der Uni profitierst du als Student eher weniger, da sich dieser meist nach der Forschung richtet.

Eine Freundin studiert in Greifswald und sie berichtet nur Gutes. Die Prüfungen sind fair und die Lehre gut. Da es eine kleinere Uni ist, ist der Kontakt zu den Professoren persönlicher und natürlich auch anders als an einer Massenuni wie der LMU.

Ich habe mich für die Uni in meiner Heimatstadt entschieden, da ich dort schon als Schülerin im Rahmen eines Frühstudiums ein paar Leistungen erwerben konnte. Ich habe zwar überlegt, nach Heidelberg zu gehen, allerdings gab es da einige Probleme im Bezug auf die Frage, ob meine Leistungen aus dem Frühstudium denn anerkannt werden können. Da ich keine stimmige Antwort erhalten konnte, habe ich mich gegen Heidelberg und für meine Heimatstadt entschieden. Im Gegensatz zu Heidelberg herrscht hier absolut kein Konkurrenzkampf, was das Studium sehr angenehm macht. Meine Uni schneidet zudem in den Staatsexamen ebenfalls sehr gut ab.

Worauf legst du denn Wert?

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Diese Frage solltest du deinem künftigen LPA stellen.

In den meisten Bundesländern wird eine begonnene, aber nicht abgeschlossene Berufsausbildung zumindest anteilig auf das KPP angerechnet, sodass du nicht mehr die vollen 90 Tage ableisten musst. Wie viel dir angerechnet wird, unterscheidet sich stark und richtet sich danach, wie dein LPA deine Arbeitszeiten bewertet und was dir von deinem Praxisanleiter bescheinigt wird.

Einer Freundin, die ebenfalls eine Pflegeausbildung begonnen und nach einem Jahr aufgrund eines Studienplatzangebots abgebrochen hat, wurden (so weit ich weiß) 60 Tage angerechnet. Andere Quellen besagen jedoch, dass grundsätzlich nur abgeschlossene Ausbildungen angerechnet werden können:

Eine Ausbildung kannst Du Dir nur anrechnen lassen, wenn sie erfolgreich abgeschlossen wurde.

https://bewerbungsrenner.de/krankenpflegepraktikum-zur-anerkennung-des-physikums-in-deutschland/

Daher: Frag bei deinem zukünftigen LPA nach, wie sie das sehen.

Welches LPA für dich zuständig ist, richtet sich danach, an welcher Uni du studieren wirst. Für Studenten der LMU ist z.B. das LPA Oberbayern zuständig.

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Du kannst keinen Abischnitt von 0,75 o.ä. erreichen. Ein solcher Schnitt existiert nicht. Auch wenn du 900 von 900 möglichen Punkten im Abi erreichst, bescheinigt dir dein Abizeugnis "nur" eine 1,0.

Deine gedankliche Beschreibung der Zusammensetzung des Abischnittes ist ebenfalls falsch. So berechnet sich der Abischnitt nicht und 15 NP entsprechen weiterhin ebenfalls einer 1,0 und keiner 0,75.

Warum schaffst du es nicht einmal das herauszufinden?

Außerdem frage ich mich, was du mit dieser Frage bezwecken möchtest. Wenn deine Noten schon so "perfekt" sind, dann mach doch einfach so weiter. Warum glaubst du, dass deine Noten absinken sollten?

PS: Fishing for compliments?

Edit: Ich habe mir deine anderen Fragen durchgelesen, in denen du schreibst, dass deine Noten gar nicht so gut sind. In anderen Fragen beschreibst du die Probleme innerhalb deiner Familie. Dass du vor einigen Wochen in der 11. Klasse warst, ignoriere ich mal. Ich glaube dir, dass du familiäre Probleme hast und dass du ein sehr gutes Abi schaffen möchtest. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zwischen deinen Problemen und du solltest dich zunächst darum kümmern, dass die Rahmenbedingungen stimmen, d.h. du ein förderndes Umfeld hast, das dich nicht anschreit oder gar beleidigt.

Wir können dir nicht übers Internet helfen. Wir können dir lediglich Tipps geben. Annehmen und umsetzen musst du sie selbst. Es gibt für jeden die richtigen Hilfsangebote. Dein Ansprechpartner wäre zunächst das Jugendamt. Das bedeutet auch nicht, dass du deine Familie verlassen musst, wenn du das nicht möchtest. Aber Mitarbeiter des Jugendamtes können bei euch vermitteln oder euch an therapeutische Stellen weiterleiten, sodass ihr lernt, wertschätzend miteinander umzugehen und niemanden kränkt. Möglicherweise hilft auch eine kurzzeitige räumliche Trennung.

Besprich deine Gedanken und Sorgen bitte mit einem geeigneten Mitarbeiter des Jugendamts oder einer anderen Hilfsstelle. Möglicherweise bessern sich deine Noten durch eine Bessererung der häuslichen Situation automatisch. Wenn es dir persönlich besser geht, ist es auch einfacher dir Tipps zu geben, wie du deine Noten noch weiter verbessern könntest.

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Alle, die ein Medizinstudium im Ausland beginne, hoffen darauf, dass sie zurückwechseln können. Damit ein Studienplatz im höheren Fachsemester frei wird, müssen jedoch Studenten das Studium abbrechen. Da von den Unis bereits ein gewisser Schwund einkalkuliert wird und es weniger klinische als vorklinische Studienplätze gibt, genügt es nicht, dass ein Student abbricht, damit ein Studienplatz frei wird. Es müssen mehrere Studenten abbrechen. Medizin ist aber der Studiengang mit der geringsten Abbrecherquote. An meiner Uni wurde seit min. 6 Jahren kein einziger Platz mehr frei.

Wenn es also so einfach wäre, dann würde das jeder machen ;)

Wer somit ein Studium im Ausland beginnt, muss damit rechnen, es auch dort zu beenden.

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Deine Chancen sind mit einem Abischnitt von 2,x sehr gering, da die Konkurrenz viel zu stark ist. Nicht nur schlechtere Abiturienten können am TMS teilnehmen oder ein FSJ machen. Dein Schnitt ist sowohl für die Abibestenquote als auch für die AdH zu schlecht.

Zum Vergleich: Eine gute Bekannte erhielt zum letzten Wintersemester mit einem Abischnitt von 2,0, TMS 70%, Berufsausbildung + -erfahrung und 16 Wartesemestern (da sie zuvor immer knapp abgelehnt wurde) nur im Nachrückverfahren der notenunabhängigen ZEQ einen Studienplatz.

Auch in den AdH sind die Auswahlgrenzen sehr hoch und es müssen sogar Bewerber mit Schnitten von 1,4 abgelehnt werden. Wenn schon deutlich bessere Abiturienten abgelehnt werden, warum solltest du dann eine Chance haben?

Bald fällt die Übergangsregelung der Anrechnung von Wartesemestern in der ZEQ weg, sodass sich die ZEQ indirekt zu einer TMS-Quote entwickeln wird. Wenn du im TMS zu den Besten 5% der Testteilnehmer gehörst, könntest du vielleicht noch Chancen haben. Allerdings korreliert das TMS-Ergebnis mit dem Abischnitt, sodass ein solches Abschneiden eher unwahrscheinlich ist.

Hast du dir schon Gedanken über Alternativen gemacht? Das könnten sein:

  • Ein Alternativstudiengang: z.B. Biomedizin, Pharmazie, Biologie, usw.
  • Ein Auslandsstudium: Hierfür gibt es auch viele Stipendien, die von Kliniken gewährt werden. Im Gegenzug verpflichtest du dich, deine Facharztausbildung in der Klinik zu machen.
  • Das Losverfahren: Chancen sehr gering.
  • Eine Studienplatzklagen: Chancen ebenfalls sehr gering.

Ein Studium über die Bundeswehr oder die Landarztprogramme ist nur dann empfehlenswert, wenn du wirklich voll und ganz hinter diesem Weg stehst und nicht nur als Mittel zum Zweck betrachtest.

PS: Du hast keinen NC, sondern einen Abischnitt.

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Bei der Bewerbung bei Hochschulstart zählt nur die tatsächlich absolvierte Zeit deines FSJ. Im Arbeitsvertrag steht immer eine Zeit von 12 Monaten, für die man sich eigentlich verpflichtet und nach der der Vertrag ohne Kündigung automatisch endet. Interessant ist jedoch nur die Dauer, die du wirklich geleistet hast.

Kündigst du z.B. so, dass du nach 6 Monaten aufhörst (d.h. du hast 6 Monate abgeleistet), dann wird dir zwar allgemein dein FSJ anerkannt, allerdings bringt es dir keinen Bonus bei Hochschulstart ein.

Die Bescheinigung über dein FSJ ist nicht gleichzusetzen mit deinem Arbeitsvertrag und du erhältst sie erst nach Ende deines Dienstes. Sie darf nicht vordatiert werden und dir keine Zeit bescheinigen, die nach Ausstellungsdatum folgen wird.

Falls du dich für einen medizinischen Studiengang bewerben möchtest: In Greifswald wird ein FSJ ab 6 Monaten boniert. Die Frist für das kommende Wintersemester hast du dann jedoch schon verpasst.

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Deine Chance liegt bei nahezu 0%.

Damit ein Wechsel gelingt, muss zunächst ein Platz in einem höheren FS frei werden. Bei der Zulassung zum ersten FS wird jedoch meist schon ein gewisser Schwund einkalkuliert, sodass mehr Erstis zugelassen werden als es schlussendlich klinische Plätze gibt. Für einen freien Studienplatz im höheren FS, der neu vergeben werden kann, müssen somit mehrere Studenten abbrechen. Medizin ist aber der Studiengang mit der geringsten Abbrecherquote und so gut wie jeder, der es hier beginnt, beendet es auch. An meiner Uni wurde seit min. 6 Jahren kein einziger Platz mehr frei.

Falls es mal zu einem Platz kommen sollte, werden alle Bewerber zunächst in Gruppen eingeteilt: Zunächst kommen die, die bereits einen Platz zum ersten FS erhalten haben, aber anrechenbare Leistungen haben, anschließend die Ortswechsler, dann die Teilstudienplatzinhaber, und erst ganz zum Schluss kommen die Quereinsteiger, zu denen du zählen wirst (da du aus der Türkei wechseln möchtest). Innerhalb jeder Gruppe werden die Bewerber nach dem Abischnitt sortiert. Da du zur letzten Gruppe gehörst, stehen allein schon deshalb mehrere tausend Bewerber vor dir auf der Rangliste.

Wenn es wirklich so einfach wäre, würde das jeder machen. Wenn du daher ein Studium im Ausland beginnst, dann musst du damit rechnen, es auch dort zu beenden.

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