Wovon wart ihr enttäuscht als ihr Erwachsen geworden wart?

Guten Morgen liebe Leutchen,

ich habe heute eine Frage an euch und zwar folgendes.

Wovon wart ihr (das Kind das ihr mal wart) enttäuscht als ihr Erwachsen geworden wart, obwohl ihr als Kind felsenfest davon überzeugt wart, dass Erwachsensein dies bedeutet was ihr euch vorgestellt habt?

Worüber oder Welche Entdeckung über die Welt der Erwachsenen hat euch erschüttert/erstaunt/ überrascht oder was auch immer?

Also in Filmen und Serien (in Büchern habe ich es noch nicht entdeckt) wird oft erzählt wie Kinder von ihren Elter oder Erwachsenen im Allgemeinen enttäuscht waren als sie entdeckten dass es Nikolaus, Osterhase und die ganzen "Fabelwesen" nich gibt.

Ich muss sagen, dass ich oder andere Kinder in meinem damaligen Umfeld nicht großartig darüber erschüttert war. Doch über etwas musste ich schon "hinwegkommen".

Als Kind und Jugendlicher habe ich oft zu hören bekommen: "man muss sich Erwachsen benehmen" "Man muss fair gegenüber anderen sein." "Man muss großzügig sein" "Lügen ist nicht vernünftig" "Denn das ist das Richtige und man muss immer das Richtige tun wenn man Erwachsen ist".

Als Kind und Jugendlicher hatte ich die Vorstellung dass man all das umsetzt was man uns Kinder beigebracht hat wenn man Erwachsen ist. Oh, wie ist diese Vorstellung zerplatzt als ich in der Welt der Erwachsenen angekommen bin.

Deshalb frage ich heute euch, was war euer kindlicher Glaube oder Vorstellung über das Leben, das dann doch ganz anders und befremdlich war als ihr Erwachsen wart?

Ich kann mir vorstellen dass da viele interessante Geschichten zu erzählen gibt. Denn es gibt so viele verschiedene Sichtweisen auf das Leben und wie man es angeht oder angehen möchte.

Einen ganz schönen Dienstag wünsche ich euch allen

Wovon wart ihr enttäuscht als ihr Erwachsen geworden wart?
Kinder, Erziehung, Enttäuschung, Erwachsen werden, Erwachsene, Gesellschaft, Guten Morgen, Kinder und Erziehung, Lebensweise, Gugumo, Gugumo Frage
Warum denkt unsere (wir alle) Gesellschaft so und finden es vollkommen ok?

Wir leben im Jahr 2020 und wir sind die hochentwickelste Gesellschaft die je in unserem Land gelebt hat.

  • Wir setzen uns für die LGBT/Q Gemeinschaft ein und sind aufgeklärt wer sich wie fühl.
  • Wir setzen uns für psychische Erkrankungen ein und sind aufgeklärt wer sich wie fühlt.
  • Wir setzen uns für Geschlechter ein und sind aufgeklärt wie sich wer fühlt.
  • Wir setzen uns für Sexualitäten ein und sind aufgeklärt und wissen wie sich wer fühlt.

Wir alle wissen genau wer sich angesprochen fühlt wenn man Worte wie "K@nacke" benutzt. Wir wissen genau wer sich angesprochen fühlt wenn man Worte wie "Schwuxxtel" benutzt.

Doch warum sind wir die Gesellschaft nicht genauso aufgeklärt und setzen uns ein für behinderte Menschen? Warum gibt es kaum allgemeines Wissen über Behinderungen? Warum gehört es nicht dazu sich über die 7,8 millionen behinrten Menschen in Deutschland zu informieren?

Warum kennt kaum jemand den Unterschied zwischen einer rechtlich anerkannten Behinderung und einer medizinisch diagnostizierten Behinderung?

Kaum jemand weiß, was Behinderungen sind und was Krankheiten.

Kaum jemand weiß, in was man Behinderungen unterteilt:

  • körperliche Behinderung
  • geistige Behinderung
  • seelische Behinderungen
  • Sehbehinderung
  • Hörbehinderung
  • Mehrfachbehinderung

Es gibt so viel unkorrekte Dinge die Menschen auch im Netz über behinderte Menschen erzählen und es wird als "in Ordnung" angesehen. Würde man sich so mit zb der LGBT Gruppe so umgehen, wäre das ein großes Unding.

Die Gesellschaft sagt, dass wenn man über behinderte Menschen spricht klar ist dass man "nur" Menschen mit geistiger Behinderung meint. Nein! Das ist schlicht Klischee und falsch.

Genauso Klischee und falsches Klischee wie wenn man sagt, dass sich Lesben Dildos umschnallen oder dass Transgender nur aus Spass hin und her switschen oder wer weiß welche Klischees es noch gibt.

Wenn Leute sich gegenseitig gerne als geistig Behindert bezeichnen wollen, dann können sie das tun wie sie wollen. Aber in Punkto Behindert verhält sich jeder wie 2Bough bevor ihn Rezo zurechtgewiesen hat und erzähl Dinge die mit der Realität nichts zutun haben.

In einer Zeit in der man erzählt, dass man eine "informierte Gesellschaft" ist. Dass man es zulässt eine Gruppe von Menschen vollkommen unrecht tut, ist etwas lahm.

Denn wie gesagt, wenn es um Sexualität oder ähnliches ginge würde es eine Frage der Ehre sein sich einzusetzen und es richtig zu stellen.

Jahrzehnte kämpfen behinderte Menschen dafür selbst zu entscheiden wie und wo sie Leben wollen. Demnächst wird ein Gesetz erlassen in dem der Staat behinderte Menschen dazu zwingen kann in ein Pflegeheim zu ziehen obwohl sie ein Zuhause haben in dem sie gepflegt werden können.

Juckt es irgendwen?

Gibt es ein Hashtag freehandicappedpeople?

Finden wir es in Ordnung dass es 7,8 millionen Menschen in Deutschland gibt für die es nicht selbstverständlich zu sein hat ihr Leben selbst zu gestalten?

Gesundheit, Religion, Menschen, Bildung, Politik, Social Media, Sexualität, Psychologie, Gesellschaft, Gesellschaftskritik, Schwerbehinderung, LGBT, LGBTQ, Philosophie und Gesellschaft