Huhu,

hab den Quereinstieg selbst durchlaufen und will mal berichten wie es bei uns ablief.

Die Theorie-Ausbildung erfolgte bei uns wegen Covid digital von zuhause aus. Praxisseminare fanden in Präsenz statt unter Beachtung der jeweiligen Regeln. Und es gab auch einige Wochen im Stellwerk.

Offizielle Dauer ist 90 Tage, aber rechne einfach mal mit mehr. Bei uns hat es ein 9 Monate gedauert, allerdings auch mit 6 Wochen Zwangspause, aus Gründen. :-)

Realistisch dürfte ein halbes Jahr sein.

Durchfallquote hängt sehr stark von deinem Einsatz und Verständnis ab. Es soll Kurse geben wo alle sofort bestehen, und welche wo jeder durchfällt. Falls letzteres kannst du jede Prüfung mindestens einmal wiederholen.

Also bei uns gab es ein Tablet. Andere haben für die Auabildungsdauer einen Laptop erhalten.

Die Theorie Ausbildung ist modular aufgebaut. Es wird mit den Grundlagen des Bahnbetriebs begonnen. Anschließend geht es dann in die eigentlichen Betrieblichen Regelungen. Ersteinmal die Regeln im Regelbetrieb danach die Regeln im Störungsbetrieb.

Zuletzt gibt es dann Themen die nice to know sind, aber doch eher Allgemein zu verstehen sind. UVV, Gefahrgut etc.

Es gibt für den Quereinstieg zwei Prüfungen. Eine Theorie und eine Mündliche.

Theorie: Arbeitsblatt mit Ankreuzaufgaben, Textfeldern für gewisse Definitionen und Regelungen und dann noch 1-4 Störungen die du nach Möglichkeit ohne Betriebsgefahr abarbeiten musst. Betriebsgefahr ist EIN Stichwort das du aufjeden Fall vermeiden solltest, damit hast du dir je nach schwere eine Einladung zur Wiederholung gefangen.

Mündliche: Drei Prüfer, verschieden Beisitzer (BR, Nachwuchsführungskräfte etc.)

Ihr geht zu dritt in die Prüfung. Die Fragen hangeln sich grob an dem modularen System aus der Theorieausbildung. Erstmal Grundwissen, Definitionen gefolgt von Regeln und Besonderheiten bis dann am Ende auch nochmal ein bis zwei Störungen bearbeitet werden müssen. Grade in der mündlichen werden dir aber auch Fragen gestellt über Sachen die in der Theoretischen nicht so sauber beantwortet wurden.

Kleiner Tipp, besorgt dir ein Headset für den Computer.

Ansonsten: Lern die Definitionen und Signale am besten großzügig schon am Anfang auswendig. Später wirst du dafür keine Zeit mehr haben.

Und sei nicht beunruhigt wenn du kurz vor der Prüfung völlig kaputt bist und denkst das du überhaupt nichts weißt. Das ging uns wirklich allen so. 😊

Wenn du noch Fragen hast kannst mir gerne eine Private Nachricht schicken.

Ansonsten viel Erfolg. Genieß die Zeit...dir wird der Spaß noch vergehen 😂

Aber es lohnt sich.

...zur Antwort

Moin,

ich hab den Quereinstieg zum Fahrdienstleiter gewagt und nicht bereut.

Bei der Abwägung deiner Wahl solltest du berücksichtigen das die IT eine weitaus schnell drehender Branche ist wie die Bahn.
Heißt, du bist wesentlich häufiger in der Pflicht deine Kentnisse weiter zu entwickeln und aufzufrischen.

Bei der Bahn gibt es ebenso Anpassungen; die allerdings zeitlich in weitaus längeren Zeitabständen herausgegeben werden.

Ein großer Nachteil ist bei der Bahn natürlich die Schichtarbeit. Grade die kurzen Wechsel verlangen dir sehr viel ab. Ich habe die ersten Monate fast nur in der Freizeit gepennt weil mir der Umstieg nicht allzu leicht gefallen ist.
Ist aber auch reizvoll da du auch mal unter der Woche frei hast und so Erledigungen und Termine wahrnehmen kannst.

In der IT erlebst du grade einen verstärkten Wandel hin zum Homeoffice; daher kann ich hierzu nicht sehr viel beitragen.

Unterm Strich geht es darum was du dir wünscht.
Sicherheit; die hast du bei der Bahn.
Abwechslungsreichtum; die hast du eher in der IT.

...zur Antwort

Moin,

als Quereinsteiger zum Fahrdienstleiter hab ich mir natürlich vorab auch so meine Gedanken gemacht.

Zum Berufsbild gibt es ja genügend Infomaterialien im Netz.
Ist ein hoch verantwortungsvoller Beruf. Er trägt die Verantwortung für die sichere Fahrt aller Züge in seinem Bereich.
Weiterhin ist er mitverantwortlich für die pünktliche und nach Möglichkeit Serviceorientierte Behandlung aller Zugfahrten in seinem Bereich.

Gehalt ist je nach Arbeitsplatz unterschiedlich; aber man kann gut davon leben.

Urlaubstage sind ebenfalls unterschiedlich von den Tarifen - aber in jedem Fall mehr als das Gesetzliche Minimum.

Arbeitszeiten sind anstregend. Kurz rotierende Schichten Früh/Spät/Nacht.

Also Fazit:
Ein interessanter Beruf; der aber nicht für jedermann/frau geeignet ist.

...zur Antwort

Hof Bergmann ist echt toll.
Wenn du mehr Lust auf Landwirtschaft hast kann ich dir auch die Gemeine Rade-Map ans Herz legen.
Ich spiel die sehr sehr gerne; hat aber keine Produktionen. Ist wirklich Landwirtschaft classic.

...zur Antwort

Hallo Seb,

ich hab den Quereinstieg zum Fdl absolviert. Hatte vorher keinerlei Berühungspunkte mit dem Thema Eisenbahn.

Es ist sehr anspruchsvoll. Alleine im Unttericht aufzupassen bringt dir höchst wahrscheinlich keinen Erfolg. Du musst den Stoff nacharbeiten entweder Abends oder halt am Wochenende.
Das Regelwerk ist ziemlich komplex und nicht immer ganz einfach geschrieben.

Aber ist durchaus machbar, habs geschafft - das kannst du auch.

Der Eignungstest ist vergleichbar mit der MPU für das Auto. Die Bestehensquoten sind ja gemeinhin bekannt. :-)
Brauchst keine Schulkentnisse auffrischen, es geht allein um Reaktionsvermögen und Entscheidungsschnelligkeit.

...zur Antwort

Moin,

die Frage lässt sich nicht so pauschal beantworten wie es die anderen hier gemacht haben.

Natürlich gibt es Verspätungen die aus Störungen am Zug oder an der Gleisanlage resultieren. Aber; nicht in dem Ausmaß der hier angeführt wird.

In der Regel sind es mehrere Gründe die zu Verspätungen führen.
Hier einmal ein paar Beispiele:

  • Verspätungen der beteiligten Mitarbeiter (Stau auf Arbeitsweg, Verschlafen)
  • Störungen durch andere Umstände (Unfall, Polizeieinsatz etc.)
  • Verspätungen durch Fahrgäste (Tür für Freunde offen halten etc.)
  • Verspätungen durch Arbeitsfehler (Zug nicht rechtzeitig abfahren lassen, Signal)

Dies ist nur ein kleiner Teil. Aber jeder dieser Gründe kann sich natürlich auch auf die folgenden Züge auswirken. Entweder die Züge die zeitlich gesehen unmittelbar hinter dem betroffenen fahren oder auch für den neuen Zug zu dem ein Zug am Ziel wird.

Es können sich ja mal alle hier Gedanken machen ob Sie in ihrem Berufsleben noch nie zu spät zum Dienst gekommen sind; mal einen Anruf verpennt haben oder mal die Situation hatten das man sich eingestehen musste das etwas nicht so optimal lief.
Und falls hier jetzt wer alles verneint; dem unterstelle ich dann mal pauschal das derjenige lügt.

In diesem Sinne!

...zur Antwort

Hi,

richtig. Du bist Geschäftsführer eines Lieferdienstes.
Du bekommst dann einige Fixe Vorgaben; beispielsweise das jeden Montag die Küche gereinigt wird, Mittwochs immer tanken gefahren werden muss etc.
Dann erhältst du ein großes Tabellenblatt indem du alle Mitarbeiter einige Aufgaben zuweisen musst.
Am Ende geht es darum möglichst viele Bestellungen richtig abgearbeitet zu haben.

Der Test ist ganz witzig. Aber; du musst echt konzentriert bleiben da hin und wieder Störungen berücksichtigt werden müssen.
Tipp: Nimm dir farbige Stifte mit; die radierbar sind. Es gibt diese Gelliner mit Gummiknopf am Ende, keine Ahnung wie die heißen :D

Viel Glück!

...zur Antwort
Auto

Auto

Die Öffi Verbindung ist leider ziemlich Störungsanfällig; soll aber ausgebaut werden dann schau ich es mir nochmal an.

...zur Antwort

Moin,
stimmt in den Asiatischen Ländern ist das teilweise so geregelt.

Aber, da hält an dem Bahnsteig auch nur der Shikansen. In Deutschland halten an den Bahnsteigen Züge aller dort verkehrenden Gattungen. Daher sind die Trennwände nicht in dieser Form möglich. Da der Türeabstand, Wagenlänge etc. unterschiedlich ist.

...zur Antwort

Beide Ausbildungen haben einen anspruchsvollen Theorieteil. Aber beide sind zu schaffen.
Als Eisenbahner hast du Zukunftssicherheit, du kannst innerbetrieblich wechseln.
Als Informatiker bist du mehr auf eine permanente Weiterbildung angewiesen sofern du möchtest das dein Einkommen hoch bleibt - da du ansonsten sehr fix auch wieder raus bist.

...zur Antwort

Schick doch einfach mal eine Initiativbewerbung los. Auch wenn dir aktuell nichts angeboten werden kann; vielleicht sagen sie dir wann und wo demnächst stellen offen sind :-)

...zur Antwort

Aus Betrieblicher Sicht ist es einfach erklärt.
Ein Lokführer ist zur Fahrwegbeobachtung verpflichtet. Das heißt er muss beobachten wie die Weichen gestellt sind, ob diese in die richtige Richtung stehen oder nicht.
Das Problem ist leicht gelöst mittels Weichenheizung; aber bei den aktuellen Schneemassen kommen die tatsächlich nicht daran einen ausreichend großen Bereich von Schnee freizuhalten.
Zudem gleiten die Weichen i.d.R. über Fett; welches bei permanenter Befeuerung durch die Heizung trocknet was dann letztendlich zum Ausfall der Weiche führt.

Weiterhin muss beispielsweise bei Bahnübergängen die Spurrillen freigehalten werden; durch die unterschiedliche Befahrung ist dies schwer zu bewerkstelligen.

Zum Thema Schneepflug; gibt es halt nicht unendlich viele; da werden dann vornehmlich die Hauptstrecken geräumt.

Hier mal ein aktuelles Bild; aus dem vielleicht hervorgeht warum oder wieso das Fahren zur Zeit schwierig ist.

--
Achso, falls ein Zug natürlich liegen bleibt und folglich evakuiert bzw. geräumt werden muss.... was meinst du wo die Leute hingehen müssen weil kein anderer Zug mehr herkommt...richtig zur nächsten Hauptstraße. :-D
Und ich denke; das wäre verständlicherweise ein Echo in den Medien das kräftig schallert.
Also; fährt nichts mehr :-)

...zur Antwort

Huhu,

ich habe selbst die Ausbildung zur Fachkraft - Lagerlogistik gemacht und kann dir sagen das beide Berufe unterdurchschnittlich bezahlt werden.

Bei der Logistik ist es sehr wahrscheinlich das du als Lagerarbeiter eingestellt wirst und deine Hauptaufgaben eben diese sind. Du kannst natürlich auch Glück haben das du gleich als Sachbearbeiter in der Lagerverwaltung eingestellt wirst - was der Ausbildung noch am ehesten entsprechen würde . Ist allerdings unwahrscheinlich da diese Posten i.d.R. von langjährigen Mitarbeitern besetzt sind.

Schutz und Sicherheit wirst du die breite Masse an Jobs vorallem im Objektschutz oder im Personenschutz finden. Also entweder hockst du den ganzen Tag in der Pforte und musst dich mehr oder weniger blöden Fragen stellen oder du riskierst deinen Hals für andere.

--

Mein Tipp: Im Zweifel Fachkraft - Lagerlogistik da du mit der Ausbildung dich auf ein breiteres Stellenangebot zurückgreifen kannst. Es ist eine kaufmännische Ausbildung und öffnet dir im besten Fall Türen zu den ganzen anderen Kaufmännischen Berufen - z.b. Speditionskaufmann.

...zur Antwort

Wie die anderen bereits geschrieben haben ist es zur Zeit nicht möglich über Land in die USA zu kommen.

Alternativ kannst du warten bis irgendwann einmal der Beringstraßentunnel zwischen Russland und Alaska fertig ist. Dann kannst du ganz entspannt innerhalb weniger Monate rüberfahren.
https://www.welt.de/reise/article13575670/London-New-York-mit-der-Bahn-Richtung-Osten.html

Spaß beiseite. Wenn du dir das nicht zutraust bleibt dir auf absehbare Zeit nur der Flug oder das Schiff.

...zur Antwort