Zwei Tonspuren automatisch synchron übereinander legen?

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3 Antworten

Das geht, erfordert aber schon etwas Können und Rechenkünste. Ich habe das selbe mal mit meinen alten Vierspur-Aufnahmen gemacht. Aufgrund der Bandschwankungen sind die Spuren nach der Digitalisierung nie gleich lang.

Der Trick: Einen Synchronisierungston erstellen, einmal am Anfang und dann am Ende der Aufnahme (z.B. ein Fingerschnippen).

Hat man diesen Ton nicht, dann muss man sich einen gemeinsamen Punkt am Anfang suchen und einen am Ende. In beiden Spuren die Differenz zwischen Anfang und Ende ausmessen. Per Dreisatz ermitteln, wie hoch die prozentuale Abweichung ist und in einer Spur mittels "Effekt -> Geschwindigkeit" diese prozentual verändern. Manchmal kommen dabei nur Annäherungswerte heraus, so dass man immer wieder den Wert leicht Wert verändern muss.

Aber Vorsicht: 50% entspricht einer Verdoppelung der Geschwindigkeit. Also am besten mal mit einer Arbeitskopie beginnen und das ganze austesten. Und eines weiß ich aus Erfahrung: Ist man einmal drin, dann geht's recht zügig. Macht man eine Woche Pause, dann bringt man sich alles von neuem bei. Nichts für schwache Nerven.

Okay klingt nach viel Arbeit aber wenns nicht anderst geht muss ich das ja so machen :D 

auf jeden Fall danke für die gute Antwort :)

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Jetzt, wo ich es gerade selber austeste, fällt mir auch schon der erste Fehler auf. Bei 50% wird die Länge durch 1,5 geteilt (aus 6 min. werden 4 min.). Bei 100% ist es die Hälfte. Bei 200% ein Drittel. Also evtl. besser den Multiplikator oder den Schieberegler benutzen.

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@DerPokePunk

Erste Erfahrungswerte:

Zwei identische Punkte am Anfang und am Ende gesetzt. Dann Anhand der Sekundenanzeige (hh:mm:ss + milliseconds) die Differenz innerhalb jeder Spur ausgerechnet.

Spur 1:   00m:0,954s bis 03m:13,77s

Differenz Spur 1:   193,777s - 0,954s = 192,823s

Spur 2:   00m0,945s bis 03m:11,861s

Differenz Spur2:   191,861s - 0,945s = 190,916s

Multiplikator für die Geschwindigkeitsänderung für die gesamte      Spur 2:

190,916 : 192,823 = 0,990

Das Ergebnis ist fast punktgenau. Jetzt muss ich mir nur noch selber merken, wie's geht. Ich habe das zuletzt mit einer uralten Version gemacht, da war's wesentlich komplizierter.

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@electrician

Ich habs mal versucht:

Spur 1:    58:01,192 bis 01:27,505               

                3481,192 - 87,505 = 3393.677 


Spur 2:    58:00,914 bis 01:27,463

                3480,914 - 87,463 = 3393,451




 3393,451 : 3393.677 = 0.99993340556 

Da man aber nur 3 stellen nach dem Komma angeben ist es ja 0.999

Wenn ich das dann auf Spur 2 anwende hab ich nen unterschied von über 30 Sekunden und ist noch mehr verschoben

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@DerPokePunk

Du hast über einen Zeitraum von fast einer Stunde einen Versatz von gerade einmal einer Viertelsekunde (0,226s). Da lässt sich nicht viel über gerundete Werte korrigieren.

Hier würde ich eher alle Minute eine Stille von etwa 3,89 ms in Spur 2 einfügen oder aus Spur 1 löschen - zumindest dann, wenn der Versatz hörbar wird. Dieser Weg scheint in diesem Fall effektiver zu sein.

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naja ebenfalls mit audacity kein problem. automatisch zwar nicht aber wird ja grafisch angezeigt. ich hoffe für dich nur stark, dass du nicht noch so ein kleines kind mit extrem schlechter soundaufnahme bei youtube bist. lass das bitte mit dem hochladen wenn ihr noch nicht mal headsets habt. (doppelt hören) 

Gruß

Haha nein keine Angst XD bin weder ein kleines Kind noch hab ich billige Ausrüstung^^  und wir haben beide mit guten Mikrofone wie gesagt aufgenommen und das doppelt hören kommt daher das wir zu nah aneinander saßen.

Und ja man sieht das grafisch aber das läuft nach ca. 3 Minuten wieder auseinander und dann kommt wieder das Echo und wenn ich das dann da passend schiebe ist es vorne verschoben und mit Hall.

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@DerPokePunk

hm... dann sind aber entweder tonspur oder video verrutscht... und was ist, wenn du die betreffenden stellen wo man dich doppelt hört einfach cuttest und dann eben manuell neu auflegst. also dass du die tonspur am anfang synchronisierst und dann die spur da wo man es doppelt hört schneidest minimal korrigierst und dann eben so weiter... ist die einfachste methode ohne alles neu zu synchronisieren und zukünftig eben mikros weiter von einander stellen bzw welche nehmen die nur von vorne aufnehmen und alles im hintergrund dämpfen (ich nutze das Rode NT1A kann ich sehr empfehlen - allerdings braucht man dafür schon ein Interface bzw bei 2 Mikros eben ein mischpult... Kann dir da das Pronomic M602 empfehle - alles zusammen mit einem mikro und einem mikroarm ca 400 euro dafür brillianter sound.)

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Sind beide Soundfiles mit der identischen Samplerate aufgenommen?

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