Zusammenziehen mit Katzen. Zusammenführen?

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3 Antworten

Vergesellschaftung kann ein wochen- bzw. monatelanger Prozess sein. Stressreaktionen sind völlig normal. Immerhin bedeutet es für alle eine Umstellung, und jedes Tier muss seinen Platz erst neu finden - auch die Katze deiner Freundin! Nichts anderes gilt für deine Katze. Versetz dich in ihre Lage - für sie wird alles neu sein: fremde Umgebung, fremde Geräusche, fremde Gerüche und fremde Katze. All das soll verarbeitet werden, und wenn z. B. Fauchen und kleine Kämpfe stattfinden, solltet ihr es ihnen durchaus zugestehen und unter sich regeln lassen. Solange sie sich nicht ständig prügeln, alles zerfetzen oder einer von ihnen anfängt zu urinieren - seid froh! Und selbst diese Beispiele können sich wieder legen. Krasse Situationen können gegebenenfalls durch ein einmaliges, lautes Händeklatschen in direkter Nähe entschärft werden, doch grundsätzlich kann nur die Zeit arbeiten. Geduld ist ebenso wichtig, und es kann vielleicht Monate dauern, doch ich kenne Beispiele, in denen plötzlich beide unverhofft zusammen im Körbchen lagen und kuschelten. Und selbst wenn nicht: Auch über ein friedliches Nebeneinander kann man froh sein! Versucht, stressige Situationen nötigenfalls auszuhalten - vielfach sehen mögliche Kämpfe schlimmer aus, als sie tatsächlich sind.

Was außerdem wichtig ist:

  • Sie sollten kastriert sein.
  • Die Katzenklo-Anzahl sollte stimmen. Die Faustformel lautet Anzahl der Tiere plus ein Extra-Klo, so dass ihr auf 3 Klos kommen solltet.
  • Sie sollten genug Rückzugsmöglichkeiten haben.
  • Stichwort nächtliche Situation: Mitunter machen Besitzer leider den Fehler, den Neuankömmling aus dem Schlafzimmer zu verbannen, die erste Katze jedoch weiter dort nächtigen zu lassen („ist ja ihr Revier“). Für diesen Fall sollte man das Schlafzimmer stattdessen auch das Revier der neuen, in dem Fall deiner Katze, werden lassen - was auch gleich deine Frage nach Bevorzugung beantwortet: Insbesondere du solltest die Katze deiner Freundin nicht bevorzugen. Katzen sind sehr feinfühlig und reagieren bei emotionaler Vernachlässigung schnell empfindsam (schlimmstenfalls werden sie unrein = Protestverhalten).

Stichwort erster Freigang: Nach 4-6 Wochen Eingewöhnungszeit im neuen Heim sollte Freigang für deine Katze kein Thema mehr sein (Kastration, Chippen + Impfung vorausgesetzt). Kastrierte Tiere haben für gewöhnlich ein kleineres Revier, weshalb sie seltener Kämpfe austragen. Bissverletzungen, bei denen z. B. die tödlich verlaufende Krankheit FIV - auch Katzenaids genannt - übertragen werden kann, sind dann seltener indiziert (es gibt noch keinen Impfstoff). Je kleiner das Revier desto geringer das Verletzungsrisiko im Straßenverkehr und desto geringer das Risiko, dass sie entläuft. Außerdem geht es bei deiner Katze um ein erwachsenes Tier, d. h. der Orientierungssinn ist bereits ausgeprägt.

Noch 2 Umzugstipps: Erster Tipp: Da die Vergesellschaftung erst in ein paar Monaten stattfindet, könnt ihr im Vorwege Handtücher mit den Düften eurer Katzen versehen. Streicht dabei mit den Tüchern über ihre Nasen und ihr Fell, damit ihre Körpergerüche daran haften. Die Handtücher legt ihr euren Katzen darauf zum Beschnüffeln hin. Dann können sie beim ersten Zusammentreffen schon mal einen vertrauten Geruch wahrnehmen. Zweiter Tipp: Bevor du deine Katze das erste Mal in die Wohnung deiner Freundin lässt, nimm ein paar Wattebäusche (gleiche Prozedur wie mit den Handtüchern). Verteile die Düfte, die sich darauf niedergelegt haben, anschließend in der Wohnung deiner Freundin, d. h. auf Stuhlbeinen, Türzargen usw. - natürlich alles auf Katzenhöhe! Dann gewinnt sie eher das Gefühl von Sicherheit. Außerdem erkennt sie die Wohnung schneller als ihr Revier an, wenn sie sich geruchsmäßig wiederfindet.

Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen!

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Das wird schwer werden, zumal eine Katze ein Freigänger ist. Die könnte so empört über den neuen Mitbewohner sein, dass die abhaut und nicht wiederkommt . Es kann sein, dass sich katzen auf Anhieb vertragen, es kann aber auch sein, dass die Fetzen fliegen, das weiß man halt vorher nicht. Fest steht, dass jede Katze eine Rückzugsmöglichkeit haben muss.

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also es heißt, jedes tier wird mit der gleichen aufmerksamkeit behandelt.. damit eben keine eifersucht entsteht

da deine katze die ganze zeit falsch gehalten wurde, kann es probleme geben.. wohnungskatzen hält man zu 2., damit sie nicht vereinsamen...

sie könnte also das kätzische sozialverhalten "verlernt" haben

ich würde so 1-2 monte vor dem umzug schon die düfte tauschen und dann den freigänger in einen extra raum setzen und die wohnungskatze eben frei laufen lassen... nach eingewöhnung würd ich dann die katzenraumtür gegen eine kaninchendrahttür tauschen, damit die 2 sich kennen lernen und beschnupper können und die reaktion abwarten

nach weiteren paar tagen würd ich dann unter aufsicht die tür aufmachen und natürlich beiden genügend verstecke bieten (mit 2 ausgängen)

und wenns klappt die tür auflassen, bis der freigänger sich im haus sicher genug fühlt

kann klappen muss nicht.. wenn die sich nicht verstehen und das trotz freigänger nicht klappt müsst ihr evtl .sogar eine abgeben

aber wie wollt ihr bitte eine wohnungskatze mit einem freigänger halten?

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