Zitat vvon Friedrich Nietzsche?

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Nietzsche will mit dieser Aussage deutlich machen, dass es leicht ist Moral zu predigen. Damit meint er, dass es leicht ist moralische Forderungen gegenüber anderen zu äußern - besonders Forderungen, die mit einem "Du sollst ..." beginnen. Hiermit hat er vor allem die Priester im Sinn, die von ihren Gläubigen stets Wohlverhalten einfordern, was für den Priester in der Regel einen Machtgewinn darstellt. 

Im Gegensatz dazu hebt Nietzsche hervor, dass es umgekehrt schwer ist, eine moralische Forderung zu begründen, d.h. zu sagen, warum der Mensch moralisch handeln soll, denn in der Regel handelt sich dieser durch seine eigene moralische Handlung einen Nachteil ein.

In der Philosophie wird die Begründung des moralischen Handelns in der Teildisziplin der Ethik behandelt, und ethische Begründungssysteme sind zu allen Zeiten eine äußerst schwierige Materie gewesen.

Im Klartext will Nietzsche also pointiert deutlich machen, dass der Grad der Leichtigkeit zum Aussprechen einer moralischen Forderung mit dem gleichen Grad der Schwere korrespondiert moralische Forderungen zu begründen.

Das Zitat entstammt Nietzsches erster Ausgabe "Unzeitgemäße Betrachtungen", das sich hauptsächlich dem (vergnüglichen) Zerpflücken der Publikationen des damals reichlich populären Theologen und Philosophens David Friedrich Strauß widmet.

Das gestellte Zitat ist im Prinzip nicht nur aus dem Zusammenhang gerissen, sondern ein aus dem Satzgefüge entnommener Einschub. Der konkrete Kontext ist ein Zitat Strauß'. Wenn Dich das Gesamtzitat interessiert, auf das Nietzsche Bezug nimmt, google den Satz: "Alles sittliche Handeln ist ein Sichbestimmen des einzelnen nach der Idee der Gattung".

Die "Idee der Gattung" verfolgt Straußens Ansatz seiner eigenen Moraltheologie, die  er für universell hält und als eine Konstante, der jeder zuzustreben hat. Er sieht also (vereinfacht gesagt) seine Moraltheologie als ein universell gültiges Moment, dem im Grunde jeder zustrebt. Demzufolge übersetzt Nietzsche das Zitat in den simplen Nenner: "Lebe als Mensch, und nicht als Affe oder Seehund!" Nietzsche zerpflückt es ihm, indem er konkludiert, dass unter dem Sammelbegriff "Mensch" ein Panoptikum an Lebensentwürfen zusammenläuft. Exemplarisch vergleicht er den "Magister Strauß" mit dem "Pantagonier" (damals eine Sammelbezeichnung für spanische "Indianerstämme").

Er nimmt weiterhin Bezug auf David Friedrich Strauß' Terminologie des "idealen Ausdruck der Gattung Mensch" (die Strauß freilich nur in den Kontext seiner eigenen Moraltheologie setzt) und sagt (etwas provozierend): Was wäre, wenn sich ein Pantagonier oder ein Magister Strauß sagen würde: Lebe als Genie? Beide würden jeden anderen (vereinfacht gesagt) mit der überhöhten Selbstsicht nerven und glauben, im Besitz des einzigen und allheiligen Wissens zu sein, obwohl sie immer das blieben, was sie waren - Pantagonier oder Magister Strauß, nicht Genie. 

Der Satz nimmt direkt Bezug auf den vorherigen Zusammenhang und heißt vollständig: "Strauß hat noch nicht einmal gelernt, daß nie ein Begriff die Menschen sittlicher und besser machen kann, und daß Moral predigen ebenso leicht als Moral begründen schwer ist; seine Aufgabe wäre vielmehr gewesen, die Phänomene menschlicher Güte, Barmherzigkeit, Liebe und
Selbstverneinung, die nun einmal tatsächlich vorhanden sind, aus seinen
darwinistischen Voraussetzungen ernsthaft zu erklären und abzuleiten:
während er es vorzog, durch einen Sprung ins Imperativische sich vor der
Aufgabe der Erklärung zu flüchten."

Um es mal wieder zurück in den Kontext zu bringen: Wenn man, wie Strauß, Moral als universell betrachtet, dann muss man einen Begründungsschluß ziehen, der universell in jedem Menschen nachweisbar ist. Ergo: Moral predigen ist leicht, Moral zu begründen ist schwer bis unmöglich. Insbesondere, wenn man sie a priori als "gottgegeben" versteht.

Wenn Du Interesse hast, suche nach "Unzeitgemäße Betrachtungen" von Nietzsche. Lesenswert und stellenweise ausgesprochen lustig (besonders, wenn Nietzsche gegen Strauß polemisch wird - er bedient sich reichlich des Spotts).

Zum einen beschreibt Moral hauptsächlich Handlungen, die ein Mensch oder eine Gesellschaft von anderen Mitmenschen erwartet. Moral soll also dafür sorgen, dass Menschen ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen.....zum anderen ist die Moral an Wertevorstellungen geknüpft.

 "Viele Menschen würden sich erschrecken, wenn sie statt ihrem Gesicht, ihren Charakter im Spiegel sehen würden..." 

"Moralische Entrüstung besteht in den meisten Fällen zu 2 Prozent aus Moral, 48 Prozent aus Hemmung und 50 Prozent Neid."Unbekannt

Auch der Mensch kennt so etwas wie eine doppelte Moral. Was für mich gilt, muß noch lange nicht für Menschen gelten, die nicht meiner Gruppe angehören. Ich denke, damit   unsere Gesellschaft funktionieren kann, wird egoistisches Verhalten geahndet, während selbstlose Handlungen belohnt werden.

 „Lassen sich moralische Normen begründen?“, verstanden als: „Warum sollte ich mich moralisch verhalten?“, ist also eine radikale Frage. Sie geht an die Wurzeln dessen, was wir für selbstverständlich halten, was die Grundlage eines großen Teils unseres Denkens, Fühlens und Handelns ist.

er vergleicht das predigen mit dem begründen, sagt aber dass es glich ist 
er meint wohl dass das predigen für viele einfacher ist als das begründen wobei sie es nicht anwenden

als bsp:
die bio-ka ist ebend so leicht wie die mathe-ka schwer- nur dass die meisten mathe nicht mögen und daher sagen es klappt nicht

ist zumindest dass was ich daraus verstanden habe
hoffe ich konnte helfen ~ mfg BananenXD

Der Herr Nitsche hat viel dahergeredet im Laufe seines Lebens. Das Wort Moral sollte der aggressive Antisemit aber lieber nicht in den Mund nehmen, denn er hat den Nazis die Argumente geliefert, für die Beseitigung niedriger Rassen. 

Man muß dazusagen, daß der Mann sehr viel unter seiner Syphilis zu leiden hatte und dann auch in eine Irrenanstalt eingeliefert worden ist. 

Sie verwechseln den (mir nicht bekannten) "Herrn Nitsche" mit Nietzsche. Nietzsche hat die Antisemiten gehasst, besonders, da sie ihn damals schon versucht haben, für ihre nationalistischen Ideen zu gewinnen. Genau über den antisemitischen Schwachsinn hat Nietzsche auch mit Wagner gebrochen.

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@verreisterNutzer

Zwischen Wagner und Nieeeetsche herrschte Einigkeit über den Antisenmitus. Die Freundschaft zerbrach, weil der Wagnerclan befürchtete, daß es Schwulengerüchte geben könnte. 

Nieeeeetsche war es nicht vergönnt  zu Lebzeiten einen Verleger für seine Texte zu finden. Seine Schwester hat nach seinem Tod den Inhalt der Schriften gesäubert und sich um die Veröffentlichung gekümmert. 

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@quantthomas

Nietzsche wird immer noch mit "z" geschrieben und genausowenig wie Sie seinen Namen richtig schreiben können, wissen Sie auch nur irgendetwas über dessen Wirken und seiner Verbindung zu Wagner. Die meisten Werke Nietzsches wurden zeitgenössisch verlegt, d.h. zu dessen Lebzeiten. Einzig einige Fragmente wurden später durch Frau Förster-Nietzsche herausgegeben, die tatsächlich glühende Antisemitin war und sich später, bei dem Aufkommen der Nazi, denengegenüber als "deutschnational" verstand.

Über den Bruch Nietzsches und Wagners gibt es diverse Theorien. Nietzsche hat es offiziell mehrfach mit dessen Antisemitismus begründet, den er als kindisch empfand, (wie ihm allgemein die antisemitische Bewegung zuwider war, was er später selbst in seinen Aufzeichnungen so notiert: "Es gibt gar keine unverschämtere und stupidere Bande in Deutschland als diese Antisemiten...Dies Gesindel wagt es, den Namen Zarathustra in den Mund zu nehmen. Ekel! Ekel! Ekel!"

In "Jenseits von Gut und Böse" widmete er sich ausführlicher den Antisemiten:

„Dass die Juden, wenn sie wollten — oder, wenn man sie dazu zwänge, wie
es die Antisemiten zu wollen scheinen —, jetzt schon das Übergewicht, ja
ganz wörtlich die Herrschaft über Europa haben könnten, steht fest;
dass sie nicht darauf hin arbeiten und Pläne machen, ebenfalls.
Einstweilen wollen und wünschen sie vielmehr, sogar mit einiger
Zudringlichkeit, in Europa, von Europa ein- und aufgesaugt zu werden,
sie dürsten darnach, endlich irgendwo fest, erlaubt, geachtet zu sein
und dem Nomadenleben, dem »ewigen Juden« ein
Ziel zu setzen –; und man sollte diesen Zug und Drang (der vielleicht
selbst schon eine Milderung der jüdischen Instinkte ausdrückt) wohl
beachten und ihm entgegenkommen: wozu es vielleicht nützlich und billig
wäre, die antisemitischen Schreihälse des Landes zu verweisen.“

Man sieht insb. in Nietzsches Spätwerk eine nahezu ungewöhnliche Abkehr vom Antisemitismus. Warum ungewöhnlich? In seiner Zeit gehörte zumindest Antijudaismus zum guten Ton und Antisemitismus war in dieser Zeit seines Spätwerks fast schon en vogue - wahrscheinlich ein Grund mehr für ihn, seine dahingehenden Gedanken zu reflektieren, was letztlich auch (zuzüglich sicherlich einiger persönlicher Gründe) zum Bruch mit Wagner führte.

Ich führe das alles im Übrigen nicht für Sie aus - Ihre unbelegten Unterstellungen kann ich mir nur schwer erklären, vielleicht sind Sie Christ und etwas eingeschnappt über den "Antichristen". Keine Ahnung, es ist mir auch egal. Ich frage mich nur, weshalb Leute, die nicht mal den Namen eines Philosophen richtig schreiben können, glauben, sie seien in der Lage, sich Urteile zu bilden. Das kapiere ich nicht.

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@verreisterNutzer

Sorry! Da scheinen bei mir doch noch einige Wissenslücken vorhanden zu sein.
Mein begrenzter Blick auf Nietzsches Hauptwerk - "DER WILLE ZU MACHT" , das von seiner Schwester, Elisabeth Förster Nietzsche zusammengestellt wurde, hat mich glauben lassen, daß alle Werke aus diesem Nachlass stammen.
Jedenfalls fanden seine Veröffentlichungen, zu seinen Lebzeiten, keinen allzu großen Widerhall.
JENSEITS VON GUT UND BÖSE ließ Nietzsche sogar auf eigene Kosten drucken, weil man keinen Verleger auftreiben konnte.
Friedrich Nietzsche konnte sich zeitlebens nicht von seiner Schwester abnabeln, daher kann bezweifelt werden, ob ein größerer Meinungsunterschied im Antisemitismus vorhanden war. Wenn, dann nur in Nuancen.
Auch nach seinem Tod beherrschte seine Schwester das Nietzsche-Archiv und versuchte ein Bild zu konstruieren, daß eines Philosophen würdig war.
Danke für das Korrigieren meiner Texte.

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@quantthomas

"Der Wille zur Macht" ist ein nie fertiggestelltes Fragment, das erst seit 1901 in ganz unterschiedlichen Versionen, durch Elisabeth Förster-Nietzsche kuratiert, im Umlauf ist. Wenn Sie ein "Hauptwerk" von Nietzsche hätten benennen wollten, dann dürfte dies "Also sprach Zarathustra" sein, das auch, im Gegensatz zu den meisten von Nietzsches vorherigen Publikationen, außerhalb der Fachkreise zu Diskussionen führte.

Das Problem Ihrer Ausführungen ist, dass Sie einzig und allein mit Unterstellungen arbeiten, die bestenfalls auf Halbwissen beruhen, schlimmstenfalls aber auf Dingen, die Sie sich schlicht und ergreifend ausdenken. Z.B. die reine Unterstellung, Nietzsche habe sich "zeitlebens nicht von seiner Schwester" abnabeln können. Das Verhältnis zur Schwester war Zeit seines Lebens ambivalent - im Übrigen auch das zu seiner gestrengen Mutter. Bzgl. der Schwester war es ein Auf und Ab, das 1883 in völligem Kontaktabbruch gipfelte. Weshalb? Die Antwort lautet: Bernhard Förster. Sie deutete an, in engem Kontakt zu ihm zu stehen, der seine Anstellung als Lehrer wegen einer Schlägerei mit einem Juden verlor. An einen Brief an Overbeck schrieb Nietzsche damals:
"...die verfluchte Antisemiterei ... ist die Ursache eines radikalen Bruches zwischen mir und meiner Schwester."

Ihr Kontakt und spätere Heirat mit Förster hat, aufgrund des Antisemitismus' desselben, zu einem totalen Bruch geführt. Jetzt können Sie also erahnen, wie groß Nietzsches Abscheu gegenüber des Antisemitismus' gewesen sein muss, dass er darüber mit seiner Schwester bricht, mit der er sich zuvor wieder versöhnt hatte.

Sie sollten wirklich aufhören, Unwahrheiten zu konstruieren und Behauptungen aufzustellen und aufgrund jener Behauptungen Schlüsse zu konkludieren. Das ist außerordentlich ungehörig.

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@verreisterNutzer

Ja ja, eine Nietzsche Bewunderer wird alles gut finden, was der Meister gemacht hat.
Ich halte es aber eher mit dem Nietzsche-Studienverfassers Domenico Losurdo.--
" Die extremen Aussagen Nietzsches, wie - Lob der Sklaverei, Kampf gegen das Mitleid, Ausrottung des Minderwertigen usw. , müßten eigentlich auch die Bewunderer von Nietzsche entsetzlich erscheinen". 
Leider nicht, sie sehen nur den großen Philosophen, der später von den Nazis vereinnahmt wurde.


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@quantthomas

Sie haben in Ihrem Ausgangsbeitrag Unwahrheiten verbreitet. Darüber hinaus haben Sie weiterhin erfundene Behauptungen als Tatsachen deklariert. Und schon wieder fallen Sie auf sich selbst herein, indem Sie mit puren Unterstellungen arbeiten, die Sie aber, in Abwesenheit jeglicher Kenntnis, als "Wahrheit" begreifen.

Das Einzige, was mir an Nietzsche in besonderer Weise angenehm ist, ist seine Sprache, die angenehmer und abendfüllender ist als die vieler anderer Philosophen.

Das Spätwerk Nietzsches sehe ich aus vielen unterschiedlichen Gründen kritisch. Aber darüber zu sprechen, hat keinen Zweck. Sie führen ein Zitat aus Losurdos Buch über Nietzsches aristokratische Perspektive an, das Sie, nach allem, was Sie zum Besten gegeben haben, gar nicht verstehen können, weil Sie bestenfalls ein Buch von Friedrich Nietzsche überflogen haben, das noch dazu, nach eigenem Bekunden, der "Wille zur Macht" war, das so oft von Frau Nietzsche umgeschrieben wurde, dass sich die ursprünglichen Gedanken kaum noch fassen lassen.

Um zum Ursprung zurückzufinden: Sie haben unterstellt, Nietzsche sei ein "aggressiver Antisemit". Ich habe Ihnen deutlich dargelegt, dass Sie damit falsch liegen. Alles, was Sie als Gegenargument angeführt haben, waren Unterstellungen (Nietzsche & seine Schwester), die ich ebenfalls mit Belegen widerlegt habe, danach glauben Sie, es würde Ihnen helfen, meine Urteilsfähigkeit infrage zu stellen, indem Sie mich einen Nietzsche-Fanboy nennen. Dabei geht es gar nicht um meine Urteilsfähigkeit - ich habe Ihnen belastbare Zitate von Nietzsche selbst über Antisemiten geliefert.

Ich werde mir allerdings sparen, die Punkte zu erläutern, die ich an Nietzsches Spätwerk bedenklich bis zum Kotzen finde, da ich ganz offensichtlich mit jemandem kommuniziere, der sich seine Urteile bildet, bevor er weiß, worüber er urteilt. Ihr Hass scheint geschmiedet zu sein, genauso wie Ihre zahlreichen Werturteile - unter anderem auch über mich. Keine Deduktionsfähigkeit der Welt ist gut genug, um die Unkenntnis eines Gegenstandes dergestalt auszugleichen, dass man darüber ein Werturteil fällen könnte. Dass Sie das tun, ist Ihre Entscheidung, aber sie ist deshalb nicht gutzuheißen, weil sie Ihrerseits zu absurdesten Anschuldigungen führt.

Erklären kann ich mir auch nicht den Hass, mit dem Sie in Ihren falschen Werturteilen, getroffen aufgrund von Schlagwörtern, deren Bedeutung Sie nicht kennen, vorgehen und im wahrsten Sinne des Wortes über jemanden hinwegfegen, von dem Sie nichts gelesen haben.

Lesen Sie die Spätwerke von Nietzsche und vergessen Sie Ihre Vorurteile - Sie werden viel Kritikwürdiges finden, aber vielleicht in anderer Form, als Sie es jetzt glauben.

Aber bitte - hören Sie auf, wild irgendwelche Dinge zu unterstellen und mit von Ihnen ausgedachten Anekdoten zu "belegen". Auch und gerade im Zusammenhang mit noch lebenden Personen - z.B. mir (von wegen Nietzsche-Fanboy).

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@verreisterNutzer

Hört Hört! KritischenTöne über den großen Philosophen!' 

Schade, daß sie einem Nichtstudierten nicht nahebringen können, was in Philosophie-Kreisen an Nietzsche kritisch beurteilt werden sollte. 

Wenigsten wurde eingeräumt, daß einiges nicht ganz in Ordnung war mit dem zeitweise verwirrten Mann. 

Da es Ihnen eine große Freude bereitet, einem Untermenschen zu zeigen, welch hohe Bildungsgrad man haben muss, um Nietzsche wirklich verstehen zu können, werde ich in Zukunft einen weiten Bogen um diese Bücher machen. 

Nietzsche nein Danke! 

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@quantthomas

Den "großen Philosophen" führen Sie aber selbst an - auch nur wieder Teil Ihrer Strategie, Selbsterhöhung durch Unterstellungen zu schaffen.

Bildungsgrad? Dass man ein Buch aufschlägt und es liest. Ja, Lesen zu können ist in der Tat eine komplizierte Aufgabe.

Nietzsche - nein, danke - Nietzsche verurteilen anstatt zu kritisieren - ja, bitte! Schönes Motto. Hebt Sie aber nicht gerade von dem Verhalten derer ab, die Sie am schärfsten kritisieren wollen.

Die anderen Unterstellungen kommentiere ich nicht. Das zeigt aber exemplarisch, weshalb man mit Ihnen nicht diskutieren kann.

Warum sollte ich Ihnen überhaupt darlegen, wenn wir mal annehmen, dass Sie sich anders verhalten würden und nur die Spur an Interesse an Erkenntnisgewinn hätten, was ich konkret an Nietzsches Spätwerk zum Kotzen finde? Das würde Ihnen nicht helfen. 1.) Kennen Sie die Terminologie "Übermensch" nicht, weil Sie den Zarathustra nicht gelesen haben - folglich halten Sie, wie Sie indirekt sagen, "Untermensch" für den Gegensatz - der Begriff Untermensch kommt bei Nietzsche nicht vor und ist auch nach Nietzsche nicht der Gegensatz des Übermenschen. D.h., nicht wegen Ihres "Bildungsgrads", sondern aufgrund der Tatsache, dass Sie Zarathustra nicht gelesen haben, wüssten Sie gar nicht, was ich kritisiere. 2.) Ergo müssten Sie meiner Kritik "glauben", ohne Sie prüfen zu können, weil Sie sich standhaft weigern, das Buch zu lesen.

Sie haben beschlossen, etwas bzw. jemanden zu hassen, ohne überhaupt zu wissen, was oder wen Sie hassen. Das ist ungefähr genauso enttäuschend wie das Credo eines 15jährigen, der behauptet, von Keyserling habe im Wesentlichen zur Demoralisierung des aufgehenden 20. Jahrhunderts beigetragen und sei somit verantwortlich für den 1. Weltkrieg, ohne, dass er jemals ein Buch von von Keyserling gelesen hat.

You don't know what you don't know - das hat mit Bildung nichts zu tun, sondern mit der Tatsache, dass Sie sich das Vorrecht geben, etwas zu hassen und ihm falsche Dinge zu unterstellen ohne irgendeine Kenntnis davon zu haben. Würden Sie Ihren Nachbarn fragen: "Wie oft haben Sie diese Woche Ihre Frau geschlagen?" ohne dass Sie auch nur annähernd wissen, OB er das tut?

Ich bitte Sie ...

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@verreisterNutzer

Ein guter Zeitpunkt meine Bibliothek zu entstauben und sämtliche Nietzsche-Büchern in einem Papier-Container zu entsorgen. Den Zarathustra werde ich noch eine Extabehandlung zukommen lassen. 

Ab jetzt werden nur mehr Bücher gelesen, die über das Phänomen Nietzsche berichten. Das umfangreiche Nietzsche-Archiv wird sicher mal genauestens durchstöbert werden und ich freue mich jetzt schon auf die Ergebnisse. 

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