Wozu braucht man Schule?

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Wie heißt es so schön, die Schule bereitet auf das Leben vor. Klar, bei manchen Inhalten kann man sich schon fragen was einen da vorbereitet. Aber ja, das tut die Schule. Auch unsinniger Stoff den du niemals im Leben mehr brauchen wirst zeigt dir wie du mit unbeliebten Dingen umgehen musst, du lenrst im optimalen Fall wie man lernt, du strukturierst dich und dein lernen. Aber ja, du lernst auch wichtige Inhalte für den späteren Job. Und man weiß ja leider nicht was man später im Job mal brauchen wird. Manches wird man nie wieder brauchen, anderes oft und manches von dem man es nie gedacht hätte wird plötzlich doch wichtig.

Und letztendlich, wenns dir auch sonst nichts bringt, es bringt dir mindestens den Abschluss und somit die Chance etwas aus dir zu machen. Es ist einfach so, das ein besserer Schulabschluss einem auch bessere Möglichkeiten eröffnet. Wenn du also für sonst nichts in die Schule gehst, mindestens dafür solltest du es tun und gut abschließen.

Vergleichen wir das mit der vergangenen Situation:

Im Mittelalter erfuhr kaum ein Kind irgendeine schulische Bildung. Die konnten nicht sonderlich gut rechnen, nicht lesen, nicht schreiben, nichts verstehen.

Die katholische Kirche hat fast 1000 Jahre lang jeglichen Fortschritt eingefroren.
Danke mal drna, was die Ägypter, die Griechen, die Römer und selbst die Babylonier bereits alles konnten. Die haben riesige Infrastrukturen erbaut.
Auch da hat nicht jedes Kind eine schulische Bildung bekommen, den Völkern lag aber etwas am Fortschritt.
Die Kirche wollte die Menschen nur dumm halten, wollte sie unter Kontrolle haben. Verlas die Bibel nur auf Latein und dichtete sich dann irgendwas als Erklärung zusammen, das gerade passte.

Dann kam die Aufklärung. Der Adel wurde gestürtzt. In Deutschland hatten wir Glück. Wir mussten unseren Herrscher nicht hinrichten. Wir hatten schon relativ früh augeklärte Herrscher, die sich als ersten Diener des Staates, der allerhöchstens von Gott die Ehre erhielt, dieses Amt in dessen Gnaden auszuführen, aber nicht, sein Volk auszunutzen, so wie es der Franzose tat.

Und im 20. Jh. kam dann die allgemeine Schulpflicht. Und seit dem 20. Jh. ist der Schulbesuch für Kinder auch sehr weit verbreitet.
Nun denk mal nach, was wir in dieser Zeit bereits alles für Fortschritte gemacht haben.

Da man nicht bereits bei der Einschulung oder nach der Grundschule weiß, wohin das Kind eines Tages möchte, muss man es möglichst umfangreich vorbereiten, um ihm alle Möglichkeiten offen zu halten.

Und wenn wir nun alle z.B. schon nach der 4. Klasse, wie es hier ein kleiner Extremist vorder, von der Schule gehen würden, könnten wir keine einzige Fremdsprache sprechen, wir könnten nicht wirklich gut rechnen, wir könnten uns keinen unbekannten Problemen annehmen, wir könnten keinen Fortschritt in der Wissenschaft machen, wir würden uns nicht einfach nur nicht weiterentwickeln, wir würden uns sogar zurückentwickeln. Wie sollte unser System funktionieren, wenn keiner versteht, wie es überhaupt funktioniert? Wie sollte eine Wirtschaft ohne Mathematik der 8-10. Klasse funktionieren? Wie solltest du diese Mathematik ohne die Grundlagen der 5-7. Klasse verstehen?
Die Industrie wäre komplett am Arsch, weil keiner was von Chemie und Physik versteht. Geschweige denn von Technik. Wir könnten keine elektronischen Geräte mehr bauen.
Wie soll die Medizin funktionieren, wenn niemand irgendeine Ahnung von Biologie und Chemie hat?

Darauf bereitet uns das Leben vor. Eines Tages kannst du, weil du in der Schule warst, an diesem System teilhaben und dafür sorgen, dass es funktioniert. Du wirst dich zunächst wohl nur für einen Bereich entscheiden.
Aber wer sagt, dass du das 10 Jahre später noch machen möchtest?
Und dann? Dann kommmt dir die Schulbildung zu Gute, die dich so umfassend vorbereitet hat, dass ein Wechsel in eine ganz andere Richtung möglich ist.

Stell dir vor, du wärst nach der 4. Klasse nur auf eine Berufsschule gegangen und hättest nur einen Beruf erlernt, auf den du spezialisiert wärst. Ein Berufswechsel mit Ende 20 wäre schon recht schwer, weil du nie etwas anderes getan hast. Mit Mitte 30 bereits nahezu unmöglich.

Diese Wahlmöglichkeit zu haben ist ein Vorteil der Schulbildung und ein Teil des demokratischen Systems unseres Landes.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Abitur 2019

Vielen dank

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Ohne schule könntest du hier gar nicht schreiben. Weil du es nie gelernt hättest.

Viele Dinge die du in der schule lernst wirst du wahrscheinlich später nicht benötigen.

Die Betonung liegt hier auf DU. Jemand anderes aus deiner Klasse wird das eventuell sehr wohl später gebrauchen können.

Schule ist allgemeinbildend. Was bedeutet das sie viele Dinge lehren muss. Denn die Schule selbst weiss nicht was die Schüler später Mal mache wollen. Das wissen die Schüler ja meist noch nicht einmal selbst.

Desweiteren ist eine allgemeinere Grundausbildung von Vorteil als eine speziellere Ausbildung. Grund dafür ist das sich Geschmack und Interessen mit der Zeit ändern. (Schau einfach Mal auf das was du vor 4 Jahren noch super toll fandest und jetzt nicht mehr toll findest)

Und genau wenn diese Änderung passiert beisst einem eine Spezialisierung ins Knie. Weil man andere Dinge von Grund auf lernen muss.

Unabhängig davon das Schule einem einen möglichst guten Start in die Arbeitswelt ermöglicht. Sorgt sie dafür daß wir alle möglichst auf einem ähnlichen kentniss und Fähigkeiten stand sind.

Dies fördert verständniss und miteinander und schützt vor Ausbeutung.

Wenn du nämlich z.b. keine Ahnung hast wie gewisse Dinge fubktionieren. Dann kann ich dir mitsachen das geld aus der Tasche ziehen von denen du nur denkst das diese funktionieren obwohl sie nicht funktionieren.

Wissen ist macht.

Dein Ernst???

Ohne Schule könntest Du nicht

  • lesen
  • schreiben
  • rechnen

Woher hättest Du eine Allgemeinbildung? Woher Fremdsprachenkenntnisse?

In anderen Ländern wären Kinder froh, sie könnten zur Schule gehen, aber ihre Eltern können es leider nicht bezahlen.

Sieh zu, dass Dein Schulbesuch zwar gratis war, aber nicht umsonst!

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Alles nötige kann man in maximal 4 Jahren lernen, dafür braucht man keine 10 Jahre Schule, das sind 6 Jahre Bullshit. FAKT

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@DerAllesFrager6

Aber nur, wenn Du ein Superhirn bist.

Oder: Definiere "Alles Nötige". Ist das nur Grundrechenarten und lesen/schreiben?

Dann magst Du Recht haben; das würde MIR aber lange nicht reichen XD

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@DerAllesFrager6

Ah ja, du willst also mit 10 schon anfangen zu arbeiten ohne einen Plan vom Leben zu haben oder warum du was machst? Ohne ein Bild von Fairness (Stichwort Ausbeutung, besonders einfach bei Kindern) oder sonst irgendwas zu haben?

Nur weil du "FAKT" dahinter schreibst, ist es noch lange keiner.

Kannst deine Kinder ja eines Tages Mal nach Abschluss der Grundschule nach Afrika entführen und gucken, wie gut sie da arbeiten können. Vielleicht nach Namibia? Das wird wohl eines der sehr sehr wenigen Länder sein, in denen sie die Leute verstehen, da spricht man nämlich sehr verbreitet deutsch.

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@Wapiti201264

Ich würde schon behaupten dass fast alles was einen aufs Leben vorbeireitet in der Schule wegfällt, hast du z.B in der Schule gelernt wie man eine Steuererklärung macht ? Also ich weis es nicht und viele andere auch nicht Weil sowas einfach keinen Lehrer interessiert.

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@Shadoukoa

Ich sagte nicht dass man mit 10 arbeiten soll und dass die Grundschule wichtig ist sondern dass man rein theoretisch alles wichtige der Klasse 1-10 in 4 Jahren lernen kann, und dafür braucht man kein Superbrain.

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@DerAllesFrager6

Doch, scheinbar braucht man das, wenn man mal guckt, wie viele Haupt- und selbst Realschüler heute verkacken. Bin selbst erst im 1. Ausbildungsjahr. Ich brauche sehr viel von dem, was ich in der 5.-13. Klasse gelernt habe.
Andere meiner ehemaligen Mitschüler nicht, die können aber nicht mal einen grammatikalisch halbwegs akzeptablen Satz schreiben.

Die können nicht sonderlich gut rechnen, die beherrschen auch keine Fremdsprache. Und was machen die? Arbeiten als Aushilfe.

Außerdem: Was willst du denn dann nach der 4. Klasse machen, wenn du nicht mehr in die Schule gehen musst, aber auch nicht arbeiten brauchst? Willst du deinen Namen tanzen oder was? Und das 6 Jahre lang?

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@Shadoukoa

Mag ja sein dass du viel vom gelernten brauchst, liegt denke ich mal auch am Beruf, meiner Meinung nach sollte man ab der 5. Klasse nach Beruf gefördert werden und nicht nur allgemein, ich zumindest hab meinen Hauptschulabschluss und bin zufrieden, ich kann lesen, schreiben und rechnen, beherrsche Englisch und mehr brauche ich meiner Meinung nach nicht, wenn ich etwas wissen will lerne ich das aus Überzeugung selber und nicht weil der Staat das so will, ich bin im 1. Lehrjahr zum Einzelhandelskaufmann und auf einem guten Weg eine eigene Filiale zu eröffnen, daher habe ich mich auch für die Edeka entschieden.

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@DerAllesFrager6

Für meine Ausbildung habe ich zumindest was Hauptfächer angeht so einiges nach der Grundschulzeit gebraucht. (Bachelor Studium)

Das die schule mir die Grundlagen gegeben hat Englisch vernünftig zu verstehen und so zu schreiben und zu sprechen das ich üblicherweise das vermitteln kann was ich sagen will lass ich Mal beiseite. (Ich hatte erst ab der 5. Englisch)

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@DerAllesFrager6

Das grosse Problem ist das man von 10 jährigen Kids nicht erwarten kann zu wissen was sie denn in 5-6 Jahren arbeiten wollen. Dann hat man nämlich wirklich vergeudete Zeit. Dann biste mit 16 zwar sehr gut ausgebildeter was weiß ich. Aber hat 0 Bock das zu machen.

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@FouLou

Fazit: Man kann von Schule halten was man möchte, leider muss man durch denn sonst hat man beruflich leider schlechte Chancen da alle sich durch Noten verwirren lassen und die Qualifikation außen vor lassen.

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@DerAllesFrager6

Wie wir hier in D Schule betreiben ist natürlich durchaus Kritik würdig. Das ist aber unabhängig davon das schule bzw. Allgemeinbildung ein ziemlich wichtiges gut ist.

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@FouLou

Ich sagte nicht dass das Konzept „Schule“ Schwachsinn ist, sondern dass die Umsetzung mit wissen von vor 383 Jahren schlecht durchdacht ist.

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@DerAllesFrager6
hast du z.B in der Schule gelernt wie man eine Steuererklärung macht

Du hast doch sicher Eltern, die das Jahr für Jahr machen müssen.

Warum solche Sachen auf die Schule abwälzen, nur weil die Eltern keinen Bock haben, ihren Sprösslingen wichtige Lebensgrundlagen bei zu bringen.

Solche Einwände sind einfach lächerlich und an den Haaren herbei gezogen.

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@Fubbelchen

Wofür gibt es denn Schule wenn meine Eltern mir das beibringen sollen ? Solche Argumente finde ich dann lächerlich, die Schule soll uns aufs Leben vorbereiten aber dann sollen die Eltern uns das wichtige beibringen ?

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@DerAllesFrager6

In einer Frage in der es um Schule im allgemeinen geht...

Wie genau begründet du deine Behauptung das 4 Jahre ausreichen. Und wie umgehst du den Konterpunkt das eineberufsentscheidung ab 10 Jahren definitiv zu fehl bzw. Unnötigen Ausbildungen führen wird?

Insbesondere unter den Einbezug höherer Bildung. Also Studium etc.

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@DerAllesFrager6

Die Schule soll euch auf das berufliche Leben vorbereiten, die Eltern sind für den Rest zuständig.

Frag mal Malala Yousafzai, was sie von deinem Vorschlag von 4 Jahren Schule und dann arbeiten gehen hält.

Ja, es gibt Menschen auf der Welt, die sogar für ihr Recht auf Bildung ihr Leben aufs Spiel setzen.

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@DerAllesFrager6

Kaum ein Kind weiß aber mit 10-11 Jahren schon, was es mal werden möchte. Wenn du ab da nur auf ein Berufsbild vorbereitet wirst, dann hast du nur den Punkt, den du hier kritisierst: Man wird dumm gehalten und kann nur eingeschränkt denken.
Wie willst du später mit Anfang 30 oder später einen Berufswechsel schaffen, nur weil du langsam die Schnauze voll von deinem Job hast? (Und glaub mir, sowas ist heute absolut normal.)
Das geht einfach nicht. Du müsstest wieder jahrelang in die Schule gehen, um alles für den neuen Beruf zu erlernen. Du bist also wieder jahrelang nur ein Klotz am Bein der Gesellschaft, der nicht zur Wirtschaft beiträgt und somit den Fortschritt behindert. Die Gelder könnten anderswo besser gebraucht werden.
Und dann fängst du mit Mitte bis Ende 30 wieder an zu arbeiten, nur wirst du feststellen, dass du in dem Alter nicht mehr so gut lernst, wie in jungen Jahren, weil das Gehirn am besten im Alter von 18 Jahren funktioniert, bis 25 noch sehr gut lernt und ab da kommt dann langsam der Zerfall, wo alles immer langsamer geht.

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Denke jeder von uns hatte diese Phase im Leben,

Rückblickend kann ich dir nur ans Herz legen, mach einen guten Abschluss sonst wird es nicht so leicht das zu machen, worauf du Lust hast.

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