Woher kommt die Redensart "Mit Zitronen gehandelt"?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Für unsere Redensart gibt es zwei mögliche Erklärungen: Früher galten Zitronen als leicht verderbliche Ware, so dass der Gewinn des Händlers unsicher war. Vielleicht spielt aber auch der Gesichtsausdruck eine Rolle, wenn ein Mensch in eine Zitrone beißt. Im Bergischen gab es im 19. Jahrhundert den Brauch, Sargträgern eine Zitrone zu überreichen.

38

Das mit den Sargträgern ist noch heute so bei Beerdigungen von Zunftbrüdern.

0
55

Es fallen mir aber wesentlich leichter verderbliche Waren ein als Zitronen... Sollte es da nicht heißen "mit Feigen gehandelt"? Und was ist mit Orangen - genauso leicht oder schwer verderblich.

0
Mit Zitronen gehandelt...haben wir, wenn sich ein vermeintlich sensationell günstiges Angebot im Nachhinein als völlig überteuert herausstellt: Früher galten Zitronen noch als leicht verderblich, sodaß der Gewinn des Händlers ziemlich unsicher war. Andererseits mag auch der Gesichtsausdruck eine Rolle gespielt haben, wenn jemand in eine Zitrone biss.

http://etymologie.tantalosz.de/m.php

Ich weiß es nicht, kann es mir aber denken. Jeder, der im südlichen Raum mal einen Zitronenbaum hatte, weiß warum: Der Baum produziert Unmengen von Früchten, die unverarbeitet kaum zu genießen sind. Während eine 4-köpfige Familie die Ernte eines Apfelbaums locker in ein paar Wochen verspeisen kann, sind Zitronen im Überfluss vorhanden, da ja immer nur kleine Mengen gebraucht werden.

Was möchtest Du wissen?