Woher kommt das Sprichwort, jemandem "einen Korb zu geben"?

5 Antworten

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  1. Wenn früher ein Bursche seiner Angebeteten einen Heiratsantrag machte, schnitzte er eine Flachsgabel und ging damit zu ihrem Haus. Sah sie nun den Burschen kommen und wollte nicht seine Frau werden, stellte sie schnell einen Korb vor die Tür. Dadurch wusste der Bursche nun Bescheid, dass sie nichts von ihm wollte. Sie hat ihm einen Korb gegeben.
  2. Früher war es üblich, dass die Frauen, wenn sie eine Tanzveranstaltung besuchten, statt der heutigen Handtasche einen Korb mit den üblichen Utensilien dabei hatten. Forderten nun zwei Tänzer ein und dieselbe Frau zum Tanz auf, so bekam derjenige, mit dem diese Frau nicht tanzen wollte, ihren Korb zur Aufbewahrung, da dieser beim Tanz störte. Derjenige, der abgewiesen wurde, "bekam also einen Korb"

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@critter

Würde ich gern. Aber das ist schon so lange her, als ich das mir mal rausgesucht habe. Habe zu vielen Sprichwörtern die Erklärung in einer Datenbank. Sollte ich das noch finden, kommt es mit drunter. Ok?

Edit: Quelle: redensarten-index.de

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-- Über die Herkunft dieser Redensart gibt es, wie so oft, viele Vermutungen. Eine besagt, dass ein Mann, der um die Hand einer Frau anhalten wollte, dem Brautvater vorab mitteilen ließ, wann er bei ihm vorstellig werden würde. Die Familie konnte so in Ruhe darüber beraten, ob der Mann als Schwiegersohn geeignet sei. Lehnte der Familienrat ab, wurde ein leerer Korb vor dem Haus platziert, so dass der verliebte Bewerber schon von weitem sehen konnte, dass sein Vorhaben keine Aussicht auf Erfolg hat.

-- Eine andere Vermutung gründet sich auf den Brauch, dass die jungen Damen, wenn sie zum Tanz gingen, ein Körbchen dabei hatten. Wurde ein hübsches Mädchen von zwei Bewerbern gleichzeitig aufgefordert, drückte sie ihren Korb demjenigen in die Hand, an dem sie weniger interessiert war.

http://www.jupidi.de/date-tipps/date-tipps-kein-interesse-an-einer-beziehung-so-gibst-du-einen-korb.html

Sorry, hab die schon vorhandene Antwort zu spät gesehen, dafür Quellenangabe vorhanden!!!!!

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habt ihr schon mal jemandem einen Korb gegeben? Es gibt sicherlich mehrere Wurzeln für diese Redensart, ein paar will ich euch hier mal zeigen. Früher ließen Mädchen unerwünschten Freiern einen verdeckten Korb mit gesammelten Kräutern zukommen. Diese Pflanzen wurden als Schabab bezeichnet:

"Gut gesell, und du mußt wandern / Das megdelein liebet einen andern,/Welches ich geliebt habt, /Bey der bin ich schabab" (Kölner Liederbuch 1580)

http://board.mahkah.com/thread.php?postid=85331

nicht uninteressant, im link zu lesen

Ursprünglich zurückführen lässt sich dieser Ausspruch auf einen mittelalterlichen Brauch:

Wollte ein Mann um eine Frau werben, musste er sich von ihr in einem Korb zum Fenster heraufziehen lassen. War die Angebetete nicht interessiert, zeigte sie dies auf sehr direkte Weise: Mit ein paar Handgriffen ließ sich der Boden des Korbes lockern, so dass er das Körpergewicht ihres Werbers nicht mehr tragen konnte. So landete der Mann nicht wie erhofft im Schlafzimmer der Dame, sondern schmerzhaft auf dem Hosenboden!