Woher kommen die bestimmten Artikel? Warum der Baum und nicht das Baum?

4 Antworten

Die Artikel in der deutschen Sprache sind die allgemeinsten, d. h. inhaltlich am wenigsten festgelegten Wörter als Begleiter beim Substantiv (Nomen) und werden ausschließlich in Verbindung mit einem Substantiv gebraucht. Das natürliche Geschlecht und das grammatische Geschlecht stimmen bei der Bezeichnung von Menschen meist überein (vgl. das Mädchen(!) als Ausnahme); ansonsten ist das grammatische Geschlecht willkürlich, wie auch Sprachvergleiche zeigen. Der Mond ist z. B. im Deutschen männlich, in anderen Sprachen weiblich (Mondgöttin); die Sonne ist im Deutschen weiblich, in anderen Sprachen männlich (Sonnengott). Erklären lässt sich diese Tatsache im Grunde nicht, warum der Baum männlich ist, die Linde aber weiblich, obwohl auch sie ein Baum ist. Wir Deutschen erlernen dies mit dem Spracherwerb, ausländische Mitbürger müssen sich dies anhand eines Wörterbuchs aneignen. Andere Sprachen sind "logischer" und bezeichnen Gegenstände und Sachen konsequent als Neutrum, während im Deutschen der Stuhl männlich, die Bank weiblich ist etc. Also: Eine Parallelität von Genus und Sexus besteht nicht. Es gibt kein System von Regeln, nach denen man das Genus von Substantiven bestimmen kann. Nur bei Substantiven bestimmter Sachgruppen sowie bei Substantiven mit bestimmten Endungen kann man allgemeinere Aussagen zum Genus machen. (Die letzten Sätze lt. Duden-Grammatik.) Der Artikel bestimmt also "nur" das grammatische Geschlecht des Nomens (Substantivs). Ich vermute, dies war Deine Fragestellung.

"Das Mädchen" ist logisch, da die Endung "chen" immer auf etwas kleineres verweist es damit automatisch zum Neutrum macht. Zb das Bübchen, das Tischchen, das Häuschen, das Vögelchen usw.

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Das ist eine der unlogischen Gesetze einer ansonsten logischen Sprache.

Sprachen sind prinzipiell nicht logisch, sondern systematisch. Das heißt, ihnen liegt ein System von Regeln zugrunde, die aber nur der Versuch der Erklärung sind. Könnte man Sprache tatsächlich mit Regeln erklären, hätte man nicht so viele Ausnahmen.

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Der bestimmte Artikel entwickelte sich aus den Demonstrativpronomen dër, diu, daz und wurde auch schon als Relativpronomen gebraucht. In Folge dessen entstanden die so genannten zusammengesetzen Demonstrativpronomen aus dem einfachen Demonstrativpronomen und dem unflektierbaren Demonstrativpartikel se. Daher wird zunächst auch nur der erste Teil flektiert; die Endflexion wird hier erst später die Regel.

Dieser Trend lässt sich heute in Ansätzen auch in einigen baltischen und slawischen Sprachen beobachten. Im Tschechischen wird kontextgebundenen Substantiven oft ein Demonstrativpronomen vorangestellt, ebenso im Litauischen. Im Polnischen tauchen fallweise nachgestellte Demonstrativpronomina auf, die vorerwähnte Ausdrücke hervorheben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Artikel_%28Wortart%29

Dass ein normaler Mensch davon kein Wort versteht kannst Du Dir aber vorstellen, oder?

:-)

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