wo liegt der unterschied zwischen druckimprägniert und kesseldruckimprägniert?

4 Antworten

Liebe Nikevicoria, eines hat der Holzdaumen noch vergessen zu sagen: Farbe wird in der Regel nicht in diesem hochtechnischen Verfahren aufgebracht. Die Imprägnierungen sind meist grünlich und ohne UV-Schutz. Ohne weitere Behandlung vergraut das Holz, was nichts mit der Haltbarkeit zu tun hat. Soll der Zaun eine schöne Farbe bekommen, hilft nur ein Anstrich mit einer Holzschutz Lasur (offenporig!). Wer auch hier auf Qualität achtet kann noch zusätzlich Wirkstoffe auftragen. Gute Pflege kann man sehen und lohnt sich in jedem Fall. Das Frühjahr ist für diese Arbeit besonders geeignet. Liebe Grüße vom Holzdaumen und Online Shop www.holz-im-garten.de

Als Erzänzung zum ziemlich theoretischen Zitat aus Wikipedia können wir als Online Shop des Produktions- u. Imprägnierbetriebes SIOUX für alle interessierten Gartenholz Liebhaber noch folgendes ergänzen: oft wird imprägniertes Holz angeboten, das bei genauem Hinsehen einfach kurz in einer Farbbrühe lag. So machen das gerne z.B. Zimmerleute für Dachstühle und da ist es auch vollkommen ausreichend. Besseren Schutz bietet die Kesseldruckimprägnierung (kdi), wie bereits beschrieben. Was aber tun, wenn Holz nass ist? Da nützt auch der schönste Druck wenig. Im Vakuum-Wechseldruckverfahren wird zunächst ein starkes Vakuum gezogen und dann im schnellen Wechsel zum starkem Druck Imprägnierflüssigkeit in das Splintholz gedrückt. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt und dauert auch mehrere Stunden, je nach dem welches Ergebnis man erreichen möchte. Zwingend notwendig ist diese Behandlung für alle Hölzer mit ständigem Erdkontakt (Gebrauchsklasse 4: Insekten vorbeugend, pilzwidrig, witterungsbeständig, moderfäulewidrig). Der Verbraucher kann die Qualität der Imprägnierung schlecht selbst überprüfen und muß herausfinden, ob er dem Produkt vertrauen kann. Sind wir desshalb die einzigen Anbieter für Rundholzspielgeräte zum Eingraben? Viele Grüße vom Online Shop www.holz-im-garten.de

in einem Kessel kann man hoeheren Druck erzeugen, als der Druck im freien Raum, darum ist geht die Impregnierung beim Kesseldruckimpregnieren tiefer in das Material.

http://de.wikipedia.org/wiki/Holzschutzverfahren

Bei der Druckimprägnierung wird das Imprägniermittel unter hohem Druck (9-10 bar) mehrere Stunden lang in das Holz gepresst. Es wird dabei eine möglichst gleichmäßige und tiefreichende Schutzmittelverteilung im durchtränkbaren Teil des Holzes (Splint) angestrebt, die allerdings je nach Tränkbarkeit der Holzarten in größeren Bereichen schwankt. Im Allgemeinen erzielen Druckimprägnierungen gleichmäßigere Verteilung als drucklose Verfahren. Die Eindringtiefe ist abhängig von der Holzart. Dieses Verfahren kann adaptiert werden, um größere Mengen von Holz maschinell zu behandeln. Druckimprägnierung ist für die Behandlung von Fichte und Tanne nicht geeignet, bei Lärche und Douglasie nur bedingt.

Eine Methode der Druckimprägnierung ist die Kesseldruckimprägnierung, hier wird das Holz in zigarrenförmigen Kesseln behandelt. Dazu zählen die Volltränkverfahren, Spartränkverfahren und Wechseldruckverfahren. (Das Boucherieverfahren kommt ohne Kessel aus). Welches Verfahren gewählt wird, ist abhängig von Holzart, Holzfeuchte zum Zeitpunkt der Schutzbehandlung, verwendetem Holzschutzmittel, Einbringtiefe und der geplanten Verwendung des Holzes. Vor der eigentlichen Behandlung mit Holzschutzmitteln wird teilweise noch mit einem Vakuum von maximal 40 mbar Absolutdruck die Luft aus dem Holz gezogen; diese Vakuumphase dauert in der Regel 30-40 Minuten. Danach wird der Imprägnierzylinder mit dem Tränkmittel geflutet und, teils unter Temperaturerhöhung, unter Druck gesetzt. Die Nachschaltung eines Schlussvakuums (meist 10-15 Minuten) nach dem Entleeren der Zylinder wird normalerweise durchgeführt, um überschüssiges Mittel zurückzugewinnen.

Bei Kesseldruck dringt die Farbe tiefer ein.

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