wird mein Sohn von der Lehrerin ungerecht behandelt?

14 Antworten

Nun zu der Lehrerin, sie stellt ihn vor der Klasse bloß, heißt wenn sie was zu Ohren bekommen hat, macht sie das vor der gesamten Klasse,klärt alle Dinge vor allen anderen mit ihm.

Bloßstellen ist nicht erlaubt. Sie darf ihn aber vor der Klasse in gewissem Umfang zur Rede stellen, Dinge klären. Hier sind die Art und das Maß die Grenzen für Disziplinierung.

Macht Strichlisten, wenn er 10 Striche hat, darf er nicht an Projekten teilnehmen. ... Ich finde das mit der Strichliste sehr entwürdigend, da es nur ihn betrifft und manche Kinder das ausnutzen um ihn dann zu verpetzen.

Strichlisten sind mit Sicherheit erlaubt. Es ist jedoch nicht erlaubt, die Strichliste nur für eine Person zu führen (außer die anderen lassen sich gar nichts zu schulden kommen). Keine Projektteilnahme: Das ist in gewissen Grenzen und nur in Einzelfällen möglich. Ein totaler oder nahezu totaler Ausschluss von Projekten würde dem Schulauftrag widersprechen.

Setzt ihn um nachdem er gestört hat, nach ganz hinten, sagt dort kannst du 4en und 5en sammeln (weil sie weiß dass er dort nichts mitbekommen wird).

Umsetzen ist erlaubt.

Hat ihn noch nie gelobt, bei Dingen wo andere Schüler von ihr gelobt werden. Bei Dingen wo 2 oder 3 Schüler beteiligt waren, bekommt nur er einen Strich.

Ungleichbehandlungen hingegen sind nicht erlaubt. Wird Dein Sohn diskriminiert, kannst Du rechtlich dagegen vorgehen.

Noch nie ein Wort unter eine 1 geschrieben oder dergleichen.

Das steht im Ermessen der Lehrkraft.

Im Ergebnis: Das Verhalten der Lehrerin wird - mit Ausnahme der Ungleichbehandlung - durch ihre Stellung als Lehrkraft gedeckt sein, solange sie den Bogen nicht überspannt und die Erziehungsmaßnahmen nicht unverhältnismäßig sind. Das kann ich jedoch von hier nicht beurteilen, das macht besser ein Anwalt/eine Anwältin (z.B. Fachanwalt für Verwaltungsrecht / Fachanwältin für Verwaltungsrecht).

Problempunkte sind damit Diskriminierung und Unverhältnismäßigkeit. Diese würde ich bei der Lehrerin, ggf. bei der Schulleitung und wenn gar nichts hilft mit einem Rechtsanwalt / mit einer Rechtsanwältin besprechen. Vielleicht vorher dem Sohnemann auch etwas zur Ruhe mahnen, er soll sich mal am Riemen reißen. Es würde helfen, wenn er mit Karate / Taekwondo anfängt, dort kann er sich austoben, das macht Spaß und er wird diszipliniert. Er soll durchhalten, bis der Schwarzgurt glänzt, das macht Freude und nachher hat man Disziplin, ohne dass es unangenehm war.

danke für deine ausführliche Antwort, das hat mir sehr geholfen

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Oh man so ein schweres Thema,

vorne weg man ist schnell dabei zu sagen das sein Kind ungerecht behandelt wird. Ja ich auch - und in den meisten fällen haben wir auch recht! ABER was wir nicht sehen sind die ungerechtigkeiten die den anderen Kindern zukommt. Vielleicht auf einer ganz anderen Ebene und damit gleicht sich im Grossen und Ganzen alles aus. Schliesslich bekommen die anderen Kinder es ebend doch mit.

Wo du ein Problem siehst, ist eigentlich mal eine Lösung geschaffen worden - Das in der Klasse vor allen anderen anprangern. Ist doch wie bei uns Erwachsenen, Verhandlungen am Strafgericht sind grundsätzlich für die Öffentlichkeit frei zugänglich (Bei nicht beachtung zieht das ernste Konsequenzen mit sich). Es soll Transperenz ermöglichen, abschrecken etc.

Aber das nur dein Sohn auf die Liste kommt, wenn zwei andere auch mitgemacht haben ist nicht ok. Auch das er noch nie ein Lob bekommen hat, bei denen Andere sehr wohl ein bekommen ist bedenklich nach 3 Jahren.

Vielleicht mobbt sie ihn ja wirklich. Vielleicht solltest du sie mal um ein Gespräch bitten und dir einges erklären lassen, dann reflektiert sie das ggf. auch einmal selber und kommt zu dem Entschluss das es so nicht weiter geht.

LG Florian

da hast du teilweise recht, aber wenn diese transparenz anderen mitschülern die möglichkeit gibt dies auszunutzen und ihn anzuschwärzen, ist es eher unangebracht. in dem alter hält man noch nicht zusammen sondern jeder versucht bei dem lehrer gut dazustehen

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Nicht nur Kinder entfalten sich viel besser, wenn sie aufrichtig gelobt werden. Aufrichtig gelobt heisst, nicht nur zu loben, um die Leistungen zu verbessern, sondern loben, weil man es einfach toll findet, was sie machen. Die Kinder kennen den Unterschied sehr wohl. Diese Lehrerin ist in meinen Augen nicht gerade als pädagogisch wertvoll einzustufen. Vor der gesamten Klasse jemanden herunter zu putzen, das macht man nicht. Damit verletzt man das Kind und wird diese schlechten, chaotischen Eigenschaften eher noch fördern. Nämlich weil das Kind dann Angst vor Versagen hat. Du solltest mit der Lehrerin ein Wort sprechen. Sei konsequent aber nicht unfreundlich. Sag ihr, dass du nicht willst, dass sie so mit deinem Sohn umgeht. Du hast das Recht. Du bist die Mutter. Wenn keine Änderung eintritt, dann wende dich an die Schulleitung. Es geht um das Wohl deines Kindes. Du willst ja nur, dass diese Demütungen aufhören. Du willst ihn ja nicht zu unrecht hervorheben. Das ist ein Unterschied. Hilf deinem Kind.

Das stimmt Alles, so wie du es sagst. Habe das Selbe nur noch etwas Schlimmer durchgemacht, so wie ihr Sohn. Und ich habe die Angst vor dem Versagen immer noch. Dabei bin ich seit 2007 fertig mit der Realschule...so etwas prägt einen Menschen, erst Recht Kinder/Teenager. Und wenn man dann niemanden hat, der hinter einem steht, dann ist man gezeichnet fürs Leben...

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@XiShAk

Andere Menschen nieder zu machen bedeutet nur, dass man sich selber sehr klein fühlt und das an den Menschen auszulassen, die sich nicht wehren können. Ein absolutes Zeichen von Schwäche. Dir würde ich dringend empfehlen, an deinen Ängsten und Unsicherheiten zu arbeiten. Du musst es nicht für den Rest deines Lebens ertragen. Ich wünsche dir viel Erfolg und Glück.

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